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Bambus – der vielseitige Exot

Bambus erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Gartenbesitzern – kein Wunder, ist er doch eine besonders ansprechende Pflanze mit seinen schönen satten Grüntönen und zugleich pflegeleicht. Bambus stammt aus Asien, es hat dementsprechend einige Zeit gedauert, bis der Exot auch Eingang in die bundesdeutschen Gärten gefunden hat. Mittlerweile ist er aber kaum noch aus diesen wegzudenken.

Die Gestaltungsmöglichkeiten, die sich ergeben, wenn man Bambus in seinen Garten integriert sind vielfältig. Die zu der Familie der Gräser zählende Pflanze ist äußerst robust und lässt sich sowohl in Kübeln als auch in freie Erdflächen pflanzen. Bambus ist aber nicht gleich Bambus – die Sortenvielfalt ist enorm groß. So gibt es Arten, die nur wenige Zentimeter groß werden und solche die locker die 30 Meter Marke sprengen. In unseren Gärten stößt man zumeist auf Fargesia- und Phylostachys-Arten, die mit einer Höhe bis zu 10 Metern zu den mittelgroßen Bambusarten zählen.

Auch die Blattzeichnung der unterschiedlichen Bambusarten sorgt für Vielfalt: Hier gibt es die unterschiedlichsten Muster und Farben, etwa gelbrote oder grünlichweiße Längsstreifen.

Leichtes Spiel mit Fargesia

Bambus-Arten brauchen generell einen lockeren, wasserdurchlässigen Boden, damit sie gut gedeihen können. Das regelmäßige Gießen der Pflanzen ist Pflicht – auch im Winter, wenn der Boden nicht gefroren ist.

Fargesia-Arten werden dabei bei guter Pflege ungefähr 1,5 Meter breit und 2 bis 4 Meter hoch. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn man länger etwas von seinen Bambus-Pflanzen haben will. Fargesia-Arten sterben nämlich nach der Blüte ab. Man sollte dementsprechend auf Fargesia-Arten zurückgreifen, bei denen durch Zucht die Zeit bis Blüte herausgezögert wurde, wie etwa bei Fargesia murielae. Hier dauert es 80 bis 100 Jahre bis es zur Blüte kommt. Besondere Vorkehrungen wie etwa eine Rhizomsperre müssen nicht getroffen werden, wenn man sich für Fargesia entscheidet: Einmal eingepflanzt bleibt Fargesia, wo sie ist – ganz anders als die Art Phylosstachys.

Bambus

Bambus @iStockphoto/SZE FEI WONG

Phylosstachys – der Hartnäckige

Die Bambusart Phylosstachys bildet zahlreiche Ausläufer bzw. Ableger – sogenannte Rhizome. Die Hartnäckigkeit des Phylosstachys ist einerseits äußerst vorteilhaft: Sie können auch ohne viel Erfahrung diese Pflanze einfach und zielgerichtet vermehren. Falls sie es allerdings vermeiden möchten, dass ihr Garten zu einem kleinen Bambuswald heranwächst, sollten Sie unbedingt eine Rhizomsperre nutzen. Eine solche lässt sich einfach errichten, indem man eine 2 mm dicke PE-Folie in das Erdreich um die Wurzeln der Bambuspflanze einlässt. Die Enden der Folie müssen dann noch mithilfe einer Spezialschiene, die in jedem gut sortierten Garten-Center erhältlich ist, verschraubt werden, damit auch kein kleines Schlupfloch erhalten bleibt, durch das die Ableger sich im Erdreich ausbreiten können. Auf diese Weise lässt sich auf einfache Art auch Stress mit dem Nachbarn vermeiden, dieser wird nämlich bestimmt nicht begeistert sein, wenn sich der Bambus plötzlich auch in seinem Reich wild ausweitet. Entsprechend gerüstet, steht nicht mehr im Wege, sich an seiner neuen grünen Errungenschaft zu erfreuen.

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