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Energie sparen bei der Beleuchtung

Im Haushalt werden rund zehn Prozent des Stromverbrauchs in die Beleuchtung investiert. Wer hier einige wichtige Regeln einhält, kann den Stromverbrauch drastisch reduzieren, um die Stromrechnung in Zeiten ständig steigender Energiepreise möglichst gering zu halten.

Allgemeine Tipps zum Energiesparen bei der Beleuchtung

Stromsparen funktioniert bei der Beleuchtung schon, ohne irgendeine Zusatzanschaffung zu tätigen. So sollte es im Haushalt die Regel werden, dass in den Räumen, in denen sich derzeit kein Familienmitglied aufhält, auch das Licht gelöscht wird. Wer hier konsequent ist, kann schon einiges an Strom einsparen, ohne dass ansonsten irgendwelche Veränderungen notwendig sind.

Energie sparen

Energie sparen @iStockphoto/Ivan Bajic

Deckenfluter – wahre Stromfresser

Sehr beliebt bei der häuslichen Beleuchtung sind die Deckenfluter, die eine angenehme Wohnatmosphäre bringen, leider aber auch ganz besondere Stromfresser sind. In Regelfall werden die Deckenfluter mit Halogenlampen betrieben und dadurch kann er sich dann schnell zu einer echten Kostenfalle erweisen.

Wer einen neuen Deckenfluter anschaffen möchte, sollte gleich beim Kauf darauf achten, dass er mit normalen Glühlampen betrieben werden kann. Anders sieht es aber in der Realität aus, denn Deckenfluter werden besonders als preiswerte Sonderangebote häufig mit Halogenlampen betrieben angeboten, die dann oftmals 300 oder sogar 500 Watt Leistung erbringen – damit auch sehr viel Strom verbrauchen. Wird ein Strompreis von 20 Cent je Kilowattstunde zugrunde gelegt, kann ein täglich für 2,5 Stunden betriebener Deckenfluter mit Halogenlampe jährlich schnell Stromkosten von rund 55 Euro verursachen. Hierbei handelt es sich lediglich die Kosten für eine einzige Lampe im Haushalt!

Wer den Deckenfluter mit 500 Watt-Lampen betreibt, muss beim fiktiven Strompreis sogar mit jährlichen Kosten von 90 Euro rechnen. Bedenkt man, dass Deckenfluter häufig sehr preisgünstig angeboten werden, sind die Anschaffungskosten für die Lampe oft schon nach einem Jahr Betrieb von den Stromkosten überrundet worden.

Anders sieht es aus, wenn ein Deckenfluter genutzt wird, der mit handelsüblichen Glühbirnen betrieben werden kann. Diese können nämlich durch Energiesparlampen ausgetauscht werden. Wird eine 100-Watt-Glühlampe im Deckenfluter durch eine entsprechende 20-Watt-Energiesparlampe ausgetauscht, sind Stromeinsparungen von bis zu 80 Prozent möglich. Wer zusätzlich noch auf dimmbare Energiesparlampen setzt, kann die Lichtintensität manuell einstellen.

Das Spektrum an Energiesparlampen, die auch im Deckenfluter eingesetzt werden können, ist inzwischen so reichhaltig, dass das Wohnklima individuell manipuliert werden kann. So kann auch mit einem Deckenfluter warmes Licht erzeugt werden. Beratung für die richtigen Leuchtmittel bieten Fachhändler!

Lichterketten werden häufig im Stromverbrauch unterschätzt

Lichterketten sind inzwischen längst nicht mehr nur zu Weihnachten ein beliebtes Beleuchtungsmittel. Die Lichterketten werden häufig rund ums Jahr sowohl zur Beleuchtung als auch als Deko-Objekte eingesetzt. Dabei denkt kaum jemand daran, dass die kleinen Lämpchen die Stromrechnung unnötig in die Höhe treiben.

Gerade die jährlich beliebter werdenden Lichtschläuche sind echte Stromfresser. Wird ein Lichtschlauch mit einer Länge von zehn Metern für fünf Wochen betrieben – und das ist etwa die Dauer, die allein für die Weihnachtsbeleuchtung zum Tragen kommt – kann für die gleiche Menge Strom ein 140-Liter-Kühlschrank der Effizienzklasse A++ für ein ganzes Jahr betrieben werden. Ein beeindruckender Vergleich, vor allem dann, wenn man bedenkt, dass die Lichtschläuche in vielen Haushalten über das gesamte Jahr mehr oder weniger regelmäßig zum Beispiel im Partykeller zum Einsatz kommen.

