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Bauchdeckenstraffung

Ein straffer Bauch ist der Traum vieler Frauen, doch Schwangerschaften, Hormonumstellungen in den Wechseljahren und eine große Gewichtsabnahme bringen die Elastizität der Muskulatur, des Bindegewebes und der Haut an ihre Grenzen. Die Folge sind oft unschöne Schwangerschaftsstreifen und überhängende Haut, eine so genannte Fettschürze. Wölben sich außerdem die Eingeweide vor und überdehnen die Bauchmuskeln bzw. drücken sie auseinander, entsteht ein Hängebauch.

Aber nicht nur für Frauen, sondern auch bei Männern, die viele Kilogramm abgenommen haben, kann eine Bauchstraffung sinnvoll sein, um die Haut und das Bindegewebe des Bauchs wieder annähernd in ihre Ursprungsform zurückzubringen. Häufig wird die Bauchdeckenstraffung auch in Kombination mit einer Fettabsaugung durchgeführt.

Frauen, bei denen die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist, sollten eine Bauchstraffung auf die Zeit nach der Schwangerschaft verschieben. Ansonsten könnte durch die Dehnung des Bauchs wieder erschlaffte Haut herunterhängen und die Narben sich verbreitern.

Bauchdeckenstraffung

Bauchdeckenstraffung @iStockphoto/kristian sekulic

Vorbereitung auf die Operation

Um einen deutlichen und dauerhaften Erfolg durch eine Bauchdeckenstraffung zu erreichen, sollten Sie spätestens drei Monate vor dem geplanten Eingriff mit einem leichten Fitnesstraining beginnen. Außerdem sollte eine maßvolle Diät eingehalten werden. Welche Diät Sie durchführen, sollten Sie am besten mit einem Arzt oder einem Ernährungsberater besprechen.

Wollen Sie die Bauchstraffung durchführen, weil sich bei Ihnen durch eine große Gewichtsabnahme eine Fettschürze gebildet hat, dann lassen Sie Ihren Bauch erst straffen, wenn Sie Ihr Zielgewicht erreicht haben und versuchen Sie dieses auch unbedingt zu halten. Große Schwankungen könnten den Erfolg der Eingriffs wieder rückgängig machen.

Durchführung

Eine Bauchstraffung wird in den meisten Fällen unter Vollnarkose durchgeführt. Bei der klassischen Bauchdeckenstraffung macht der Arzt einen wellenförmigen Schnitt oberhalb der Schamhaargrenze, der von einem Beckenkamm zum anderen reicht. Die genaue Schnittführung hängt unter anderem von den Wünschen des Patienten ab. Da bleibende Narben entstehen, sollen diese nach Möglichkeit so verlaufen, dass sie unter der Kleidung verschwinden.

Anschließend wird die Haut und das Unterhautfettgewebe nach oben hin bis zu den Rippenbögen von der Bauchdecke abgelöst. Der Bauchnabel wird umschnitten und herausgelöst. Im weiteren Verlauf der Operation verbleibt er an seiner ursprünglichen Stelle. Aufgrund zahlreicher Blutgefäße zwischen Bauchmuskulatur und Haut kommt es bei der Ablösung in der Regel zu Blutungen, die sorgfältig gestillt werden.

Als nächstes kontrolliert der Arzt die Bauchdecke. Zeigt die Bauchmuskulatur Schwächen oder Lücken, können die einzelnen Muskeln durch eine spezielle Technik wieder angenähert werden. Ansonsten würde sich der Bauch nach der Operation bei Muskelanspannung wieder nach vorne wölben.

Als letzter Schritt wird die Haut mit dem Unterhautfettgewebe wieder nach unten gezogen und gestrafft. Überschüssiges Gewebe wird mit Skalpell oder Schere abgeschnitten. Die Position des Nabels wird bestimmt und aus der Haut herausgeschnitten, damit dieser wieder eingenäht werden kann. Mit angewinkelten Beinen und in halbsitzender Position werden dann die Wundränder vernäht, zum Abfluss für Wundsekret und Blut zwei Drainagen gelegt und eine Kompressionsbandage, welche die Bauchmuskulatur schützt, angepasst.

Insgesamt dauert eine Bauchstraffung zwei bis drei Stunden. Danach müssen Sie noch drei bis vier Tage im Krankenhaus bleiben. Die Kompressionsbandage müssen Sie auch zu Hause noch für vier bis sechs Wochen tragen. Nach zwei Wochen können die Fäden gezogen werden. In den ersten drei Monaten sollten Sie auf Sport, Sauna und Sonnenbäder verzichten.

Bei einer gesunden Lebensweise hält die Bauchdeckenstraffung dauerhaft an. Sie sollten aber auf jeden Fall konsequent auf Ihr Gewicht achten und nicht zunehmen. Prinzipiell könnte der Eingriff zwar wiederholt werden, aber in diesem Fall steigen die Risiken für Wundheilungsstörungen enorm an.

Risiken

Eine Bauchdeckenstraffung zählt zu den belastendsten Schönheitsoperationen. Besonderes Risiko besteht aufgrund der großen Wundfläche für Wundinfektionen und Wundheilungsstörungen. Die Narben können gelegentlich dick und wulstig werden. Nach einer Bauchstraffung kann es zu Dellen und einer asymmetrischen Bauchkontur kommen.

Außerdem entstehen in seltenen Fällen Durchblutungsstörungen im Bereich des Bauchnabels. Daneben bestehen die allgemeinen Risiken einer Vollnarkose wie z.B. eine Thrombose. Infolge der Operation kann es zu Nachblutungen mit einem großen Blutverlust, Blutergüssen, Schwellungen und einem Taubheitsgefühl der Bauchhaut kommen.

Kosten

Die Kosten für eine Bauchdeckenstraffung liegen zwischen 3.000 und 5.500 Euro. Sie hängen von der Menge des zu entfernenden Gewebes ab. Außerdem steigen sie, wenn gleichzeitig der Sitz des Bauchnabels verlegt werden muss.

Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Bauchdeckenstraffung nicht, da es sich um eine rein ästhetische Operation handelt. Ausnahmen können eine extreme Gewichtsabnahme oder Hautschäden durch Schwitzen in den Hautfalten sein.

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