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Der Energieausweis im Fokus der Öffentlichkeit

Wie nicht anders zu erwarten, regt sich in der öffentlichen Meinung Kritik gegenüber der deutschen Ausgabe des Energieausweises. Was immer wieder für Verstimmung bei den Gegnern sorgt ist die mangelnde Transparenz des Energieausweises. Schließlich ist eine gehörige Portion Fachwissen notwendig, um die Daten und Angaben auf dem Energieausweis lesen und bewerten zu können. Und die breite Masse der Bevölkerung verfügt sicher nicht über diesen hohen Kenntnisstand. Zusätzlich zur Komplexität kommen einige inhaltliche Mängel. Zum Beispiel wird als räumliche Bezugsgröße nicht die tatsächliche Wohnfläche, sondern der gesamte nutzbare Raum herangezogen. Gerade Mietshäuser kommen hier natürlich schlechter weg, da Treppen und Flure in der Regel zwar nicht beheizt werden, aber über den Energieausweis in die Energiebilanz mit ein fliesen.

Natürlich stößt dieses Vorgehen der Bundesregierung vielen Hausbesitzern sauer auf. Daneben steht für viele Kritiker die mangelnde Vergleichsfunktion immer wieder auf dem Prüfstand. Der Verbraucher kann mit Hilfe des Energieausweises nur sehr unzureichend Rückschlüsse auf den tatsächlichen Energieverbrauch ziehen, was aber für die meisten Bauherren von großem Interesse wäre. Desweiteren ist ein Teil der Parameter, mit denen die Daten des Energieausweises erhoben werden, so ungenau, dass sie sogar bei ein und demselben Gebäude immer wieder voneinander abweichen können.

Energieausweis

Energieausweis ©iStockphoto/gopixa

Und damit nicht genug. Selbst Umweltschützer haben schon Kritik geübt. Ihnen gehen die Regelung nicht weit genug. Denn alle Eigentümer einer Immobilie, die nicht vorhaben, sie baulich zu erweitern, zu verkaufen oder neu vermieten wollen, kommen um den Energieausweis herum. Wie man sieht, hagelt es von verschiedenen Seiten Kritik. Aber es werden auch andere Stimmen laut, welche die Einführung begrüßen und sich hinter die Entscheidung der Politik stellen.

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