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Blitzblank mit alten Hausmitteln

Kaum kündigt sich das Frühjahr wieder an, erwachen viele Haushalte zu einer hektischen Betriebsamkeit. Überall werden die Putzschränke auf den Kopf gestellt und alle Utensilien des Selbigen müssen vor dem Besitzer paradieren. Grund ist das sich jedes Jahr wiederholende Ritual des Frühjahrsputzes. Denn was in der kalten Jahreszeit zu kurz gekommen ist, muss mit den ersten Sonnenstrahlen nachgeholt werden. Es werden jetzt wieder Fenster geputzt und endlich das Bad oder die Möbel einer Frischekur unterzogen.

Dabei greifen leider immer noch viele Haushalte zu billigen Putzmitteln, die im wahrsten Sinne des Wortes echte Chemiebomben sind. Aber in den letzten Jahren hat sich bereits einiges verändert: Neben umweltbewussten Haushalten, die zunehmend Tipps aus Großmutters Zeiten wieder salonfähig machen, hat sich auch die Industrie auf den Nutzen alter Hausmittel eingestellt und produziert inzwischen umweltverträgliche Putzmittel. Aber selbst wenn es sich um ökologisch unbedenklichere Konzentrate und Reiniger handelt, Chemie bleibt Chemie und gehört eigentlich nicht in die Umwelt. Wer sich jetzt dazu entschließt, doch einmal den Frühjahrsputz mit anderen Hilfsmitteln aus dem Haushalt zu probieren. Hier ein paar Tipps, wie es funktionieren kann.

Putzen

Putzen @iStockphoto/kzenon

Was wird wie geputzt?

Ablagerungen im Backofen

Haben sich im Backofen wieder hartnäckige Ablagerung von belegtem Toast oder Pizza gebildet? Wenn ja, dann helfen Wasser, Scheuermilch und eine Bürste. Zuerst werden die Verkrustungen eingeweicht und anschließend mit Scheuermilch und Bürste endgültig entfernt. Aber Achtung, nicht jeder Backofen verträgt eine solche Behandlung. Speziell neuere Modelle verfügen über eine besondere Beschichtung und sollten deshalb besonders pfleglich behandelt werden. Ein kurzer Blick in die Reinigungshinweise des Herstellers informiert darüber, was man beim Putzen unterlassen sollte.

Pflegetipps für Möbel

Wie pflegt man am besten Möbel? Anstatt ständig zu teurer Politur zu greifen, reicht ein trockenes Tuch. Und soll es etwas gründlicher werden, so empfiehlt sich die Kombination aus Wasser und einem milden Reinigungsmittel. Auf keinen Fall darf hier aber zu feucht gewischt werden, denn sonst drohen hässliche Wasserflecken – und diese ruinieren den schönsten Schrank. Solange es sich um unlackierte Einrichtungsgegenstände handelt, kann von Zeit zu Zeit etwas Öl nicht schaden.

Schimmel in der Nasszelle

Schimmelpilze sind nicht nur unschön und lästig, sondern können auch gesundheitsschädlich sein. Was in den übrigen Räumen der Wohnung nicht geduldet wird und sofort Bestürzung auslöst, fristet im Bad manchmal ein wochenlanges Dasein. Dabei kann die Entfernung von Schimmelpilzen mit etwas Backpulver und einer Bürste ganz einfach sein. Bei der Gelegenheit lohnt sich auch gleich der Griff zur Essigflasche, denn damit lassen sich ganz unkompliziert Kalkflecken beseitigen.

Streifenfreier Glanz

Fensterputzen hat in Männerhaushalten Seltenheitswert. Dabei lässt sich auch ohne teure Putzmittel ein streifenfreier Glanz erzielen. Einfach etwas Essig oder Spiritus (findet sich in fast jedem Haushalt beim Grillzubehör) mit etwas Wasser mischen und fertig ist der umweltverträgliche Glasreiniger. Und um beim Fensterputzen nicht einen ganzen Eimer auf der Scheibe verteilen zu müssen, empfiehlt sich das Umfüllen in eine herkömmliche Sprühflasche. Allerdings sollte man dann ein Beschriften nicht vergessen. Sonst geht schnell der Überblick im Putzschrank verloren.

Kinder und Putzmittel

In Single-Haushalten ist die Sicherheit der Putzmittel natürlich kein großes Thema. Bei Familien sieht dass natürlich schon ganz anders aus: Um die Gesundheit des Nachwuchses zu schützen, empfiehlt sich deshalb ein sicheres Unterbringen aller Reinigungsmittel. Dafür ist entweder ein Regal ratsam oder ein abschließbarer Schrank. Spezielle Vorsichtsmaßnahmen sind bei sehr sauren oder basischen Produkten angebracht, welche auch die Gesundheit der Erwachsenen schädigen können. Und noch ein Tipp für alle, die ihre Reinigungsmittel selbst herstellen: Ein Abfüllen in unbeschriftete Flaschen ist tabu, denn ein falscher Griff kann hier die Gesundheit kosten.

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