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Farbpunktur

Die Farbpunktur geht auf das alte Wissen der Inder und Chinesen zurück, welche durch den Einsatz verschiedener Farben und Farblichter unterschiedliche Reaktionen des Menschen hervorrufen konnten. Als Begründer der modernen Farbpunktur gilt Peter Mandel. Er arbeitet seit den 1960er Jahren auf der Theorie basierend, dass die meisten Krankheiten im Unterbewusstsein entstehen, an verschiedenen Behandlungsformen, um eben dort Krankheiten lindern oder heilen zu können, wo sie entstehen.

Man geht bei der Farbtherapie von der wissenschaftlichen Grundlage aus, dass Sonnenlicht ein Spektrum an Farben beinhaltet, die unterschiedliche Strahlungsfrequenzen besitzen. Dieses Farbspektrum, dass sich im Naturschauspiel des Regenbogens eindrucksvoll präsentiert, besteht aus sieben Farben, die nach Mandel unterschiedliche Schwingungsenergien besitzen.

Die Farbpunktur ist eine besondere Behandlungsform, welche die traditionelle Akupunktur mit den Möglichkeiten der Farbtherapie durch den Einsatz farbigen Lichtes ergänzt. Diese Behandlung geht individuell auf den jeweilig zu behandelnden Menschen ein und beachtet dabei sowohl die körperlichen Beschwerden als auch die im psychosomatischen Bereich begründeten Krankheitsursachen. Dabei wird Gesundheit nicht als das Fehlen von Krankheiten, sondern als Fähigkeit des Körpers zur Selbstregulierung des Informationssystems verstanden.

Wie funktioniert die Farbpunktur?

Bei der Farbpunktur sollen die farbigen Lichtstrahlen die gestörten Regionen des Körpers wieder ins Gleichgewicht bringen. Sie sollen die Zellen durch ihre eigene Schwingung mitziehen und somit eine Entstörung der Zone durch die körpereigenen Selbstheilungskräfte anregen. Ein solcher „Reset“ der Körperzellen soll somit einen gesunden Neustart nach der Anwendung ermöglichen. Je nach vorliegendem Beschwerdebild kann eine oder mehrere Farben des natürlichen Farbspektrums zum Einsatz kommen. Jede Farbe entspricht einer Charakteristik, die durch die Einstrahlung Defizite ausgleichen und somit heilen können soll. Über 200 verschiedene Systeme haben sich dabei inzwischen in der Farbpunktur verbreitet, sowohl als alleinige Behandlungsweise (insbesondere präventiv) als auch in Kombination mit anderen Naturheilmethoden.

Farbpunktur

Farbpunktur @iStockphoto/Daniel Schoenen

Rot – Aktivität und Lebensenergie

Die Farbe Rot wird als Farbe der Aktivität und des Lebens gesehen. Alle impulsiven Gefühlsregungen wie Liebe, Freude, Wut und Zorn werden durch diese Farbe widergespiegelt. Im Körperlichen gilt Rot als Entsprechung des Herzens und der Lunge. Diese Farbe erhöht den Blutdruck, den Puls sowie die Atemfrequenz und die Durchblutung. Als „warme“ Farbe soll sie gleichzeitig bei allen nichtentzündlichen Prozessen heilsam wirken können.

Orange – Frohsinn und Optimismus

Die Farbe Orange besitzt Anteile des aktiven Rot und des gelösten Gelb. Somit steht diese Farbe für Frohsinn, Heiterkeit, Optimismus sowie Herzenswärme. Ihr Einsatzgebiet findet die Farbe Orange entsprechend bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Lustlosigkeit. Gleichzeitig soll die Farbe den Ehrgeiz steigern und die Verjüngung der Haut fördern sowie Falten lindern können.

Gelb – Gelöstheit und aktives Temperament

Gelb in allen Variationen steht für die Unbefangenheit und Gelöstheit, die mit der aufgehenden Sonne vergleichbar ist. Körperlich entspricht die Farbe Gelb dem Drüsen-, Hormon- und Lymphsystem sowie dem Verdauungstrakt. Ebenfalls wird diese Farbe bei schlaffer Haut und in Verbindung mit der linken Gehirnhälfte genutzt.

Grün – Konzentration und passives Temperament

Grün als Farbe der Erde gilt als neutraler und erdender Faktor mit harmonisierender Wirkung auf alle Belange des Lebens. Dieser Umstand erfordert die Konzentration auf das Wesentliche und fördert selbige laut der Farbtherapie entsprechend. Grün gilt entsprechend auch als Farbe für die Harmonie, für Logik und Analytik, für das Wahrnehmen, Registrieren, Denken und Erinnern. Körperlich findet die Farbe im Stoffwechsel ihre Entsprechung. Grünem Licht wird somit Entgiftung, Stoffwechselaktivierung und Festigung von Haut und Bindegewebe nachgesagt.

Blau – Ruhe und Entspannung

Der Farbe Blau, die Farbe des Himmels und des Wassers, gilt als eine ruhige und ausgleichende Farbe. Tiefenentspannung und Entkrampfung finden unter dem Einfluss blauen Lichtes ihre Entsprechung. Migräne soll ebenso gelöst werden können wie Schlaflosigkeit. Darüber hinaus gilt sie als hautberuhigend, desinfizierend und abschwellend (bei Wunden und Schwellungen) sowie unterstützend bei der Hautreinigung (Ausgleich von Talgdrüsen).

Violett – Gefühle und Intuition

Der rechten Gehirnhälfte zugeordnet findet sich in der Farbe Violett alles Emotionale und Intuitive eines Menschen. Dazu gehören insbesondere Belastungen der Psyche und des Unterbewusstseins. Die Behandlung mit violettem Licht soll somit das innere Kind stärken und befreien, gleichzeitig im Bereich des Immunsystems stabilisierend wirken sowie bei Cellulite, Narben und Gewebedeformationen unterstützen.

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