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Das Besondere am Biowein

Rund 350 Winzer in Deutschland betreiben ökologischen Weinbau auf rund 2.000 Hektar Rebfläche. Dies entspricht lediglich 2 % der gesamten Weinanbauflächen in Deutschland, jedoch mit steigender Tendenz.

Anders als traditionelle Winzer arbeiten Biowinzer ohne den Einsatz mineralischer Dünger und chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel. Auch Gentechnologie wird abgelehnt, um dem ökologischen Weinberg die gesunden Böden zu erhalten. Stattdessen setzt man auf den Wildwuchs von Gräsern und Kräutern zwischen den Reben, welche Stickstoff aus der Luft binden und die Weinschädlinge durch die Förderung der natürlichen Feinde abwehren. Schlehen und Liguster in den Weinbergen bieten Insekten, Eidechsen und Vögeln einen natürlichen Lebensraum im Einklang mit der Arbeit des Winzers, der lediglich mit natürlichen Mitteln gegen Pilze und spezielle Schädlinge vorgehen muss.

Die naturnahe Herstellung unterstützt bei den Bioweinen mehr noch als bei anderen Weinsorten die reine Aromaentwicklung durch Standort und Klima.

Qualität in Bio und Öko

Durch die EG-Öko-Verordnung 2092/91 sind die Bezeichnungen „Bio“ und „Öko“ rechtlich geschützt und dürfen nur unter den Auflagen der Verordnung und entsprechender Prüfung verwendet werden. Bioweine werden mit dem Zusatz „Weine aus Trauben aus ökologischen Anbau“ gekennzeichnet und sind an den offiziellen Biosiegeln erkennbar, beispielsweise den Logos ökologischer Anbauverbände (z.B. Naturland, Bioland, demeter oder Ecovin) oder dem sechseckigen EU-Biosiegel. Bei der Beurteilung der Weine stellt sich regelmäßig eine überdurchschnittliche Qualität heraus. Der Anteil an Prädikatsweinen ist unter den Weinen der Biowinzer überproportional hoch und wird durch die Vielfalt der angebotenen Rebsorten gut ergänzt.

Biowein

Biowein @iStockphoto/Valentyn Volkov

Rebsortenvielfalt im Biowein-Angebot

Durch die immer weiter steigende Nachfrage nach Bioweinen haben sich bereits zahlreiche Rebsorten ihren Weg in die Biowinzerhöfe gebahnt. Unter den deutschen Bioweinen fällt vor allem der Riesling unter den Weißweinen durch Geschmack und Qualität auf, der Spätburgunder bei den Rotweinen. Silvaner, Weiß- und Grauburgunder holen jedoch unter den Weißweinen ebenso auf wie Dornfelder, Lemberger und St. Laurent bei den Rotweinen. Neue Sorten wie Bronner (Grauburgunder) oder Regent (Rotwein) gehören zu den neuen, pilzresistenten Weinsorten, die aus dem biologischen Weinanbau unbedingt probiert werden sollten.

Schon längst sind Bioweine nicht mehr nur in Naturkostläden und bei den Biowinzern erhältlich. Auch der Weinfachhandel und Supermärkte haben zahlreiche Bioweine in ihren Sortimenten. Dennoch sollte man sich, wenn möglich, den Besuch beim Biowinzer nicht entgehen lassen, da hierbei die Weinprobe und das Ambiente in der Regel maßgeblich zum Weingenuss beitragen kann – in Maßen genossen wohlgemerkt, damit ein Zuviel des Guten den Genuss nicht trübt.

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