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Egal, welche Diät: Kalorienreduktion am wichtigsten

Kalorienreduktion

Kalorienreduktion @iStockphoto/Jacob Wackerhausen

Ob nun eine Reduktion des Fettes, des Eiweißes oder der Kohlehydrate in der Nahrung: US-Forscher verglichen die verschiedenen Diäten miteinander und erkannten, dass weniger die Nahrungszusammensetzung eine Rolle bei der Gewichtsabnahme spielt, sondern vielmehr die Kalorienreduktion im Allgemeinen.

Studie: 811 Übergewichtige 2 Jahre lang begleitet

Die Forscher der Harvard School of Public Health in Boston teilte gemeinsam mit dem Pennington Biomedical Research Center der Louisiana State University 811 übergewichtige Männer und Frauen in vier Gruppen. Die Teilnehmer (62% Frauen, 38% Männer) wurden unter der Leitung von Prof. Frank Sacks, Spezialist für kardiovaskuläre Krankheitsprävention, zwei Jahre lang während ihrer Diät begleitet.

Alle Teilnehmer bekamen eine Ernährungsanleitung, die sie einhalten sollten:

Gruppe 1: Fettarm, etwas Eiweiß: 20% der Kalorien vom Fett, 15% Protein, 65% Kohlehydrate
Gruppe 2: Fettarm, eiweißreich: 20% Fett, 25% Protein, 55% Kohlehydrate
Gruppe 3: Fettreich, etwas Eiweiß: 40% Fett, 15% Protein, 45% Kohlehydrate
Gruppe 4: Fettreich, eiweißreich: 40% Fett, 25% Protein, 35% Kohlehydrate

Der Diätplan bestand bei allen zudem aus gesunder Kost fürs Herz. Gesättigte Fettsäuren wurden durch ungesättigte ersetzt; zudem sollte vorwiegend Vollkorn, Obst und Gemüse auf den Tisch kommen. Alles in allem sollten 750 Kalorien weniger pro Tag gegessen werden, insgesamt aber nicht weniger als 1200 Kalorien. Zudem waren die übergewichtigen Probanden angehalten, sich 90 Minuten pro Woche körperlich zu betätigen.

Die Teilnehmer der Studie mussten ein Nahrungsmittelbuch führen, in das sie ihre tägliche Nahrungs- und Getränkeaufnahme notierten. Außerdem konnten Sie ein Webprogramm nutzen, das ihnen anzeigte, wie nah sie ihrem Ziel waren. Zur Unterstützung gab es außerdem alle 8 Wochen individuelle Beratung und regelmäßige Gruppensitzungen.

Ergebnis: Kalorienreduktion als „Sieger“

Das Ergebnis war überaus interessant: Egal, welche Diät: Die Gewichtsabnahme und die Abnahme des Taillenumfangs war bei allen Probanden durchschnittlich gleich. Sie nahmen nach den ersten sechs Monaten allesamt durchschnittlich 13 Pfund (5,9 Kilogramm) ab. Nach einem Jahr konnte ein allgemeiner langsamer Anstieg des Gewichts verzeichnet werden, der sich jedoch verglichen mit anderen Studien um 20% unter der gängigen Gewichtszunahme hielt. Nach den zwei Jahren waren die Teilnehmer immer noch durchschnittlich 9 Pfund (etwa 4 Kilogramm) leichter und 2 inch (ca. 5 cm) Taillenumfang schmäler.

Zudem hatten sich die Risikofaktoren für Herzkrankheiten durch die bewusstere Ernährung verbessert: Das gute Cholesterin HDL nahm zu, das schlechte Cholesterin LDL nahm ab. Blutfett- und Blutzuckerwerte sowie der Blutdruck verbesserte sich. Das fürs Herz-Kreislauf-System gefährliche Bauchfett wurde weniger, sodass insgesamt wichtige negative Faktoren des Metabolischen Syndroms gemindert werden konnten.

Somit kamen die Forscher zu dem Schluss, dass unabhängig von der Diätform einfach die Reduktion der Kalorien zur erwünschten Gewichtsabnahme führt.

Quelle:

„Diets That Reduce Calories Lead to Weight Loss, Regardless of Carbohydrate, Protein or Fat Content“ (Press Release, Harvard School of Public Health, Feb 25, 2009)

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