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Diese Aufgaben fallen im Winter im Garten an

Wer einen Garten besitzt, weiß, dass dieser zu jeder Jahreszeit entsprechende Pflege erfordert: Wenn der Winter Einzug hält, gibt es genügend Aufgaben, die erledigt werden sollten. Besonders wichtig ist dabei, die Pflanzen entsprechend vor der Kälte zu schützen, damit diese den Winter problemlos überstehen und im Frühjahr wieder voller Pracht neu erblühen können. Auch in den Wintermonaten sollten man deshalb darauf achten, regelmäßig einen Blick in den Garten zu werden. Ist es richtig kalt oder liegt sogar Schnee, ist es wichtig, diesen regelmäßig von den Pflanzen zu entfernen – ansonsten könnten einige Pflanzen dadurch stark geschädigt werden.

Ist der Winter frostfrei, dann sollte dennoch berücksichtigt werden, dass immergrüne Pflanzen genügend Wasser benötigen. Kübelpflanzen sollten Sie schon vor dem Wintereinbruch ins Haus bringen – es genügt, wenn Sie diese in den Keller oder in den Flur stellen, wo sie vor der eisigen Kälte geschützt sind.

Die wichtigsten Punkte für die Gartenarbeit im Winter – worauf es zu achten gilt

Grundsätzlich sollte der Schutz der Pflanzen im Garten an oberster Stelle stehen, wenn man im Winter Gartenarbeit verrichten möchte. Dazu gehört zum Beispiel, sie vor dem ersten Schnee etwas zurück zu schneiden: Triebe, die krank oder auch abgestorben sind, sollten vollständig entfernt werden. Die Haupttriebe werden darüber hinaus reduziert – lassen sie nicht mehr als acht große Triebe stehen. Rund um das Wurzelwerk können Sie frischen Mulch verteilen, damit die Pflanzen dadurch vorm Frost geschützt werden. Auch der Rasen kann gemäht werden: Eine länge von maximal 6 cm ist ideal – so wird die Gefahr reduziert, dass sich Schimmel bilden könnte. Dieser kann nämlich sogar bei Schnee auftreten.

Garten im Winter

Garten im Winter ©iStockphoto/pixelpot

Wer einen Teich im Garten besitzt, muss sich in der Regel keine großen Gedanken darum machen, denn dieser benötigt keinen besonderen Aufwand, um gut durch den Winter zu kommen. Allerdings muss dennoch auf einiges geachtet werden. Befinden sich Wasserpflanzen in Körben, sollten diese einfach etwas tiefer in den Teich gesetzt werden. Sie brauchen jedoch trotzdem genügend Licht. Laub auf dem Teich sowie abgestorbene Pflanzenteile sollten gründlich entfernt werden. Wenn im Gartenteich zudem Fische leben, können diese in der Regel dort gut überwintern – dafür ist es jedoch wichtig, dass der Teich mindestens 60 bis 70 cm tief ist. Sumpf- und Uferpflanzen benötigen ebenfalls einen gründlichen Rückschnitt. Danach ist auch dieser Bereich fit für die Wintermonate.

Die wichtigsten Aufgaben im Winter: So schützen Sie den Garten richtig vor der Kälte

Selbst in den Wintermonaten kann es noch vorkommen, dass im Garten Laub von den Bäumen fällt. Dieses sollte baldmöglichst zusammengerecht werden, damit keine feuchten Nester auf dem Boden entstehen, die faulen und somit auch Pflanzen Schaden zufügen könnten. Sollte sich ein Vogelnistkasten im Garten befinden, lassen Sie diesen ruhig stehen. Nicht nur Vögel, sondern auch Insekten finden darin schützende Zuflucht vor Schnee und Frost.

Nachdem die wichtigsten Aufgaben im Garten erledigt sind, kann man sich darum kümmern, zu überlegen, ob man im Garten etwas verändern möchte. Gibt es vielleicht bestimmte Pflanzen, die man noch nicht besitzt, aber aussäen möchte? All diese Aspekte sollte man sich am besten notieren und im Frühling in die Tat umsetzen.

Zu viel Schnee unbedingt von den Pflanzen entfernen

Wenn viel Schnee fällt, kann es passieren, dass die Last auf den Bäumen und Sträuchern zu hoch wird. Viele Pflanzen sind nicht stark genug, um das Gewicht halten zu können und müssen vom Schnee befreit werden. Gehen Sie allerdings so vorsichtig wie möglich vor, damit Sie die Zweige und Äste nicht selbst aus Versehen abbrechen. Schütteln Sie die Pflanzen am besten behutsam oder verwenden Sie einen Handbesen, um den Schnee vorsichtig zu entfernen.

Wenn dagegen im Winter weder Schnee noch Regen fällt, ist es ein Muss, Kübelpflanzen zu wässern, sofern man sie nicht ins Haus stellt. Auch winterharte Sorten benötigen genügend Wasser für die kalten Monate. Dünger ist allerdings völlig unangebracht in der Winterzeit.

