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Fette

Eines ist bei allen Versuchen abzunehmen entscheidend: Die Kenntnis über die verschiedenen Fettsäuren. Fett ist nämlich nicht gleich Fett. Ein kompletter Verzicht auf Fett ist weder möglich noch sinnvoll. Es kommt vielmehr darauf an, dass wir ganz bestimmte Fettsäuren zu uns nehmen und andere dafür von unserem Speiseplan weitestgehend streichen. Zunächst soll ein Blick auf unseren Körper – im speziellen auf unsere Blutfette – uns aber helfen zu verstehen, welche Ernährung optimal und welche ungesund ist.

Blutfette

Zum Thema Blutfette gehört das Schlagwort Cholesterin, welches so Manchen zusammenzucken lassen wird. Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut ist zumeist eine Folge unserer Wohlstandsgesellschaft, in der gerade Fleisch immer zur Verfügung steht und in unangemessenen Mengen verzehrt wird. Cholesterin nehmen wir aber nicht nur durch unsere Ernährung auf, unser Körper bildet es auch selbst.

Insgesamt muss man beim Thema Cholesterin zwischen dem HDL- und dem LDL-Wert unterscheiden. Der HDL-Wert bezeichnet dabei dasjenige Cholesterin, welches dem menschlichen Körper wertvolle Dienste erweist. Es transportiert schädliches Cholesterin aus dem Blut und aus dem Gewebe ab und leistet somit einen wichtigen Beitrag dazu, dass Herzerkrankungen und auch Arteriosklerose entgegengewirkt werden kann. Ein hoher HDL-Wert ist also kein Grund zur Besorgnis, sondern sogar erstrebenswert.

Anders sieht es bei dem schlechten Cholesterin, welches der LDL-Wert anzeigt, aus. Auch dieses Cholesterin befindet sich im Blut und somit im gesamten Körper. Im Gegensatz zu dem HDL kann es sich allerdings, wenn der Wert über lange Zeit zu hoch ist, in den Arterien und Gefäßen absetzen. Hier kann es dann zu Verstopfungen kommen, die wenn sie in den Herzgefäßen angesiedelt sind, einen Herzinfarkt und wenn sie im Gehirn oder in der Halsschlagader angesiedelt sind, einen Schlaganfall auslösen können. Der HDL-Wert muss dementsprechend unbedingt auf einem normalen Niveau gehalten werden. Personen, die einen viel zu hohen HDL-Wert haben – sei es aufgrund von Vererbung oder aufgrund des Lebenswandels – werden bei der Senkung ihres Cholesterinspiegels von ihrem Arzt mit der Gabe von Medikamenten – sogenannten Lipidsenkern – unterstützt. In den meisten Fällen genügt es allerdings, wenn man konsequent seine Ernährung umstellt und auf die schädlichen Fettsäuren, die einen Anstieg des HDLs verursachen, verzichtet.

Fette

Fette @iStockphoto/enviromantic

Fettsäuren in der Nahrung

Alltäglich begegnen uns die Begriffe essentielle, gesättigte und ungesättigte Fettsäure. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesen Begriffen und wie beeinflussen die unterschiedlichen Fettsäuren unseren Cholesterinspiegel?

Unter den Begriff essentielle Fettsäuren fallen all diejenigen Fette, die der menschliche Körper zwar nicht selbst herstellen kann, die er aber benötigt um gesund zu bleiben. So tragen diese Fettsäuren zum Beispiel dazu bei, dass manche Vitamine erst richtig vom Körper aufgenommen werden können. Essentielle Fettsäuren weisen immer mindesten eine Doppelbindung auf, genauso wie ungesättigte Fettsäuren. Womit wir schon bei dem nächsten Begriff wären: Ungesättigte Fettsäuren. Je nachdem, ob diese eine oder mehrere Doppelbindung aufweisen, werden sie unterteilt in einfach und mehrfach gesättigte Fettsäuren. Gerade die mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren, wie sie zum Beispiel in verschiedenen Fischsorten enthalten sind, können dazu beitragen, dass der schlechte Cholesterinwert gesenkt werden kann. Hier ist Fett also nicht ungesund, sondern erfüllt in Maßen eine wichtige Aufgabe in unserem Körper.

Anders sieht es da schon bei den gesättigten Fettsäuren aus, sie liefern unserem Körper zwar viel Energie, sind aber nicht so wichtig wie die ungesättigten Fettsäuren. Hier kann ein Zuviel schnell schädliche Folgen haben, das schlechte Cholesterin steigt und unser Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden ebenfalls. Gesättigte Fettsäuren kommen in tierischen Produkten, also in Fleisch, Butter, Milch und in Eiern vor. Gesättigte Fettsäuren kann unser Körper im Übrigen selbst herstellen, die Aufnahme durch die Nahrung ist dementsprechend nicht so nötig wie die Aufnahme von essentiellen Fettsäuren. Natürlich muss man nicht vollständig auf gesättigte Fette verzichten, man sollte allerdings sparsam damit umgehen und auch versteckte Fette in Aufschnitt, Käse und Soßen zu identifizieren wissen.

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