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Englische Lebensversicherung

Viele Menschen wollen die Absicherung fürs Alter sowie die Familienabsicherung im Todesfall verbinden. Bisher stand hierfür lediglich die deutsche Kapitallebensversicherung zur Verfügung, die jedoch nur einen Garantiezins von aktuell 2,25% p.a. bietet. Inklusive der von der Versicherung gezahlten Überschussanteile lag die Rendite dieser Versicherungen bei 4-5% p.a.

Kapitalanlage

Eine Alternative hierzu bieten englische Lebensversicherungen. Sie bieten ebenso einen Todesfallschutz wie deutsche Versicherungen auch, unterscheiden sich aber in der Art der Kapitalanlage. Aufgrund der garantierten Versicherungssummen und der garantierten Verzinsung sind deutsche Unternehmen verpflichtet, einen Großteil ihrer Gelder verzinslich anzulegen. Lediglich ein kleiner Teil (35%) kann in Aktien und Aktienfonds investiert werden.

Anders bei der Englischen Lebensversicherung. Sie müssen ihren Kunden keine Verzinsung garantieren und sind so in der Wahl ihrer Kapitalanlagen deutlich freier. Sie können die Gelder ihrer Kunden sowohl in Aktien wie auch in festverzinsliche Papiere investieren. Aufgrund der deutlich höheren Renditeaussichten überwog bisher der Aktienanteil, die Quote lag bei durchschnittlich 70-80%.

Lebensversicherung

Lebensversicherung ©iStockphoto/alexskopje

Risiken

Doch auch die britische Lebensversicherung bietet Sicherheiten. So erfolgt die Verbriefung des Kapitals in Anteilen, deren Wert nicht fallen kann. Weiterhin nutzen die Versicherungen ein bestimmtes Glättungsverfahren, das Smoothing bezeichnet wird. Hierbei werden hohe Kursausschläge nach oben oder unten abgefedert, also geglättet.

Um dies zu erreichen, werden überdurchschnittliche Gewinne aus Aktienerträgen nicht vollständig an die Kunden weitergegeben, sondern kommen erst in Zeiten fallender Wertpapierkurse zur Auszahlung. Dies erhöht die Sicherheit der Kapitalanlage. Durch die Anlagefreiheit der Englischen Lebensversicherung sind Renditen zwischen 8% und 12% durchaus realistisch und erzielbar.

Risiken durch Währungen existieren bei der Englischen Lebensversicherung nicht, da diese auf dem deutschen Markt in Euro ausgegeben werden.

Kosten

Die Kosten der Versicherung sind mit deutschen Lebensversicherungen vergleichbar. So müssen Verwaltungskosten sowie angefallene Vertriebskosten verrechnet werden. Die Art der Verrechnung sowie deren Höhe erfährt der Kunde direkt bei Abschluss der Versicherung. Es gibt hier also eine hohe Kostentransparenz. In der Regel werden die entstandenen Kosten in den ersten fünf Laufzeitjahren verrechnet.

Flexibilität

Ein weiterer Vorteil der Englischen Lebensversicherung ist die Flexibilität. Anders als bei deutschen Policen können hier Beiträge ausgesetzt werden, ohne Nachteile hieraus zu erlangen. Weiterhin ist die Kündigung ohne die Berechnung der in Deutschland üblichen Stornogebühren möglich. Zudem wird auch in den ersten Jahren der Laufzeit ein Rückkaufswert erzielt, da die Verwaltungskosten nicht vollständig gleich im ersten Jahr veranschlagt werden.

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