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Balkonpflanzen: Ein blühender Balkon im Frühling

Im Mai können Balkonkästen und Balkonkübel hervorgeholt und mit farbenfrohen Sommerpflanzen bestückt werden. Ein bisschen Vorsicht ist aber angesagt: Die meisten klassischen Balkonpflanzen sind nämlich frostempfindlich. Das gilt erst recht für Jungpflanzen. Droht vor den Eisheiligen (11. Mai bis 15. Mai) noch einmal Nachtfrost, müssen bepflanzte Gefäße in einen hellen, kühlen Raum geholt werden oder unter der Markise am Haus abgestellt werden.

Wie viele Pflanzen sollen in einen Kasten?

In einen Kasten von einem Meter Länge sollten durchschnittlich vier starkwüchsige oder fünf normalwüchsige Pflanzen gesetzt werden. Gleich beim Setzen der Pflanzen sollten man Langzeitdünger wie z.B. Knochenmehl einarbeiten und ab etwa Mitte August mit Flüssigdünger weiter düngen.

Balkonpflanzen

Balkonpflanzen ©iStockphoto/brebca

Generell gilt: Je größer das Gefäß ist, umso besser. Denn je mehr Erde die Pflanzen haben, umso größer ist die Pufferwirkung, durch welche Fehler beim Gießen oder Düngen ausgeglichen werden können.

Damit Erde und Wurzeln gut durchlüftet sind und überschüssiges Wasser abgeführt werden kann, müssen im Gefäßboden Löcher sein. Bei Kästen gilt als Faustregel: drei bis vier Löcher pro Meter Länge. Damit die Löcher nicht verstopfen, werden sie am besten mit einer Tonscherbe abgedeckt.

Welche Erde ist für den Balkon geeignet?

Im Fachhandel gibt es bereits fertige Erdmischungen unter Bezeichnungen wie Balkon- und Geranienerde, die gut geeignet sind. Man kann aber auch eine eigene Mischung zusammenstellen. Das Substrat sollte neben Schwarztorf auch Weißtorf sowie Tonbestandteile enthalten. Wer umweltfreundlichere Erde wünscht, kann auch hervorragend auf einen Torfersatz aus Kokosfasern zurückgreifen: das schont die Moore und sorgt für Arbeitsplätze in der Dritten Welt. Man sollte die Erde in den Balkonkästen jedes Jahr komplett erneuern.

Die Erde immer feucht halten

Nach dem Pflanzen wird erst einmal kräftig gewässert. Später sollte man die Erde immer mäßig feucht halten. Ideal sind Kästen mit einem doppelten Boden, darunter befindet sich ein Wasserreservoir. Trocknet die Erde zu stark aus, so wird das Wasser über einen Docht nach oben transportiert. Das ist zumindest eine Hilfe, um auch an heißen Sommertagen mal ein Wochenende wegfahren zu können. Alternativ kann man eine automatische Bewässerung mit Zeitschaltuhr anbringen oder mit den Nachbarn gegenseitige Balkondienste vereinbaren.

Standortgerechte Bepflanzung sorgt für kräftige, blühfreudige Pflanzen

Wenn im Pflanzsubstrat kein Langzeitdünger enthalten ist, sollte man mit der wöchentlichen Düngung beginnen, sobald die Erde gut durchwurzelt ist. Gut geeignet ist Spezialdünger für Balkonpflanzen. Das Risiko von Schädlingsbefall lässt sich verringern, wenn man standortgerechte, gesunde Pflanzen mit kräftigem Wurzelwerk auswählt.

Schon frühzeitig kann man ein gegen Schädlinge wirkendes Granulat einsetzen, das seine Wirkstoffe über mehrere Wochen abgibt. Sind die Schädlinge erst einmal da, lassen sie sich nur mehr schwer bekämpfen. Zudem leiden unter Schädlingsbekämpfungsmittel oft auch die Blüten. Achten Sie darauf, dass die verwendeten Mittel die Nützlinge wie Bienen, Schmetterlinge etc. schonen.

Pflanzen, die das ganze Jahr auf dem Balkon bleiben können:

Es gibt eine ganze Reihe Pflanzen, die auf dem Balkon überwintern können und im kommenden Jahr wieder austreiben. Dazu gehören: Bartblume, Säckelblume, Scheinhasel, Bergginster, Deutzie, Roseneibisch, Bauernhortensie, Johanniskraut, die Zuckerhutfichte, Brautspiere, Duftschneeball, verschiedene Rosensorten, und auch der Lavendel ist sehr schön und verträgt die meisten Winter.

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