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Das gesunde Pausenbrot

Jeden Morgen bietet sich in vielen Haushalten das gleiche Bild: Der Nachwuchs sitzt nur widerwillig am Frühstückstisch und beschäftigt sich lieber mit seiner Umgebung, statt sich aufs Essen zu konzentrieren. Dabei spielt die Versorgung mit Nährstoffen und Vitaminen gerade bei Kindern eine besonders große Rolle. Denn anders als ein Erwachsener befinden sich Klein- und Schulkinder noch in ihrer Entwicklung. Diese Tatsache erfordert eine ausgewogene Ernährung, welche die gesamte Palette möglicher Nährstoffe enthält und zusätzlich ausreichend Energie für den Alltag liefert. Sobald die verbrauchten Reserven nach einer langen Nacht nicht wieder aufgefüllt werden, macht sich dieser Mangel im Verhalten der Kinder bemerkbar, sie leiden unter Konzentrationsschwächen, wirken nervös und werden in ihrer Individualentwicklung gehemmt.

Aus diesem Grund sollten Eltern bereits beim Frühstück darauf achten, dass der Nachwuchs nicht mit leerem Magen aus dem Haus geht. Eine Portion Müsli sorgt mit Ballaststoffen, Kohlenhydraten und Mineralstoffen für den passenden Start in einen neuen Tag. Ein weiterer wichtiger Bestandteil im Alltag der Kinder ist das Pausenbrot.

Was macht ein Pausenbrot gesund?

Schokoriegel, Cracker und zuckerhaltige Limonaden sind in den vergangenen Jahren immer stärker zum Bestandteil des Pausenbrots geworden. Aber was gut schmeckt, muss noch lange nicht gesund sein. Eine wichtige Säule in der Ernährung sind die Kohlenhydrate, wie sie etwa in Getreideprodukten vorkommen. Im Gegensatz zu zuckerhaltigen Nahrungsmitteln, die auf der einen Seite die Zähne angreifen und zum anderen lediglich über einen kurzen Zeitraum den Körper mit Energie versorgen, bleiben die Kohlenhydrate über einen bedeutend längeren Zeitraum im Verdauungstrakt. Dadurch sind Magen und Darm über Stunden beschäftigt und werden auf Trab gehalten. Zusätzlich ist mit einem kohlenhydratreichen Pausenbrot der Energiebedarf über mehrere Stunden gedeckt. Wer sein eigenes Frühstücksbrot herstellt, erweist der Gesundheit seiner Kinder einen besonderen Gefallen, wenn auf künstliche Kristallzucker verzichtet wird.

Ein weiterer Baustein sind Mineralstoffe wie etwa Kalzium, Natrium und Magnesium. Diese sind besonders für den Aufbau und die Entwicklung der Knochen wichtig. Zusammen mit Vitaminen und Eiweißen sind Mineralstoffe an einer funktionierenden Reizleitung und dem Aufbau von Enzymen beteiligt, die bekanntlich den gesamten menschlichen Stoffwechsel steuern. Aufgrund dieser Tatsache gehört auf ein Pausenbrot ein Belag, der ruhig aus einer Mischung zwischen verschiedenen Käse- und Wurstsorten bestehen kann. Eine sinnvolle Ergänzung sind Milchprodukte in Form eines Fruchtjoghurts. Pudding und süße Quarkspeisen sollten dagegen nur in Ausnahmefällen gereicht werden. Um den Vitaminbedarf zu decken, empfiehlt sich frisches Obst, etwa Äpfel, Birnen oder Bananen. Natürlich darf ein Getränk nicht fehlen, welches aber nach Möglichkeit keinen oder nur wenig Zucker enthalten sollte.

Pausenbrot

Pausenbrot @iStockphoto/Catherine Jones

Süßigkeiten

Süßigkeiten und kleine Leckereien stehen nicht nur bei Kindern hoch im Kurs. Aber trotz dem vorderen Platz auf der Beliebtheitsskala haben Schokoriegel in einem gesunden Pausenbrot als Hauptbestandteil nichts zu suchen. Sie enthalten neben Zucker auch Fette und zu wenig Vitamine oder Mineralstoffe. Diese Kombination wirkt sich nachteilig auf die Zähne und den allgemeinen Stoffwechsel aus. Um den Vorlieben der Kinder entgegenzukommen und einen Kompromiss zu finden, können kleine Riegel als Ergänzung zu einem Apfel zum Pausenbrot gelegt werden.

Was macht das Pausenbrot dauerhaft lecker?

Um auch den Nachwuchs für die gesunde Kost dauerhaft begeistern zu können, empfiehlt sich ein ständiger Wechsel der Zutaten. Neben neuen Brotsorten lohnt sich auch eine andere Wurst- oder Käsesorte. Gemüse in Scheiben geschnitten kann als zusätzlicher Belag ein Pausenbrot noch leckerer machen. An dieser Stelle ist vor allem die Phantasie der Eltern gefragt. Natürlich sollte das Kind auch mit entscheiden dürfen, was aufs Brot kommt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt eines abwechslungsreich gestalteten Pausenbrotes ist die Förderung des Geschmackssinnes.

Was für den immer gleichen Belag gilt, sollte natürlich ebenfalls beim Aussehen des Pausenbrotes gelten. Auch hier ist Abwechslung gefragt: Statt immer nur die gleichen Brotscheiben zu benutzen sorgen kleine Sandwiches für den notwendigen Pfiff. Und je kleiner die Kinder, umso „mundgerechter“ sollte natürlich auch das Pausenbrot ausfallen. Wer seinen Nachwuchs überraschen will, legt zum Pausenbrot kleine Leckereien bei. Schließlich hat ein kleines Stück Schokolade oder ein Keks zum Frühstück noch nie geschadet. Oder wie wäre es mit Erdbeeren und einem Stück Melone. Das schmeckt nicht nur lecker, sondern ist gesund – und die Leckereien sorgen immer wieder für eine freudige Überraschung.

Ein leckeres Pausenbrot zu gestalten muss nicht nur die Aufgabe der Eltern sein. Werden die Kinder daran beteiligt und dürfen die Zutaten mit auswählen, schmeckt das Brot gleich bedeutend besser. Und auch aus pädagogischer Sicht ist die Mitbestimmung sinnvoll, da der Nachwuchs auf diese Weise lernt, was zu den gesunden Zutaten im Leben gehört und womit eher maßvoll umgegangen werden sollte. Das Pausenbrot mitzugestalten heißt am Ende sogar lernen fürs Leben.

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