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Die erste gemeinsame Wohnung

Ist die erste Verliebtheit der echten Liebe gewichen, wächst bei den meisten Paaren auch langsam aber stetig der Wunsch nach einer gemeinsamen, glücklichen Zukunft. An erster Stelle steht dabei insbesondere der Umzug in die erste, gemeinsame Wohnung. Da werden gemeinsam Möbelkataloge gewälzt, die beiden Hausräte zusammengewürfelt und die Wohnungsanzeigen der örtlichen Zeitungen durchstöbert.

Was jedoch unter all der freudigen Aufregung untergeht ist die große Veränderung, welche mit dem gemeinsamen Einzug in der Regel auf die Partner zukommt. Dabei bieten nicht nur voneinander abweichende Einrichtungswünsche der Partner Potential für Konflikte, sondern auch die Veränderung des gemeinsamen Tagesablaufes.

Wünsche und Bedürfnisse definieren

Vor dem Umzug sollte man sich genau überlegen, welche grundlegenden Bedürfnisse und Wünsche man an das Zusammenleben stellt. Die Möglichkeit, sich vom anderen zurückzuziehen, beispielsweise bei Streit, aber auch Müdigkeit oder Krankheit, sollte ebenso Berücksichtigung finden wie der Platzbedarf für bestimmte Hobbys. Sonst geht die Modellautosammlung des Herrn am Ende hinter der Bastelwut der Dame des Hauses unter, die mit zahlreichem Schnickschnack in den Regalen die Modellautos vertreibt. Auch die Einrichtung an sich sollte gemeinsam geplant werden, damit der puristische Geschmack des einen nicht unter der Dekorationswut des anderen leidet. Am Ende sollen sich ja schließlich beide Partner im gemeinsamen Zuhause wohlfühlen.

Erste Wohnung

Erste Wohnung @iStockphoto/Catherine Yeulet

Deine Wohnung, meine Wohnung

Häufig haben die jeweiligen Partner vor dem Zusammenzug jeder bereits seine eigene Wohnung. Zieht ein Partner zum anderen, kann es schwer werden, ein Wir-Gefühl in der Wohnung zu bekommen. Die Ausstattung des Partners, der vorher in der Wohnung wohnte, hat bereits ihre Plätze gefunden, die Umstrukturierung zur Unterbringung der Sachen des Partners wird dabei schwer. Einfacher wird die ganze Sache, wenn man gemeinsam in eine neue Wohnung umzieht, die für beide Bedürfnisse und Geschmäcker das richtige Umfeld bietet.

In der neuen Wohnung kann man dann gemeinsam überlegen, welcher Raum nun für welchen Zweck (Wohnraum, Büro, Schlafzimmer etc.) geeignet ist. Der Hauptraum, in der Regel das Wohnzimmer, sollte entsprechend für beide Partner zum Lieblingszimmer gestaltet werden. Somit lassen sich Kompromisse für die Gestaltung und Nutzung anderer Zimmer leichter erzielen.

Hausputz und Haushaltskasse

Weniger erfreulich sind die sachlichen Aspekte des Zusammenzugs. Sowohl die finanziellen Belange als auch der Hausputz sollten entsprechend der jeweiligen Möglichkeiten geklärt werden. Meistens einigt man sich darauf, die Kosten zu gleicher Höhe zu teilen, wobei eine Abweichung zugunsten des niedrigeren Einkommens die Regel ist. Der Hausputz sollte in einem modernen Haushalt ebenfalls geteilt werden, damit beide Partner gleich viel von ihrer – möglichst gemeinsamen – Freizeit haben. Talente wie handwerkliches Geschick und Organisation der notwendigen Unterlagen (Versicherungen, etc.) sollten dabei entsprechend genutzt und vom Partner honoriert werden. Diese Aufmerksamkeit bringt dabei natürlich auch einen nicht zu unterschätzenden positiven Aspekt für die Harmonie der Partnerschaft.

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