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Beziehung beenden – aber richtig!

Leider kommt in manch einer Beziehung der Punkt, an dem nichts mehr geht. In der Regel ist hierbei schon länger etwas im Busch: Spannungen haben zugenommen und die Beziehung ist für einen oder sogar für beide Partner nur noch eine Belastung. Ein Schlussstrich muss gezogen werden. Nur wie soll das funktionieren? Oftmals hat sich viel Wut, Enttäuschung oder aber auch Resignation eingeschlichen, was hinderlich sein kann, wenn man einen klaren aber dennoch fairen Schlussstrich ziehen möchte. Wut und Enttäuschung verleiten uns schnell dazu, unsachlich und verletzend zu werden, während Resignation oftmals dazu führt, dass der Schlussstrich nie wirklich gezogen wird, obwohl sich einer der Partner längst emotional aus der Beziehung verabschiedet hat. Beides wird dem Menschen, mit dem man ja immerhin auch schöne Tage und gute Zeiten verbracht hat, nicht gerecht. Es gilt also als derjenige, der die Trennung anstrebt, einen Weg zu finden, deutlich aber auch fair zu sagen, was los ist.

Zunächst einmal sollte man sich von dem Gedanken verabschieden, dass eine Trennung im Guten ablaufen kann, wenn der Partner noch an einem hängt. Dieser Gedankengang dient einzig und allein dazu, sich selbst zu beruhigen. Für den Verlassenen ist eine Trennung immer schmerzhaft, darüber sollte man sich keine Illusionen machen. Umso mehr muss man deshalb darauf achten, dass die Gründe, die aus dem eigenen Verständnis zur Trennung geführt haben, klar aber ohne Grausamkeit verständlich gemacht werden. Dieses geht nur in einem Gespräch unter vier Augen. Zwar ist die Situation für denjenigen, der die Trennung anstrebt, auch unangenehm, dennoch sollte man seinem (Ex-) Partner soviel Respekt entgegenbringen, für die Entscheidung Rede und Antwort zu stehen. Eine kurze unpersönliche SMS, aber auch ein unmotiviertes Telefonat verstärken nur den Schmerz des Verlassenen und führen dazu, dass weitere Spannungen entstehen, die eine saubere Trennung gefährden.

Beziehungsende

Beziehungsende @iStockphoto/mediaphotos

Sich einfach gar nicht mehr zu melden ist ebenfalls kein probates Mittel. Der Verlassene kann dieses Verhalten nicht nachvollziehen und ihm wird jede Chance genommen, seinen eigenen Gefühlen und Ansichten Ausdruck zu verleihen. Auch wenn der Entschluss des Trennungswilligen unumstößlich feststeht, kann dem Verlassenen geholfen werden, wenn er sich zu dem Verhältnis äußern kann.
Wenn die Entscheidung zur Trennung erst einmal gereift ist, sollte man mit seiner Einsicht nicht lange hinter den Berg halten. Würde man das tun, verlängert man nur die schmerzhafte Phase für beide Seiten – schließlich merkt auch derjenige, der verlassen werden soll, dass etwas nicht stimmt. Solange er nicht weiß, woran er ist, findet er keine Ruhe, sodass ein klarer Schlussstrich im Endeffekt für beide Seiten die bessere Lösung ist.

Ist eine Trennung bereits vollzogen, sollte man bei seiner Entscheidung bleiben, solange sich nicht grundsätzlich wider Erwarten etwas an den eigenen Gefühlen geändert hat. Sex mit dem Ex mag zwar ein vermeintlich unkompliziertes Vergnügen sein, fügt dem Verlassenen, wenn er an seinem Ex-Partner noch hängt, allerdings nur unnötige Schmerzen zu, da er sich neue Hoffungen macht. Man sollte somit zu seinen Entscheidungen stehen und sie immer klar, deutlich und fair artikulieren. Nur auf diese Weise ist gewährleistet, dass eine Trennung sauber und ohne unnötige Qualen vollzogen werden kann. Hiermit gibt man nicht nur sich selbst, sondern auch dem Partner die Chance, ein neues Glück zu finden, ohne dass Schmerz, Enttäuschung und Misstrauen die neue Partnerschaft dominieren.

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