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Elektrosmog – Wohlfühlkiller in der Wohnung?

Schaut man sich in einem modernen Haushalt um, fällt den meisten Menschen gar nicht mehr auf, wie viel Platz die Technik in unserem Leben eingenommen hat. Technische Hilfs- und Unterhaltungsmittel fördern die Bequemlichkeit und den Komfort des modernen Menschen, sind aber auch von einigen weniger schönen Aspekten begleitet. Zu diesen Aspekten gehört beispielsweise der Elektrosmog.

Jedes elektrische Gerät verursacht mehr oder weniger magnetische und elektromagnetische Felder um seinen Standort herum. Diese Felder stehen inzwischen immer häufiger im Mittelpunkt des Interesses von Forschern und Medien. Doch kaum einer scheint wirklich durchzublicken: Was machen diese Felder? Haben sie auch Auswirkungen auf Mensch und Tier? Und wenn ja, wie sehen diese Einflüsse aus? Fragen über Fragen, die für den Laien oft nur schwer zu beantworten sind.

Elektromagnetische Felder und ihre Wirkung

Seit der Erfindung der Elektrizität ist bekannt, dass beim Fluss von Energie durch Leitungen (Strom) magnetische Felder entstehen. Lange Zeit kam man jedoch gar nicht auf die Idee, dass diese Felder irgendeine Wirkung auf den Menschen und sein Wohlbefinden haben könnten. Selbst dann nicht, als der Strom in privaten Haushalten immer selbstverständlicher wurde, unternahm man keinerlei Untersuchungen in dieser Hinsicht.

Erst in der jüngeren Vergangenheit wurde die bisher gar nicht gestellte Frage mehr in den Mittelpunkt des Interesses gerückt: Die Errichtung zahlreicher Mobilfunkmasten und die damit verbundenen hohen Sendefrequenzen machten skeptisch. Sie gleichen den Frequenzen, die in Mikrowellenherden genutzt werden. Ihre thermische Wirkung ist somit unbestritten und gilt längst als für den Menschen nicht förderlich. Die Sendeleistung der Mobilfunkstationen liegt zwar deutlich unter denen, die in der Mikrowelle die Nahrungsmittel erwärmen, eine Wirkung auf den Menschen schien dennoch realistisch.

Elektrosmog

Elektrosmog @iStockphoto/visdia

Der Mensch im Elektrosmog

Zahlreiche Untersuchungen folgten auf die erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber dem Elektrosmog. Allen gemeinsam ist jedoch lediglich der Beleg der thermischen Strahlung der hochfrequenten Felder. Eine Beeinflussung des Menschen konnte nicht wissenschaftlich belegt werden, jedoch sind deutliche Störungen im Schlafverhalten von Menschen dokumentiert, die in einem hohen elektromagnetischen Einflussbereich nächtigten. Wurde der Schlafbereich im Experiment außerhalb der Felder angesiedelt, wurden eine deutliche Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens sowie ein erholsamerer Schlaf verzeichnet.

Folgeschäden und Langzeitwirkungen durch den Elektrosmog sind dennoch nicht auszuschließen, allerdings aber noch nicht untersucht. Man diskutiert hier vergleichbare Schadensmöglichkeiten, wie man sie von radioaktiven Strahlungen oder Röntgenstrahlungen kennt. Langzeitstudien zum Elektrosmog stehen bisher aus und können erst in einigen Jahren zu Ergebnissen führen.

Elektrosmog im eigenen Zuhause

Wenngleich ein wissenschaftlicher Beleg der Schädigung des Menschen durch Elektrosmog noch aussteht, kann eine Minimierung der Belastung im eigenen Wohnraum dennoch nicht schädlich sein. Ganz vermeiden lässt sich die Strahlung dabei verständlicherweise nicht, da selbst die elektrischen Leitungen eines jeden Hauses bedingt eine Strahlung aufbauen. Einfachste Möglichkeit, den Elektrosmog im eigenen Heim zu vermeiden, ist die sinnvolle Platzierung der jeweiligen Geräte. Je mehr sich der Mensch an einem Ort des Hauses aufhält, desto weniger Geräte sollten an diesem Platz stehen. So sollten Schlafzimmer möglichst elektrogerät-frei sein, ebenso die Region um die Couch oder an Ruheplätzen. Auch Schalter und Steckdosen sollten bei der Auswahl eines erholsamen Ruheplatzes berücksichtigt und entsprechend so weit wie möglich gemieden werden. Somit kann man schnell und effektiv die Strahleneinwirkung – ob nun schädlich oder nicht – minimieren – und ausprobieren schadet schließlich nichts.

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