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Der Kürbis – Farbenfrohe Beerenfrucht

Egal, ob von den eigenen Kochgewohnheiten oder zumindest aus der angelsächsischen Kultur, in der alljährlich Halloween gefeiert wird, jeder kennt die bunten Früchte.

Doch Kürbis ist nicht gleich Kürbis, denn die Kürbisfamilie ist groß: Insgesamt gibt über 800 Sorten. Die Farben- und Formenpracht ist dabei enorm: Orange, Gelb, Grün und Weiß sind die Farben, die am häufigsten vorkommen. Hinzu kommen unterschiedliche Musterungen und Schattierungen, die den runden, ovalen und länglichen Kürbissen ein ganz besonderes Äußeres verleihen. Viele Früchte, die wir im ersten Gedankengang gar nicht mit Kürbissen verbinden würden, sind mit Kürbissen verwandt: Zu nennen sind hier in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Salatgurke, die Honigmelone und die Zucchini. Bei der Zucchini ist die Ähnlichkeit noch am besten zu erkennen – zumal wenn man Italienisch spricht: „zuccha“ ist nämlich das italienische Wort für Kürbis.

Abgesehen von den uns wohlvertrauten Salatgurken, Honigmelonen und Zucchini bieten aber auch die Früchte, die wir klassischerweise mit dem Begriff Kürbis bezeichnen, zahlreiche Verwendungszwecke in der Küche. Etwas ganz besonderes ist dabei das dunkelgrüne und intensiv schmeckende Kürbiskernöl, welches traditionell in Österreich hergestellt wird. Es hat einen unnachahmlichen Geschmack und verfeinert Salate aller Art mit seiner besonderen Note. Probieren Sie ruhig auch mal kräftigere Salate mit einem Schuss des guten Öls – etwa einen zusätzlich mit Essig und Speck abgeschmeckten Kartoffelsalat oder einen mit Zwiebelringen verfeinerten Linsensalat.

Ein wahrer Klassiker wenn es um das Kochen mit Kürbissen geht ist natürlich die Kürbissuppe. Für eine leicht asiatisch schmeckende Variante benötigen sie Kürbisfleisch, Möhren, Zwiebeln, Mandeln, Olivenöl, Ingwer, Curry, Weißwein, Salz und Pfeffer. In einer Pfanne schwitzen Sie zunächst die klein geschnittenen Zwiebeln an und mischen diese mit dem klein geschnittenen Kürbisfleisch und den Möhren. Braten Sie alles ca. 5 bis 7 Minuten an und löschen sie dann alles mit Brühe ab, in die Sie etwas Currypulver und Ingwer gemischt haben. Jetzt heißt es etwas Geduld haben und die Masse ca. eine halbe Stunde bei geringer Hitzezufuhr köcheln lassen. Danach pürieren Sie die eingekochte Masse und geben noch einen Schuss Weißwein hinzu. Abschmecken können Sie mit Salz und Pfeffer. Falls noch etwas Curry oder Ingwer fehlen sollten, können Sie auch jetzt noch je nach Geschmack nachwürzen. Am besten garnieren Sie die Suppe mit leicht angerösteten Mandelblättchen. Lassen Sie es sich schmecken, Guten Appetit!

Kürbis

Kürbis @iStockphoto/Tony Campbell

Übrigens: auch wenn wir den Fokus auf das Thema Gesundheit richten, erweisen sich Kürbisse als wahre Wunderfrüchte. Die Kürbiskerne, die sich prima als kleiner Snack zwischendurch knabbern lassen, enthalten hormonartige Stoffe. Diese haben eine positive Wirkung auf Blase und Prostata: Krämpfe können auf diese Weise milde und natürlich gelindert werden. Kürbisse enthalten nebenbei auch Calcium, Magnesium und Eisen, alles wichtige Stoffe, die wir für unsere Gesunderhaltung benötigen. Wer sein Gewicht reduzieren möchte, muss keinen Bogen um Kürbisse machen: Auch innerhalb einer Diät können Sie getrost auf den Kürbis zurückgreifen. Er ist ausgesprochen kalorienarm, sodass man sich an ihm richtig sattessen kann.

Ob gebraten, gebacken oder geschmort, püriert, gesalzen oder gesüßt: Kürbis lässt sich vielseitig verwenden. Probieren Sie doch einmal den Hokkaidokürbis, dessen Schale man bequemerweise mitessen kann. In Scheiben geschnitten und mit etwas Knoblauch und Salz in Ölivenöl gebraten, ist er ein köstliches und farbenfrohes Herbstgericht.

Eine interessante Alternative zu Getreidenudeln bietet der Spaghettikürbis. Sein hellgelbes Fruchtfleisch besteht aus spaghettidünnen Fasern und schmeckt leicht nussartig.
Zierkürbisse sollte man übrigens nicht essen: sie enthalten bestimmte Bitterstoffe, die giftig sind.

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