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Diät – Geschichtliche Hintergründe

Schlank sein, das heißt schön sein. So leben es uns Medien und Prominente täglich vor. Aber nicht nur um die Schönheit geht es, sondern auch um die Gesundheit. Übergewicht macht krank – das wissen wir. Doch wie war der Weg zu dem Diäten-Boom, den wir seit einigen Jahren beobachten können?

Es war einmal anders

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war dieses Thema nicht präsent. Gebeutelt von den Kriegswirren gab es nur den einen Gedanken – Überleben. Übergewicht gab es in Mitteleuropa praktisch nicht, denn es war schon eine Leistung keinen Hunger zu haben. Über zu hohes Gewicht und dessen Folgen machte man sich keine Gedanken. Mit Beginn des Wirtschaftswunders in den 1950-er Jahren war die Grundversorgung an Lebensmitteln gesichert, es stellte sich sogar rasch ein Überfluss ein. Essen wurde zum Genuss und viele schienen das nachholen zu wollen, was sie jahrelang entbehren mussten. An Abnehmen und Diät dachte dennoch niemand.

Gewichtsreduktion wurde erst Mitte der 70er Jahre ein Thema. Die ersten Diäten und Ratgeber zur gesunden Ernährung kamen auf und das Interesse der Bevölkerung zum Umdenken wurde vorsichtig geweckt. Schnell wurde es sogar modern, weniger und gesünder zu essen. Der Boom begann, nahezu jedes Lebensmittel wurde seither als das Diät-Produkt angepriesen, Sinnvolles mit Sinnlosem vermischt und die Gesellschaft geriet in ein Auf und Ab der Kilos.

Diät heute

Bis heute hat sich nicht viel geändert. Ständig lesen oder hören wir von neuen Diäten mit gar wundersamer Wirkung. Im Gegensatz zu früher wird das Thema Abnehmen aber auch immer mehr ernsthaft beleuchtet. Es werden wissenschaftliche Programme entworfen, die zu einem dauerhaften Gewichtsverlust führen sollen. Immer neue Naturheilmittel und Nahrungsergänzungen helfen uns heute, relativ leicht Gewicht zu verlieren.

Diät

Diät @iStockphoto/Denis Raev

Erst vor wenigen Jahren erkannte man z.B. auch die positive Wirkung einer uralten Pflanze. Hoodia Gordonii heißt der kleine grüne Helfer aus der südafrikanischen Wüstenapotheke. Aufgefallen war die Wirkung, als Wissenschaftler die appetitzügelnde Wirkung der Pflanze bewiesen. Die Urvölker Südafrikas kannten diese Wirkung schon seit langer Zeit. Sie nutzten die Pflanze allerdings nicht zum Abnehmen, sondern zum Stillen Ihres Hungers auf ihren tagelangen Jagdausflügen, bei denen nur wenig Proviant mitgenommen werden konnte.

Fazit

Übergewicht ist ein echtes Problem in unserer Gesellschaft geworden und scheint zum Wohlstand dazu zu gehören. Mittlerweile wacht man endlich auf und erkennt die harten Fakten. Übergewicht schädigt den menschlichen Körper in sämtlichen Bereichen. Schädigungen von Herz, Kreislauf und Gelenken sowie die Begünstigung für Krebsleiden sind nur einige Faktoren, die genannt werden müssen. Wir können froh sein, dass das Thema heute wirklich ernst behandelt wird und wir die Möglichkeit haben, echte Erfolge zu erzielen. Mit gezielter Kombination aus körperlicher Bewegung, gesundem Essen und einigen Tricks, die Mutter Natur für uns bereithält, kann jeder sein Wohlfühl-Gewicht erreichen.

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