Skip to main content

Baufinanzierung

Wer Bauherr oder –herrin werden möchte, muss sich eines ganz besonders gut überlegen: die Baufinanzierung. Neben der Lage des Hauses und der Größe des Baugrundstückes ist dies das Wichtiges eines Hausbaus. Und die allererste Frage hierbei ist: Wie viel Geld kann mal selbst aufbringen, in Form von Spareinlagen, Einzahlungen in einen Bausparvertrag, vorhandenes Geld auf dem Tagesgeldkonto und vieles andere mehr. Ohne eigenes Kapital geht ein Bauvorhaben in den meisten Fällen innerhalb weniger Jahre, manchmal sogar schon während der Bauphase den Bach herunter. Denn die Rechnung ist ganz einfach: Je mehr Eigenkapital, desto weniger Geld muss ich zur Finanzierung aufnehmen, desto weniger Zinsen und Zinseszinsen muss ich zahlen, desto kürzer ist auch die Phase der Rückzahlung.

Und umgekehrt gilt natürlich auch die Rechnung, je weniger bis gar kein Eigenkapital, desto höher die Zinsen und Zinseszinsen, die ich für die Finanzierung zahlen muss. Die Laufzeit des aufgenommenen Darlehens dauert weitaus länger. Und die Gefahr einer Überschuldung ist um einiges höher, da Bauherren ohne oder mit nur geringem Eigenkapital die Gefahr laufen, viel zu hohe Kreditraten in den Kreditvertrag eintragen zu lassen, ohne die Gefahren des Alltags und des Lebens mit einzuplanen, was aber gerade bei einem langfristigen Kredit mehr als nur eine Nebensache ist.

Baufinanzierung

Baufinanzierung ©iStockphoto/Fotomatt_hh

Wer wirklich seinen Bau gut planen möchte, muss deshalb auch die Finanzierung des Baus gut durchdenken. Je mehr durchdacht, je besser geplant, je mehr eigenes Geld in den Bau gepumpt, desto eher hat man die Baufinanzierung in Form eines Darlehens getilgt und kann sich wirklich der Eigentümer seines gebauten Hauses nennen. Denn das ist etwas, was viele Bauherren leider nicht bedenken: In der Phase der Finanzierung und deren Tilgung gehört das Haus der Bank. Erst nach Abzahlung des Darlehens ist man auch rechtlich gesehen der Eigentümer des Massivhauses. Deswegen: Lieber ein Jahr oder zwei Jahre länger sparen, und dafür umso schneller die Freude am wirklich ganz eigenen Heim zu haben. Eine Messlatte dafür ist mindestens 10 Prozent eigenes Kapital, je mehr, je besser. Und je günstiger wird auch der Bau des Hauses im Nachhinein.

Und noch ein Tip am Rande: Nur für die wirklich zu machenden Arbeiten und die benötigten Bau- und Werkstoffe einen Kredit aufnehmen, mit einem kleinen zusätzlichen Betrag zu Sicherheit, falls doch etwas mehr kosten sollte als geplant. Aber auf keinen Fall die Baufinanzierung dazu benutzen, um andere Finanzierungslöcher des Alltags zu stopfen oder gar, um andere Kredite umzuschulden. Dadurch rennt man in das blanke finanzielle Verderben, und wird mit höchster Wahrscheinlichkeit im Alter nicht mehr der Eigentümer des Eigenheims sein, auf das man sich so sehr gefreut hatte.

Top Artikel in Finanzen