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Geschichte des Energieausweises

Der Energieausweis und seine Geschichte sind eng mit dem Bestreben der Menschen verknüpft, mit den eigenen Energieträgern etwas achtsamer umzugehen. Schließlich ist es in Europa einem großen Teil der Bevölkerung seit einigen Jahren bewusst, dass gerade unsere fossilen Energieträger mit jedem Tag etwas weniger werden. Sie sind nicht für die Ewigkeit gemacht und werden schon bald nur noch in einem sehr begrenzten Rahmen zur Verfügung stehen. Und je knapper Öl oder Gas werden, umso höher steigen die Preisen, was letzten Endes dazu führt, dass auch die Kosten für Energie immer weiter klettern. Und damit nicht genug, belastet die Verbrennung der fossilen Rohstoffe unsere Umwelt. Es entstehen sogenannte Treibhausgase, die im Verdacht stehen, unser Klima so nachhaltig zu beeinflussen, dass der Planet Erde in einigen Jahren nicht mehr der selbe sein wird, wie noch vor 10 Jahren. Aus diesem Grund hat sich nicht nur innerhalb der Bevölkerung Widerstand gegen die bisherige Energiepolitik geregt.

Auch die Regierungen der verschiedenen Staaten beginnen langsam zu reagieren. Es gibt zwar immer noch einige schwarze Schafe, welche die Entwicklung abstreiten. Aber in vielen Ländern hat auch auf hoher politischer Ebene ein Umdenken eingesetzt. Nicht zuletzt findet diese Haltung in den Entscheidungen der EU ihren Niederschlag. Aber die eigentliche Entwicklung des Energieausweises beginnt noch viel früher. Auf dem Umwelt-Gipfel in Rio 1992, wurde eine Vereinbarung getroffen, nach der die Treibhausgase, wie CO oder CO2 endlich stabilisiert und nach Möglichkeit gesenkt werden sollten. Mit der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls 1997 gingen die Regierungen sogar noch einen Schritt weiter.

Energieausweis

Energieausweis ©iStockphoto/gopixa

Mit der Unterschrift unter dieses Dokument war die verbindliche Aussage verbunden, die Treibhausgase bis 2012 um mehr als 5 Prozent zu reduzieren. Und um dieses Ziel zu erreichen, erklärte ein Teil der Regierungen die Reduzierung des Energieverbrauchs zum Kern der neuen Umweltpolitik. Der erste Schritt zum Energieausweis war die Wärmeschutzverordnung. Allerdings bedurfte es aufgrund der veränderten politischen Ziele einer Neuauflage. Grundlage hierzu war die eine Richtlinie der EU zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden vom Januar 2002. Diese fand ihren Niederschlag in dem neuen Energieeinsparungsgesetz und sollte schließlich zum Energieausweis führen, da der Wärmeverlust von Gebäuden wesentlichen Anteil an unserem Energieverbrauch hat. Nach ausgedehnten Feldversuchen war es schließlich soweit. Seit 2004 gehört der Energieausweis in der Gebäudewirtschaft dazu und wird in diesem Sommer zur Pflicht.

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