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Cola – aus der Apotheke in die Bars der Welt

Die dunkle Limonade hat sich in den Bars und Getränkemärkten der Welt einen ganz eigenen Platz gesichert: Unzählige Varianten des Getränks von verschiedenen Herstellern kämpfen auf dem Weltmarkt um die Vorherrschaft und jede für sich besitzt eine ganz eigene Rezeptur, die mit Argusaugen behütet wird. Cola wurde jedoch ursprünglich nicht für den erfrischenden Genuss, sondern als energiespendendes Tonikum konzipiert. Der Zufall wollte es jedoch anders und so gehört die Cola heute in weitestgehend jeden Getränkeschrank. Ob pur, ob gemischt oder für raffinierte Cocktails bleibt dabei ganz dem Trinkenden überlassen.

Kolanuss und Kokablätter

Erfunden wurde die Cola vom Apotheker John Stith Pemberton im Jahr 1886. Er wollte ein aufmunterndes Tonikum auf den Markt bringen und setzte dies unter dem Namen „ Coca-Cola “ um. Durch die amerikanische Prohibition (Alkoholverbot) verbreitete sich das Getränk schnell als Alternative zu alkoholischen Getränken. Enthalten waren in der ursprünglichen Rezeptur neben Wasser, Zucker und Zitronensäure auch die Blätter verschiedener Rotholzarten, diverse Kräuter wie Damiana, Extrakte der Kolanuss sowie Blätter des Koka-Strauchs. Als die Forschung die Gefahr des Kokains erkannte, stellte man die Rezeptur um.

Heute enthalten die verschiedenen Cola-Arten neben der Kolanuss unterschiedliche Ölmischungen aus Zimt, Nelke, Zitrone, bisweilen auch Lavendel, Ysop, Muskatnuss oder Koriander. Auch Mazisblüten und Limettenöl werden als mögliche Inhaltsstoffe genannt. Die Farbgebung wird durch eine dunkle Zuckerkulör herbeigeführt, wobei auch klare Varianten bekannt, jedoch wenig verbreitet sind. Die ursprünglich genutzten Kokablätter wurden gegen Sorten ohne Kokain umgestellt.

Cola

Cola @iStockphoto/Liv Friis-Larsen

Cola ist nicht gleich Cola

Grundlegend besteht also auch die Cola aus natürlichen Inhaltsstoffen. Die genauen Rezepturen halten die Hersteller strikt geheim. Und die Hersteller sind inzwischen in großer Zahl vertreten: Neben dem Großkonzern „Coca-Cola Company“ aus Atlanta, der aus dem Verkauf der Marke durch John Stith Pemberton entstand, haben sich die Marken wie Pepsi (USA), Afri-Cola (Deutschland), Club Cola (DDR), Mekka-Cola (Frankreich), Inca Cola (Peru) und viele weitere mehr oder weniger erfolgreich auf dem Markt etabliert. Ein freies Rezept für die eigene Herstellung ohne Lizenzen wird unter „Open-Cola“ vermarktet. Der größte Cola-Marke bleibt jedoch bis in die heutige Zeit die Urmarke „Coca-Cola“.

Durch die jeweiligen Rezepturen und die regional schwankenden Rohstoffqualitäten und -arten kann es dabei jedoch zu unterschiedlichen Geschmäckern selbst innerhalb der gleichen Herstellermarke kommen. Während man in Europa vorrangig Rübenzucker für die Herstellung verwendet, ist in Asien der Rohrzucker das bevorzugte Süßungsmittel. In Amerika hingegen wird häufig Mais-Sirup für die Herstellung von Cola verwendet.

American Way of Life

Wie wohl kein anderes Getränk verkörpert die dunkle Brause den Amerikanischen Traum, das Lebensgefühl von Energie, Erfolg und Freiheit. Tatsächlich ist das Getränk auch in der heutigen Zeit noch wirkungsvoll belebend, was wohl vor allem auf seinen Koffeingehalt zurückzuführen ist. Gerüchte, das Getränk könne Fleisch, rostige Nägel und gar Zähne auflösen sind jedoch differenziert zu betrachten.

Viel interessanter ist es da wohl, die vielfältigen Varianten auszuprobieren, welche die Kultbrause bietet. Neben den vielen verschiedenen Marken bieten auch besondere Varianten mit Zitronen-, Kirsch- oder Orangengeschmack erfrischende Genüsse. Alternativ kann Cola auch mit alkoholischen Getränken zu Cocktails gemischt werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig und dürften entsprechend für jeden Genießer etwas zu bieten haben.

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