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Faltenunterspritzung

Ihrer Entstehung kann zwar vorgebeugt werden, aber irgendwann treffen sie jeden: die Falten! Sie entstehen im Zuge der normalen Alterung der Haut, aufgrund einer ausgeprägten Mimik und verschiedener äußerer Einflüsse wie vor allem Sonne, Nikotin und Stress. Auch Hitze, Kälte und Wind können die Faltenbildung verstärken.

Der Grund für die Entstehung von Falten ist, dass mit der Zeit die Elastizität der Haut und ihre Fähigkeit Wasser zu speichern abnimmt. Deshalb kann sie sich nicht mehr so gut zusammenziehen. Außerdem werden Oberhaut und Lederhaut immer dünner und bilden daher wesentlich schneller Falten als eine dickere Haut.

Vor allem Frauen fühlen sich durch Krähenfüße, Lach- und Kummerfalten nicht wohl in ihrer Haut. Haben Sie doch das Gefühl, mit Falten unattraktiv und alt zu wirken. Eine Faltenunterspritzung kann in diesen Fällen helfen, ein bisschen Jugend zurückzugewinnen.

Vorbereitung auf die Operation

Eine Vorbereitung auf eine Faltenunterspritzung ist nicht nötig.

Durchführung

Eine Faltenunterspritzung wird ambulant durchgeführt. Eine Betäubung ist dabei in den meisten Fällen nicht notwendig, nur bei empfindlichen Bereichen, beispielsweise an der Oberlippe, kann eine örtliche Betäubung, z.B. mit einer betäubenden Salbe, durchgeführt werden. Bekanntestes Füllmaterial bei einer Faltenunterspritzung ist sicherlich Botulinumtoxin, kurz Botox genannt. Bei diesem Stoff handelt es sich um Nervengift, das bereits seit über 30 Jahren bei unnormalen Gesichtsbewegungen oder -muskelkrämpfen eingesetzt wird. Botox hemmt die Reizübertragung vom Nerven auf den Muskel, dieser entspannt sich und die darüber liegende Haut glättet sich. Es eignet sich daher besonders gut bei Mimikfalten wie Stirnfalten, Zornesfalten und Krähenfüßen.

Bei der Faltenunterspritzung mit Botulinumtoxin werden je nach Größe des zu behandelnden Gebiets im Abstand von ein bis zwei Zentimetern das Botox mit einer sehr dünnen Kanüle in den für die Falten verantwortlichen Muskel gespritzt. Die Wirkung tritt zwischen dem dritten und fünften Tag nach Eingriff ein.

Faltenunterspritzung

Faltenunterspritzung @iStockphoto/Alexander Raths

Falten im Bereich der Oberlippe, der Wangen oder der Mundwinkel sind meist altersbedingt. Bei ihnen wird Botox normalerweise nicht verwendet, sondern auf biologisch abbaubare Füllmaterialien zurückgegriffen, welche den Bereich unter der Falte regelrecht „unterpolstern“ und auf diese Weise die Falten beseitigen. Zu diesen Füllmaterialien zählen Kollagen, Hyaluronsäure, Milchsäure und Eigenfett.

Je nach Region und Material wird die Faltenunterspritzung unterschiedlich durchgeführt. Bei einzelnen Falten wird die Kanüle entweder mehrmals an anderen Stellen eingestochen oder einmal über die gesamte Kanülenlänge. Beim gleichmäßigen Zurückziehen wird dann das Füllmaterial unter die Falte gespritzt. Bei größeren Gebieten, z.B. den Wangen, wird die Kanüle komplett unter die Haut geführt und ebenso beim Zurückziehen das Material gespritzt. Kurz vor Ende der Nadel wird diese um einige Grade gedreht und der Vorgang wiederholt. Auf diese Weise kann der ganze Bereich fächerförmig unterspritzt werden.

Nach der Faltenunterspritzung werden Kühlkompressen aufgelegt, um Schwellungen zu verhindern. Die Behandlung selbst dauert nur wenige Minuten. Nachdem die Haut gereinigt wurde, können Sie nach Hause gehen. Schon am nächsten Tag können Sie wieder arbeiten und Sport treiben. Sonnenbäder sollten Sie für eine Woche vermeiden.

Eine Faltenunterspritzung hält je nach Material unterschiedlich lange an. Eine Botoxbehandlung wirkt zwischen vier und acht Monaten, manche andere Substanzen bis zu einem Jahr. Danach muss die Behandlung wiederholt werden. In manchen Fällen bilden sich die Muskeln bei einer wiederholten Botox-Injektion regelrecht zurück, sodass es zu einem dauerhaften Erfolg kommt.

Risiken

Eine Faltenunterspritzung ist risikoarm. Nebenwirkungen wie Schwellungen, Blutergüsse oder Augentrockenheit verschwinden nach einiger Zeit von selbst wieder. Werden die Injektionen nicht gleichmäßig gesetzt, kann es zu einem „schiefen Gesicht“ kommen, Überdosierungen mit Botox können zu einem maskenhaften Gesicht führen. Bei einzelnen Füllmaterialen kann es zu allergischen Reaktionen, Verhärtungen oder Knötchen kommen.

Gefahr besteht aber bei so genannten Botox-Parties! Bei diesen spritzen sich häufig ungeübte Laien das Nervengift, was zu gefährlichen Nebenwirkungen wie Lähmungserscheinungen führen kann.

Kosten

Die Kosten für eine Faltenunterspritzung hängen vom verwendeten Material und der Größe des zu behandelnden Gebiets ab. Sie liegen zwischen 100 und 800 Euro pro Sitzung. Da es sich bei der Faltenunterspritzung um einen rein ästhetischen Eingriff handelt, übernehmen Krankenkasse die Kosten nicht.

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