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Autogenes Training

Schnelllebig, hektisch und stressig. So könnte man wohl den Alltag der meisten Menschen unserer Zeit beschreiben. Um in der Menge von Verpflichtungen und Anforderungen nicht unterzugehen, muss der Mensch jedoch für regelmäßige Ruhepausen sorgen. Wird das versäumt, sind gesundheitliche Probleme die Folge, die von ständiger Müdigkeit, Kopfschmerzen, Energielosigkeit bis hin zu Erschöpfungszuständen und Depressionen reichen können.

Doch da häufig die Zeit nicht reicht, um ausreichend Kraft zu schöpfen, oder der Mensch nach der Hektik oft nur schwer abschalten kann, benötigt man bisweilen ein wenig Hilfestellung in Sachen Entspannung, um die eigenen Energiereserven wieder aufzufüllen. Eine solche Entspannungsmethode ist das autogene Training, das positiv auf das vegetative Nervensystem wirken kann.

Entspannung mit autogenem Training

Bereits in den 1920er Jahren wurde das Autogene Training von einem Berliner Nervenarzt als Entspannungstechnik entwickelt. Dabei wird über einfache Übungen unter Anleitung eines Arztes eine Selbstentspannung herbeigeführt, die je nach Stufe (Grund- oder Oberstufe) bis in die Tiefenentspannung führen kann. Die Grundtechnik ist dabei recht einfach, so dass selbst Kinder ab dem 8. Lebensjahr in der Lage sind, diese Entspannungsmethode zu erlernen.

Wege der Entspannung

In der Grundstufe, die auch für Kinder geeignet ist, besteht das Autogene Training aus sechs verschiedenen, leicht erlernbaren Übungen. In Gruppen sowie einzeln kann der Teilnehmer sich dabei auf die Leitung durch den Arzt oder Kursleiter verlassen, der mit sanfter, angenehmer Stimme durch die Entspannung führt. In einer entspannten Haltung werden beim Autogenen Training alle Muskeln gelockert. Die Konzentration wird ausschließlich auf den Körper und die körperlichen Vorgänge gelenkt. Dies ist für Anfänger am einfachsten in der Rückenlage umzusetzen. Jeder Teilnehmer erhält bereits im Vorgespräch seine eigenen Formeln und Sätze, welche in Gedanken ausgesprochen und somit beruhigend wirken. Eine solche Formel könnte beispielsweise „Mein Arm ist ganz schwer“ sein, während die Konzentration auf den Arm gelenkt wird.

Autogenes Training

Autogenes Training @iStockphoto/Artem Ismagilov

Die Grundübungen

Die Grundstufe des Autogenen Trainings besteht aus verschiedenen Übungen. Bei jeder einzelnen konzentriert sich der Teilnehmer auf einen Teil seines Körpers, kann diese Konzentration jedoch in späteren Sitzungen auch auf den ganzen Körper übertragen. Bei der Schwereübung suggeriert der Teilnehmer sich durch Konzentration selbst das Gefühl von Schwere im Körper. Ähnlich verhält es sich bei der Wärmeübung, bei welcher ein ausstrahlendes Wärmegefühl im Körper ausgelöst wird.

Die Atemübung richtet die Konzentration vollkommen auf eine tiefe und/oder ruhige Atmung. In der Bauchübung wiederum wird Wärme im Oberbauch konzentriert. Die Herzübung soll einen gleichmäßigen und ruhigen Herzschlag auslösen, während die Stirnübung den Kopf von negativen Gedanken „leeren“ soll.

In der Oberstufe, die sich eher für fortgeschrittene Teilnehmer eignet, können die einzelnen Grundübungen auch miteinander kombiniert sowie durch visualisierte Bilder und die Vorstellung von selbst gewählte Situationen ergänzt werden.

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