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Bier – „Hopfen und Malz – Gott erhalts!“

Das Lieblingsgetränk der Deutschen ist und bleibt das Bier. Auch wenn es durchaus Regionen in Deutschland gibt, in denen die Tradition des Weinanbaus hochgehalten wird, Bier ist deutschlandweit der Renner, wenn es um alkoholische Getränke geht. Dabei ist Bier nicht nur das Männergetränk, für welches es immer gehalten wird, auch viele Frauen trinken gerne einmal ein erfrischendes Glas.

In der Bundesrepublik gibt es eine regelrechte Bierlandschaft: Im Norden liebt man ein frisches herbes Pils; im Westen streiten sich Düsseldorfer und Kölner, was besser schmeckt: Altbier oder Kölsch, im Osten wird gerne das ein oder andere Schwarzbier getrunken und Bayern ist komplett dem Genuss des Weizenbieres verfallen.

Wie man anhand der unterschiedlichen Biersorten und ihrer Verbreitung bereits vermuten kann ist das süffige Getränk eines, das Tradition aufweist. Aber nicht nur in Deutschland ist Bier seit Jahrhunderten ein beliebtes Getränk, schon die alten Ägypter verfügten über ein Getränk, das wohl der Urahne unseres heutigen Bieres war. Sie ließen Brot in Wasser gären – ein Getränk entstand, was heute bestimmt kaum jemand mehr probieren wollen würde, das vom Grundprinzip her aber dennoch Parallelen zu unserem Bier aufweist.

Aber wenden wir uns wieder dem zu, was wir heute in den prallgefüllten Getränkemärkten der Republik erstehen können. Wohl ein Jeder wird sich schon einmal die unterschiedlichen Biersorten angeschaut und gefragt haben, wie es dazu kommt, dass eine solche Vielfalt bei einem Getränk herrschen kann, das im Grunde einen einfachen Herstellungsprozess aufweist. Beginnt man mit einer grundliegenden Unterscheidung – nämlich der zwischen spontangärigem, untergärigem und obergärigem Bier – kann man bereits mehr Licht ins Dunkel bringen.

Bier

Bier @iStockphoto/Darren Hubley

Bier, das spontan gären soll, wird keine Hefe beigefügt. Sie gelangt auf natürlichem Wege durch die Luft in den Bottich. Ein Verfahren, das Zeit erfordert und in erster Line früher praktiziert wurde, als man noch nicht festgestellt hatte, dass es durch den gezielten Zusatz von Hefe schneller geht. Die Herstellung untergäriger Biere ist ebenfalls eine zeitintensivere Variante. Zwar wird hier gezielt Hefe zugegeben, nach der Gärung, die schonender abläuft, wird dem Bier allerdings noch einige Zeit gegeben, in der es nachreifen und seinen ganzen Geschmack entfalten kann. Bei obergärigen Bieren, die bei höheren Temperaturen zur Gärung gebracht werden, wird mehr Alkohol und oft auch ein fruchtiger Geschmack erzeugt. Die Begriffe unter- bzw. obergärig sind dadurch entstanden, dass man den Stand der Hefe nach der Gärung beschreiben wollte: Beim obergärigen Bier erscheint die Hefe an der Oberfläche des Bieres, bei untergärigen Biersorten sinkt die Hefe auf den Boden ab.

Es gibt nicht nur sehr viele unterschiedliche Biersorten, die einer der oben genannten Gärungsarten zuzuordnen sind, für jede Biersorte gibt es auch das passende Glas: Während das obergärige Kölsch aus sehr kleinen und schmalen Gläser getrunken wird, schmeckt ein ebenfalls obergäriges Weizen nur aus einem großen geschwungenen Glaskelch. Pils präsentiert sich klassisch in einem bauchigen Glas mit Stiel und untergäriges Exportbier in einem dicken Glaskrug.

Mittlerweile wird Bier auch gerne in Form von Mixgetränken getrunken. Dabei sind der Fantasie der Produzenten offenbar kaum Grenzen gesetzt: Dragonfruit, Grapefruit und sogar Apfelsaft sollen für neue Geschmackserlebnisse sorgen. Einen gewaltigen Vorteil haben Biermixgetränke allemal: Sie enthalten weniger Alkohol als pures Bier. Kritisiert wird allerdings oftmals, dass bereits Jugendliche durch den süßen und weniger herben Geschmack zum Trinken von Alkohol animiert werden. Wer gänzlich auf den Alkohol verzichten möchte, dem bleibt der Griff zum alkoholfreien Bier – Spuren von Alkohol sind zwar auch hier enthalten, die erreichten Konzentrationen kommen allerdings schon in manchen einen Fruchtsaft vor und sind mit ruhigem Gewissen zu unterschlagen.

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