Wer auf stromsparende Beleuchtung – sowohl als Stimmungs- als auch als Weihnachtsbeleuchtung – setzen möchte, sollte auf LED-Beleuchtung umsteigen. Die LED-Lichterketten benötigen nur einen geringen Anteil des Stroms, den die immer noch gängigen Lichterketten benötigen.

Die Vorteile der LED-Technik

Die LED-Technik ist ebenso neu, wie auch sehr energieeffizient. Auch wenn die LED-Lampen große Qualitätsunterschiede aufweisen, so kann doch allgemein gesagt werden, dass diese Technik mit etwa einem Drittel des Stroms auskommt, den bisher gängige Glühlampen benötigen. Dabei sind übrigens farbige LEDs, die auch in der Weihnachtsbeleuchtung immer mehr an Beliebtheit gewinnen, besonders energieeffizient, denn sie benötigen noch weniger Strom als die weißen LEDs.

Neben der Stromersparnis bringen LEDs auch eine deutlich höhere Lebenserwartung mit. Während eine LED rund 100.000 Stunden leuchtet, schafft die normale Glühlampe gerade mal ein Hundertstel dieser Laufleistung. LEDs haben zudem den Vorteil, dass sie einzelne Dioden aufweisen, die einzeln durch einen fast unzerbrechlichen und kristallklaren Harz umschlossen sind. Sowohl für die Innen- als auch die Außenbeleuchtung sind LEDs perfekt geeignet, denn Temperaturen bis zu -35 Grad Celsius stellen für LEDs kein Problem dar. Somit kann auch die weihnachtliche Außenbeleuchtung energiesparend durchgeführt werden.

Eine weitere Stromersparnis ergibt sich in der Vorweihnachtszeit, wenn die Festbeleuchtung nur im Dunkeln betrieben wird. Eine zwischen Steckdose und Beleuchtung geschaltete Zeitschaltuhr übernimmt das zuverlässige Ein- und Ausschalten der Weihnachtsbeleuchtung. Ebenso wie die LED-Beleuchtung kann man auch die Zeitschaltuhr im Elektrofachgeschäft oder einem Baumarkt kaufen.

Energiesparend beleuchten mit der Energiesparlampe

Wer sich ganzjährig für energieeffiziente Beleuchtung zugunsten der reduzierten Stromrechnung entscheidet, sollte auf die Energiesparlampen umstellen, wenn der nächste Glühbirnenwechsel ansteht. Die Energiesparlampe ist eine kompakte Leuchtstofflampe, die mit einem elektronischen, integrierten Vorschaltgerät ausgestattet ist.

Die Energiesparlampe erscheint auf den ersten Blick in der Anschaffung recht teuer. Der Anschaffungspreis dieser Lampe liegt in der Tat höher, als für eine herkömmliche Lampe. Diese Mehrkosten werden aber schnell durch die längere Lebensdauer und die Stromeinsparung wieder hereingeholt. Wer die Anschaffungskosten von herkömmlichen Glühbirnen und Energiesparlampen vergleicht, kommt schon beim Anschaffungspreis bedingt durch die längere Lebensdauer der Energiesparlampe auf einen Preisgleichstand, denn die Lebensdauer der Energiesparlampe ist etwa zehnmal höher als die der herkömmlichen Glühbirne.

Im Hinblick auf die Lichtausbeute ist die Energiesparlampe der klare Sieger, denn diese Ausbeute ist fünfmal höher als bei der klassischen Glühbirne. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Energiesparlampe für die gleiche Helligkeit nur ein Fünftel der Stromleistung benötigt. So können allein durch den konsequenten Einsatz von Energiesparlampen im gesamten Haushalt rund 80 Prozent der Stromkosten eingespart werden.

In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass eine Energiesparlampe mit einer 11 Watt Leistung und einer Lebensdauer von 10.000 Stunden gegenüber der klassischen Glühbirne mit einer Leistung von 60 Watt und einer Lebensdauer von 1.000 Stunden rund 85 Euro einspart.

Grundsätzlich sind herkömmliche Energiesparlampen nicht dimmbar, allerdings sind im Handel inzwischen spezielle Energiesparlampen erhältlich, die auch gedimmt werden können. Daneben sind im Handel inzwischen auch Kompakt-Leuchtstofflampen mit so genanntem Stecksockel erhältlich, die mit einem elektronischen Vorschaltgerät betrieben werden, das sich für das Dimmen der Beleuchtung eignet.

