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Die Tierhalterhaftpflichtversicherung

Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung wird klassischerweise für Hunde- und Pferdebesitzer angeboten. Für die Besitzer von Pferden und auch Hunden ist diese Art von Versicherung zweckmäßig und auch notwendig, da der Besitzer für alle Schäden haftet, die sein Tier bzw. seine Tiere Dritten zufügen. Solche Schäden können sehr schnell den finanziellen Ruin bedeuten, wenn man nicht ausreichend versichert ist. Deshalb ist eine Tierhalterhaftpflichtversicherung auch so wichtig für den Besitzer. Die Kosten für Krankenhausaufenthalte, den Verdienstausfall des Geschädigten etc. können so hoch sein, dass man ohne diese Versicherung sein Leben lang diesen Schaden abbezahlen muss.

Wie schnell rennt ein Hund auf die Straße und gerät unter ein Auto; schon ist der Versicherungsfall da. Mit relativ geringen Beiträgen kann man sich vor dieser Art von Schäden schützen. Ähnlich wie bei der Privathaftpflichtversicherung ist so eine Tierhalterhaftpflichtversicherung notwendig. In einigen Bundesländern ist bei Hunden eine Tierhalterhaftpflichtversicherung sogar gesetzlich vorgeschrieben. Insbesondere die so genannten gefährlichen Hunde einer bestimmten Risikostufe (nach Rasse getrennt) müssen eine solche Versicherung nachweisen können.

Tierhalterhaftpflichtversicherung

Tierhalterhaftpflichtversicherung @iStockphoto/Chris Rogers

Bei der Pferdehaftpflicht ist der Versicherungsnehmer vor Schäden geschützt, die das Pferd Dritten zufügen kann. Als Halter ist man generell schadensersatzpflichtig. Wenn das Pferd also über den Zaun der Weide springt und auf der Autobahn beispielsweise eine Massenkarambolage verursacht, so haftet man mit seinem Privatvermögen als Halter in voller Höhe, es sei denn, man kann eine Tierhalterhaftpflicht nachweisen.

Für den Halter gilt nicht das Verschuldensprinzip, sondern man ist generell schadensersatzpflichtig, unabhängig von einem etwaigen Verschulden. Deshalb ist eine Tierhalterhaftpflicht auch für Pferde sehr wichtig, damit man im schlimmsten Falle nicht sein Leben lang für den Schaden aufkommen muss. Bei Pferden wird unterschieden, ob diese Pferde beritten werden oder „nur“ auf der Weide stehen. Auch ob sie als Sportpferde genutzt werden oder gar Gnadenhofpferde sind. Die Beiträge sind dementsprechend gestaffelt.

Einige Anbieter bieten auch so genannte OP-Versicherungen für Pferde an, die für einen Teil der OP-Kosten im Krankheitsfalle aufkommen. Bei manchen Versicherern sind im Bereich Hunde auch Mietsachschäden versichert sofern gewünscht. Einige Hunde- und Pferdebesitzer denken immer noch, Schäden seien durch die private Haftpflichtversicherung abgedeckt, dies ist aber eindeutig nicht der Fall.

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