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Energiesparverordnung

Mit dem 01. Februar 2002 ist die Energiesparverordnung in Kraft getreten. Eigentlich ist die Bezeichnung Energieeinsparverordnung fachlich und juristisch treffender. Umgangssprachlich sind aber beide Begriffe möglich. Betroffen von den Vorgaben aus Berlin sind aber nicht alle Gebäude. Die Energiesparverordnung bezieht sich vor allem auf Immobilien, die entweder direkt als Wohnraum genutzt werden. Daneben wird zur Bestimmung, ob für ein Gebäude die EnEV anzuwenden ist, noch die normale Innentemperatur heran gezogen. Für alle Immobilien, deren Innenraum im Normalfall über einer Temperatur von 12°Celsius liegt und die über mindestens 4 Monate im Jahr beheizt werden, sind hiervon betroffen. Ausgeschlossen werden hingegen hier hingegen unterirdische Bauwerke, Betriebsgebäude in landwirtschaftlichen Betrieben und Wirtschaftsgebäude, die aufgrund ihres Verwendungszwecks offen gehalten werden müssen. Als gesetzliche Grundlage dient das entsprechende Energieeinsparungsgesetz. Die EnEV kombiniert Wärmeschutz- und Heizanlagenverordnung.

Besonderes Gewicht in der Energieeinsparverordnung genießen der Primärenergiebedarf und die Endenergie. Letztere spiegelt die Energiemenge wieder, welche in Deutschland unter den klimatischen Bedingungen zur Deckung des Heizwärme- und Trinkwasserwärmebedarfs verwendet werden muss. Besonders wichtig erscheint der Hinweis darauf, dass in diese Kenngröße der anlagentechnische Verlust an Energie, mit berücksichtig wird. Der Begriff Primärenergie geht noch etwas weiter und umfasst die gesamte Kette des Energieverbrauchs.

Energieausweis

Energieausweis ©iStockphoto/gopixa

Neben dem Endenergiebedarf spielt hier auch der Verlust an Energie eine Rolle, der für die Gewinnung und den Transport des eigentlichen Energieträgers verwendet wird, eine wesentliche Rolle. Selbst die Umwandlung, Speicherung und Transport zum Abnehmer fließt in die Bestimmung der Primärenergie ein. Somit werden sämtliche Quellen für Energieverluste in die Betrachtung der Effizienz mit einbezogen und kaum ein Störfaktor scheint unbeachtet zu bleiben.

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