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Brustvergrößerung

Viele Frauen leiden unter einer scheinbar zu kleinen Brust, fühlen sich nicht weiblich genug. Nicht umsonst ist die Brustvergrößerung nach der Fettabsaugung die zweithäufigste Schönheitsoperation in Deutschland. Auch bei einer schlaffen Brust nach dem Stillen oder ungleich großen Brüsten kann mit dem Einsetzen eines Implantats geholfen werden.

Kaum eine andere Operation kann einer Frau in solch einer Weise Selbstbewusstsein geben. Egal in welchem Alter die Brustvergrößerung durchgeführt wird: Frauen fühlen sich danach weiblicher, attraktiver und begehrter. Die stabilisierte Psyche kann, auch wenn die Brustvergrößerung minimal ist und von der Außenwelt kaum wahrgenommen wird, neue Kraft und Aufwind im Privat- und Berufsleben geben.

Grundsätzlich kann jede Brust vergrößert werden. Wichtig ist dabei nur, dass die Brust danach immer noch zu den Proportionen des Körpers passt. Eine Brustvergrößerung kann sowohl vor als auch nach einer Schwangerschaft durchgeführt werden. Die Stillfähigkeit bleibt in der Regel erhalten.

Brustvergrößerung

Brustvergrößerung @iStockphoto/CandyBox Images

Vorbereitung auf die Operation

Manche Ärzte empfehlen, vor einer Brustvergrößerung eine Mammographie durchführen zu lassen. Klären Sie dieses vorab mit Ihrem behandelnden Arzt ab. Raucher sollten zwei Wochen vor dem Eingriff den Zigarettenkonsum stark reduzieren bzw. ganz aufhören, um das Risiko für Wundheilungsstörungen zu senken. Wenn der Eingriff von der Achselhöhle aus durchgeführt wird, müssen die Achselhaare vor der Operation abrasiert werden.

Durchführung

Eine Brustvergrößerung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Bei der Schnittführung gibt es drei verschiedene Möglichkeiten: von der Achselhöhle, von der Brustwarze oder von der Brustfalte aus. Welche Methode angewandt wird, entscheidet sich anhand der Anatomie der Frau und nach ihren Wünschen bezüglich der Sichtbarkeit von Narben. Implantate können sich zwar in Form und Qualität unterscheiden, haben aber alle eine Silikonhülle und sind gefüllt mit Silikongel oder Kochsalzlösung.

Beim Zugang von der Achselhöhle wird parallel zu den Hautfalten ein drei bis fünf Zentimeter langer Schnitt geführt. Narben im Brustbereich sind danach nicht sichtbar. Durch Spreizen mit Scheren, Schieben mit dem Finger und Vorschieben von Instrumenten wird eine Tasche für das Implantat gebildet. Eine direkte Sicht ist bei der Operation von der Achselhöhle aus nicht möglich.

Beim Zugang von der Brustwarze aus wird ein Schnitt rund um die Brustwarze von drei Uhr bis neun Uhr geführt. Die Implantattasche wird über die Brustdrüse gebildet und das Implantat auch über diese eingeführt. Die Narben verheilen fein und sind kaum sichtbar.

Bei der dritten Zugangsmöglichkeit von der Brustumschlagfalte aus wird ein drei bis fünf Zentimeter langer Schnitt in der Umschlagfalte der Brust geführt. Von dort wird die Implantattasche gebildet und das Implantat eingeführt. Bei dieser Methode ist jede Implantatgröße möglich. Hat die Brust anschließend eine ausreichende Größe, verdeckt sie die Narbe.

Ein Implantat kann über oder unter dem Brustmuskel eingeführt werden. Die Lage hängt hauptsächlich von ästhetischen Gründen ab. Bei sehr schlanken Frauen mit wenig Gewebe sollte das Implantat unter dem Muskel liegen.

Direkt nach der Brustvergrößerung, die eine bis zwei Stunden dauert, wird ein Kompressions-BH angepasst und eine Drainage gelegt. Nach einem Tag kann diese wieder entfernt werden und Sie können das Krankenhaus verlassen. Die Fäden werden nach einer Woche entfernt, der Kompressions-BH sollte noch einen Monat getragen werden. Sport und Sauna sollten Sie noch sechs Wochen lang vermeiden und verzichten Sie für drei Monate auf Sonnenbäder.

Moderne Implantate können ca. 15 Jahre im Körper verbleiben, bis sie ausgetauscht werden sollten. Zwar kann im Rahmen des Alterungsprozess die Brust schlaffer werden und das Implantat mit absinken, generell ist eine Brustvergrößerung aber dauerhaft. Als eine der wenigen Schönheitsoperationen kann Sie außerdem wieder rückgängig gemacht werden.

Risiken

Risiken bestehen bei einer Brustvergrößerung hauptsächlich aufgrund des Implantats. Wie jedes andere nicht biologische Material wird dieses vom Körper als fremd erkannt und von einer Bindegewebsschicht umhüllt. Wird diese stärker oder schrumpft, spricht man von einer Kapselverhärtung oder Kapselfibrose. Das Risiko für diese liegt je nach Materialart des Implantats bei drei bis fünf Prozent. Eine Kapselverhärtung kann eine Korrekturoperation notwendig machen.

In manchen Fällen kann es zu Gefühlsstörungen der Brustwarze kommen oder das Implantat sich nachträglich verschieben oder verformen. Bei einem Eingriff von der Brustwarze aus kann die Stillfähigkeit beeinträchtigt werden. Allgemeine Operationsrisiken wie Gewebeverletzungen, Infektionen oder Nervenschädigungen treten nur selten auf.

Kosten

Die Kosten für eine Brustvergrößerung liegen, je nach Größe des Eingriffs, zwischen 4.500 und 6.000 Euro. Da es sich bei der Brustvergrößerung um einen ästhetischen Eingriff handelt, werden die Kosten in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. Eine Ausnahme ist der plastische Wiederaufbau nach einer Brustkrebsoperation oder extremer psychischer Druck durch sehr unterschiedlich große Brüste.

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