War es in den Anfängen so, dass Energiesparlampen durch häufiges An- und Ausschalten geschädigt wurden, sind inzwischen zahlreiche Energiesparlampen im Handel erhältlich, denen auch häufiges Ein- und Ausschalten nichts ausmacht. Wer also eine Lampe, die häufig geschaltet wird, mit einer Energiesparlampe ausstattet, sollte auf einen Leuchtkörper mit hoher Schaltfestigkeit setzen. Besonders die Energiesparlampen mit der Vorheizfunktion sind im Regelfall schaltfest, während die Energiesparlampen ohne diese Vorheizfunktion eher nicht schaltfest sind und nicht für Lampen geeignet sind, die häufig ein- und ausgeschaltet werden.

Die Faustregel für eine lange Lebensdauer der Energiesparlampe lautet, dass zwischen dem Ein- und dem Ausschalten der Lampe ein Mindestzeitraum von zwei Minuten liegen sollte und die Lampe für mindestens sechs Minuten leuchten sollte.

Wichtig bei der Entsorgung der Leuchtstofflampe ist es zu berücksichtigen, dass diese Lampen mit geringen Mengen von Quecksilber ausgestattet sind. Daher gehören Energiesparlampen am Ende ihrer Lebensdauer in den Sondermüll, nicht in den Glascontainer oder in den Hausmüll. Wertstoffhöfe und Schadstoffsammelstellen nehmen die ausgedienten Energiesparlampen entgegen.

Kaufkriterien für Energiesparlampen

Für Energiesparlampen gelten andere Kaufkriterien, als dies für klassische Glühlampen der Fall ist. Für die Energiesparlampe sind die Einsatzzwecke ein wichtiger Kritikpunkt beim Kauf. Neben der Schalthäufigkeit spielt auch die Umgebungstemperatur eine große Rolle für den Kauf. Auch Nutzungsdauer und Einsatzort sind wichtig, wenn die Energiesparlampe gezielt gekauft wird.

Grundsätzlich weist die Energiesparlampe eine Form auf, die einen zusammengefalteten Eindruck macht. Weist die Lampe eine andere Form auf, ist sie von einem Glaskolben umgeben, der diese Leuchtstofflampe praktisch einschließt. Die umschlossenen Lampen sind generell energieeffizienter als die reinen Leuchtstofflampen. Auch ist eine höhere Bruchfestigkeit gegeben, wenn ein Glaskolben die Lampe noch einmal umschließt. Energiesparlampen sind im Fachhandel inzwischen in beiden Ausführungen erhältlich.

Auch wenn die Energiesparlampe generell eine größere Energieeffizienz aufweist als die klassische Glühbirne, unterscheiden sich die einzelnen Energiesparlampen deutlich. Häufig sind auch sehr preiswerte Energiesparlampen im Handel erhältlich, die ihren geringeren Kaufpreis allerdings durch eine geringere Lebensdauer wettmachen. So kann eine preiswerte Energiesparlampe schließlich teurer werden als ein Markenprodukt. Die Lebensdauer der Lampe wird auf der Umverpackung ausgewiesen.

Energiesparlampen können in unterschiedlichen Lichtfarben für verschiedene Zwecke erstanden werden. Die Farbtöne „extra-warmweiß“, „warmweiß“, „neutralweiß“ und „tageslichtweiß“ sind die gängigen Lichtfarben, wobei das „extra-warmweiß“ dem Lichtton der klassischen Glühbirne entspricht. Das „neutralweiß“ ist eher sachlich und klar und eine Lichtfarbe für Büro oder Küche, in denen eine sachliche Beleuchtung erwünscht ist.

Alle Energiesparlampen sind mit Kennzahlen hinsichtlich der Farbtreue ausgestattet und die Bezeichnung reicht von 1, was für sehr gut steht, bis 4 für „ausreichend“. Die Farbwiedergabe ist zum Beispiel bei der Außenbeleuchtung nicht so entscheidend, weshalb hier günstige Lampen ausgewählt werden können, bei denen die Farbwiedergabequalität nicht so optimal ist.

Wichtig zu wissen beim energiesparenden Beleuchten ist zudem, dass Energiesparlampen ihre Helligkeit nur verzögert erreichen – anders als die klassische Glühbirne. Die Anlaufzeit ist unterschiedlich und nach dieser erreicht die Energiesparlampe schließlich ihre volle Helligkeit.

Die energiebewusste (Licht nur bei Bedarf) und energiesparende Beleuchtung (energieeffiziente Leuchtkörper auswählen) bringen eine große Ersparnis bei der nächsten Stromrechnung mit sich.

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