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Fit im Alter – Pflanzliche Wirkstoffe aus Asien

Es ist schon erstaunlich – fast alle Asiaten bleiben bis ins hohe Alter körperlich und geistig hoch leistungsfähig. Sie trotzen Zivilisationskrankheiten besser als andere Nationalitäten und scheinen unanfälliger für Stress. Wie machen die das nur? Wissenschaftler vermuten den Schlüssel zum Geheimnis in der Ernährung.

Öle und Gewürze

Die asiatische Küche wird dominiert von aromatischen Ölen und Würzmitteln. Perillaöl beispielsweise steht in dem Ruf, die Blutfettwerte zu senken, das Herz-Kreislauf-System zu schützen und Herzinfarkten vorzubeugen. Das Öl wird aus den samen der Perillapflanze gewonnen und sehr gern verwendet.

Reiskeimöl ist als traditionelles Schönheitsmittel bekannt. Das enthaltene Vitamin E ist angeblich die Ursache für die zarte Haut der asiatischen Frauen. Zimt gilt auch in unseren Breiten als appetitanregend, verdauungsfördernd und stimmungsaufhellend. Gerade die aryuvedische Medizin wendet Zimtöl häufig bei Wechseljahrsbeschwerden an. Ingwer wird ein recht breites Wirkspektrum zugeschrieben. Die enthaltene Schärfe sowie Öle wirken positiv auf den Stoffwechsel. Auch der Kreislauf kommt nach Ingwerkonsum auf Touren, die Durchblutung verbessert sich. Als Tee hilft Ingwer bei Reisekrankheit. Die Gelbwurzel als Hauptbestandteil von Curry reguliert die Fettverdauung. Die Curcuminoide regen die Eiweißbildung an, schützen Gehirn- und Nervenzellen und erleichtern die Stressbewältigung.

Ingwer

Ingwer @iStockphoto/Anton Ignatenco

Soja, Tee und Obst

Soja ist äußerst vielfältig in Anwendung und Wirkung. Besonders bedeutsam ist seine Funktion als Eiweißlieferant, Allergiker schätzen es als Alternative zu Kuhmilch. Zudem enthält Soja pflanzliche Hormone, die dem Östrogen ähneln. Herz und Gefäße werden vor Ablagerungen und Verkalkung geschützt, das Gehirn ist leistungsfähiger. Der Cholesterinspiegel wird ebenfalls ausgeglichen, Wechseljahrsbeschwerden werden gemildert.

Grüner Tee gilt in weiten Teilen Asiens schon fast als Nationalgetränk. Er löscht nicht nur den Durst, sondern neutralisiert auch freie Radikale, die zellschädigend wirken. Die Chinesen trinken ihn zum Schutz gegen Viren, Krebs sowie Herz- und Kreislaufbeschwerden. Daneben zelebrieren viele die Teezeremonie als meditativen, kräftigenden Akt.
Besonders in Ostasien wird die Schisandrafrucht als universelles Stärkungsmittel geschätzt. Sie wird schon seit über 2000 Jahren dort angebaut und ist fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie soll die Abwehr allgemein stärken, aber auch die Leber schützen und deren Funktionalität erhöhen. Zudem beschert sie dem Nutzer einen angenehmen Geschmack, der stimmungsaufhellend wirkt.

Ein bisschen asiatischer leben – für die Gesundheit

Der Durchschnittseuropäer wird seinen Lebensstil kaum vollkommen in die asiatische Richtung umkrempeln können und wollen. Dennoch kann es sicher nicht schaden, sich ein paar Kleinigkeiten abzuschauen. Den Dingen manchmal ihren Lauf lassen, feste Entspannungsrituale etablieren, etwas mehr auf ruhige, gesunde Mahlzeiten achten, die Kräfte der Natur und vielleicht den ein oder anderen Wirkstoff für sich nutzen – das kann eigentlich jeder.

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