Wenn ein Baum aus dem Garten entfernt und damit gefällt werden sollte, ist es wichtig, dies möglichst in den Wintermonaten auszuführen. Dann befindet sich nämlich in den Bäumen kein Saft mehr und auch das Laub ist vollständig auf den Boden gefallen. Ein weiterer Vorteil: Das abgefällte Holz kann zudem hervorragend zu Brennholz verarbeitet werden – etwas, was Besitzer eines Kaminofens ohnehin in der kalten Jahreszeit dringend benötigen. Trotzdem kann man das Holz nicht sofort zum Heizen verwenden, denn es muss erst einmal ein bis zwei Jahre lang durchtrocknen, damit der Brennwert möglichst hoch ist.

Winterblüher setzen den Garten auch in der kalten Saison in Szene

Machen Sie sich ruhig darüber Gedanken, wie man den Garten mit dekorativen Pflanzen, die auch im Winter blühen, gestalten könnte. Allerdings müssen diese Überlegungen unbedingt bereits im Frühling angestellt werden. Ganz egal, ob Krokus, Winterjasmin, Christrose, Efeu, Buchsbaum oder Christrose – all diese Pflanzen müssen frühzeitig ausgesät werden.
Natürlich muss man auch während der kalten Jahreszeit darauf achten, dass die Pflanzen nicht völlig vernachlässigt werden. Neben dem Entfernen der Schneelast kann es so bei einigen Pflanzen mit schwächeren Ästen helfen, wenn sie diese als Kletterhilfe festbinden – wie zum Beispiel beim Winterjasmin.

Die richtige Pflege des Gartenwerkzeugs im Winter

Die Gartenarbeit befasst sich sicherlich in erster Linie mit der richtigen Überwinterung von Pflanzen und der Pflege des Bodens – doch gleichzeitig sollte auch das Werkzeug entsprechend gewartet werden, damit man es im Frühjahr wieder problemlos nutzen kann. Daher gilt: Sind Gartengeräte verschmutzt, reinigen Sie diese. Ansonsten sollte zumindest kontrolliert werden, ob alle Geräte noch einwandfrei funktionieren oder ausgetauscht werden müssen. Die Werkzeuge sollten am Ende nicht nur sauber, sondern im besten Fall auch noch gefettet und geölt sein. Weiterhin müssen sämtliche Schneide-Tools – wie Heckenscheren oder Sensen – möglichst geschärft sein. Das gilt ebenfalls für die Klingen eines Rasenmähers. Wer sich neues Werkzeug kaufen muss, erledigt dies am besten ebenfalls im Winter, da die Preise dann oft deutlich günstiger sind als im Frühjahr.

So steht der kommenden Saison nichts im Weg – und man muss nicht erst erneut mit den Vorbereitungen beginnen, wenn man eigentlich schon wieder andere Aufgaben in Haus und Garten zu erledigen hat. Vergessen Sie trotzdem nicht: Auch immergrüne Pflanzen wie Buchsbäume oder Efeu benötigen im Winter genug Wasser. Normalerweise erledigt die Natur dies von allein, doch bei einem besonders trockenen Boden ist es dennoch erforderlich, hin und wieder mit der Gießkanne vorbei zu schauen.

Für Jungpflanzen sind die Wintermonate generell noch zu hart, um gesund und kräftig wachsen zu können. Wer möchte, kann sich aber dennoch einen zeitlichen Vorteil schaffen, indem man bereits im Winter damit beginnt, innerhalb des Hauses – oder in einem Treibhaus mit entsprechender Temperatur – erste Pflanzen vorzuziehen. Viele Nutz- und Zierpflanzen, aber auch Gemüse können herangezogen werden und dann später in die Erde umgesetzt werden.

Auch die richtige Erde ist wichtig für die Pflanzen

Machen Sie allerdings nicht den Fehler, die Samen direkt in einer sehr nährstoffhaltige Erde zu stecken – korrekt ist es nämlich, wenn die Erde nur wenige Nährstoffe besitzt. Diese lässt sich ganz problemlos auch selbst produzieren. Alles, was dafür erforderlich ist, ist Kompost, der genügend Zeit zum Reifen hatte. Zudem sollten etwas möglichst grober Sand sowie eine geringe Menge an Tonkugeln hinzugemischt werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass im Boden keine Staunässe entsteht oder sich sogar schädlicher Schlamm bildet. Gleichzeitig erhält die Erde eine optimale Struktur. Es ist sogar noch möglich, die Erde völlig steril zu machen, sollte man empfindliche Samen vor Schädlingen und Bakterien bewahren wollen. Hierfür erwärmen Sie die Erde einfach etwas im Backofen oder in der Mikrowelle.

Die Erde, die Sie mit dieser Vorbereitung erhalten, stellt anschließend optimale Bedingungen dar, damit junge Pflanzen bzw. Saatgut darin gedeihen können. Sie wachsen gemächlich, treiben dafür aber sehr kräftiges Wurzelwerk aus, das dann später umso robuster ist. Kombiniert mit einer guten Prise Wärme und angenehmen, nicht zu starken Sonnenlicht können Sie die ersten grünen Triebe dann bereits in den Wintermonaten entdecken.