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ETF (Exchanged Traded Funds)

ETF ist die Abkürzung für Exchanged Traded Funds und bedeutet wörtlich übersetzt „börsengehandelter (Index-) Fonds“. Diese Fonds sind börsenorientierte und meist passive Fonds. Regulär bilden sie in der passiven Form einen Aktien- oder Rentenindex eins zu eins ab, welches vollautomatisch geschieht. Der Vorteil beim Kauf eines ETF`s ist somit nicht nur der Erwerb einer fast exakten Nachbildung eines Index, sondern auch alle dazugehörigen Serviceleistungen.

Aktiv verwaltete ETF´s werden durch einen oder mehrere Fondmanager zusammengesetzt, wodurch höhere „Verwaltungsgebühren“ als bei den passiven Fonds entstehen. Exchange Traded Funds können direkt über die Börse ge- und verkauft werden und stellen eine flexible und liquide Anlegemöglichkeit dar. ETF´s können nicht nur in Aktien, sondern auch in Rohstoffe, Anleihen, Kreditderivate und in den Geldmarkt investiert werden.

ETFs

ETFs ©iStockphoto/marco302

Für den Kauf eines ETF´s muss der Anleger den Spread sowie Ordergebühren zahlen. Der Spread bezeichnet die Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs. Je höher das Handelsvolumen des ETF´s, desto niedriger ist in der Regel der Spread. ETF´s Anbieter legen jedoch bereits im Voraus einen maximalen Spread fest.

Die Vorteile der ETF´s sind klar zu definieren:

– Der Inventarwert eines traditionellen Fonds wird nur einmal pro Tag festgestellt, liquide ETF´s werden allerdings wie Aktien ununterbrochen gehandelt. Dies ermöglicht einen mehrmals täglichen Ein- und Ausstieg zu bekannten Kursen. Branchen- und Marktorientierte Anlagestrategien können somit einfacher und effizienter umgesetzt werden.
– Eine Diversifikation ist auch mit kleinen Beträgen möglich.
– Exchanged Traded Funds werden als Sondervermögen angesehen und haben somit einen Schutz vor Emitteninsolvenz.
– Ein effizienter Börsenhandel ist möglich.
– ETF´s haben eine unbegrenzte Laufzeit.
– Die Mindesthandelmege von ETF´s beträgt nur ein Stück, somit sind sie sehr liquide Finanzinsturmente.
– Börsen sind durch das Transparentgebot verpflichtet, die Zusammensetzung eines ETF- Portfolios täglich neu bekannt zu geben. So kann man die Zusammensetzung exakt nachvollziehen und entsprechend investieren.

Auch für Privatanleger lohnt sich die Investition in ETF´s, da kleinere „Größen“ unter den selben Bedingungen wie bei institutionellen Investoren gehandelt werden können.

Wie entstand der ETF überhaupt?

1971 wurde der erste Indexfonds von William Sharpe und Bill Fouse entwickelt. Die Idee war es, einen Markt möglichst präzise durch ein Produkt abzubilden. Ende der achtziger Jahre entstanden dann Urformen der Exchange Traded Funds in Kanada unter dem Namen TIPs. Im Jahre 1990 wurde der Zulassungsprozess für Exchanged Traded Funds gestartet. Richtig bekannt wurden die ETF´s allerdings erst im Jahre 1993, als sie unter „Spider“ und „Qubes“ in den USA eingeführt wurden. 2000 begann dann auch der Handel mit ETF in Deutschland, Großbritannien, Israel, der Schweiz und Schweden. 5 Jahre später erstürmte der ETF auch Osteuropa, Südafrika und Irland.

Kurz gesagt verknüpfen Exchanged Traded Funds die Vorzüge von Indexfonds und Aktien, sparen jedoch deren Nachteile aus. ETF´s sind die ideale Anlageform, um dauerhaft bei niedrigen Kosten in den Aktienmarkt zu investieren.

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