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Facelift

Schon nach dem 30. Lebensjahr beginnt die Gesichtshaut zu erschlaffen und ihre natürliche Feuchtigkeit zu verlieren. Die sichtbaren Folgen sind Falten um Mund und Augen, hängende Haut an den Wangen und Fettansammlungen am Kinn. Während Männer angeblich im Alter interessant werden, fühlen sich viele Frauen mit zunehmender Faltenzahl und -tiefe immer unattraktiver. Ein Facelift kann ihnen ein um zehn Jahre jüngeres Aussehen und ein gestiegenes Selbstwertgefühl zurückgeben.

Richtig Sinn macht ein Facelift erst nach dem 40. Lebensjahr. Bis zu diesem Zeitpunkt können Falten, wenn nötig, z.B. mit Botulinumtoxin oder Hyaluronsäure unterspritzt werden. Kommt zu den Falten aber mit zunehmendem Alter auch Hautüberschuss und -erschlaffung im Gesicht dazu, kann der Zeitpunkt für ein Facelift gekommen sein. Bei Bedarf kann diese Operation mit einem Stirn- und Brauenliftung oder einer Augenlidstraffung kombiniert werden.

Vorbereitung auf die Operation

Um Wundheilungsstörungen zu verhindern, sollten Raucher zwei Wochen vor einem geplanten Facelift ihren Zigarettenkonsum auf höchstens fünf Zigaretten pro Tag einschränken, besser ganz auf das Nikotin verzichten. Außerdem sollten Sie einige Tage vor der Operation keinen Alkohol und Vitamin C zu sich nehmen.

Die Haare oder Haaransätze müssen für ein Facelift nicht abrasiert werden, sollten aber am Tag vor der Operation mit einem desinfizierenden Shampoo gewaschen werden.

Durchführung

Ein Facelift wird in der Regel unter einer so genannten Stand-by-Anästhesie durchgeführt, bei der man sich in einem Dämmerschlaf befindet. Gleichzeitig wird das Gesicht lokal betäubt, sodass keine Schmerzen auftreten. Der Schnitt bei einem Facelift verläuft im Bereich der Haare und Ohrmuschel in natürlichen Falten. Das Unterhautbindegewebe wird mithilfe der SMAS-Technik gerafft. SMAS ist die Abkürzung für Superficial Muscular Aponeurotic System, zu deutsch: oberflächlich-muskuläres Sehnenplattensystem. Bei dieser Methode wird zuerst die oberflächliche Haut bis zur Mundwinkelfalte gelöst und dann die muskuläre Bindegewebsschicht darunter freigelegt. Diese wird gestrafft , überschüssiges Gewebe und Fettpolster, z.B. in den Wangen, entfernt und mit Fäden nach hinten und oben fixiert.

Facelift

Facelift @iStockphoto/Alexander Raths

Anschließend wird die oberflächliche Haut glattgestrichen, überschüssige Haut entfernt und die Wunde mit feinen Fäden zusammengenäht. In manchen Fällen wird die Haut vorher mit Fibrinkleber auf der Unterlage fixiert. Manchmal wird eine kleine Drainage für 24 Stunden gelegt, durch die Wundwasser und Blut ablaufen kann. Nach der Operation wird ein fest, aber nicht zu eng sitzender Kopfverband angelegt.

Bei Bedarf kann gleichzeitig zu einem Facelift auch die Halsregion gestrafft werden. Dabei verläuft der Schnitt lediglich etwas weiter hinten im Haarbereich. Zusätzlich wird ein kleiner Schnitt unter dem Kinn gemacht.

Insgesamt dauert ein Facelift drei bis fünf Stunden. Danach sollten Sie für zwei bis drei Tage im Krankenhaus bleiben, um mögliche Komplikationen wie Nachblutungen sofort behandeln zu können. Der Oberkörper darf in den ersten Tagen nach dem Eingriff nie komplett flach liegen. Am fünften Tag wird der Kopfverband gewechselt, nach zehn Tagen können der Verband und die Fäden entfernt werden. Danach kann das Gesicht wieder normal gepflegt werden. Für den Zeitraum von vier bis sechs Wochen sollten Sie körperliche Anstrengung und Sport vermeiden, drei Monate lang außerdem auf Sonnenbäder verzichten.

Ein gut durchgeführtes Facelift kann Sie um zehn Jahre verjüngen und hält auch genauso lange an. Ein zweites Facelift kann frühestens sechs bis acht Jahre nach dem ersten Eingriff durchgeführt werden. Auf ein drittes sollte komplett verzichtet werden.

Risiken

Ein Facelift gehört zu den schwierigsten Eingriffen in der Schönheitschirurgie, weshalb größte Vorsicht während der Operation geboten ist. Gesichtsnerven werden zwar selten verletzt, doch sind mögliche Schädigungen der Nerven in den meisten Fällen nicht reversibel. Folge von Lähmungen der Gesichtsnerven könnten ein hängender Mundwinkel oder nicht schließbare Augenlider sein. Außerdem kann es bei einem Facelift zu Asymmetrien oder einem maskenhaften Gesichtsausdruck kommen.

Da die Gesichtshaut stark durchblutet ist, sind Infektionen bei einem Facelift sehr selten. Nachblutungen werden meist kaum bemerkt, können aber fatale Auswirkungen haben. Tritt in den ersten Stunden nach der Operation eine Nachblutung auf, muss diese sofort behandelt werden. Ist die Spannung auf den Narben zu groß, können diese sich verbreitern oder wuchern.

Kosten

Die Kosten des Facelifts reichen von 3.500 bis 8.000 Euro. Sie richten sich vor allem nach der Größe des Eingriffs. Ein Facelift, bei dem auch die Halsregion gestrafft wird, kostet mehr als ein kleines Facelift nur im Gesicht. Da es sich bei einem Facelift um eine rein ästhetische Operation handelt, übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht.

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