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Gesunder Schlaf und seine Bedeutung

Benjamin Franklin meinte einst: Früh zu Bett und früh aufstehen macht den Menschen gesund, reich und klug. An diesem Satz ist schon etwas Wahres dran. Verbringen wir doch ein Drittel unseres Lebens im Schlaf. Der Schlaf ist etwas Unumgängliches, ein täglicher Jungbrunnen, die wichtigste Regenerationsphase unseres Körpers und deshalb von enormer Bedeutung.
Aber, was passiert eigentlich mit uns im Schlaf, wie viel Schlaf braucht der Körper um leistungsfähig, gesund und vital zu sein und worauf ist besonders zu achten?

Was passiert mit uns im Schlaf?

Der Schlaf teilt sich in verschiedene Phasen. In der Ruhephase nimmt die Hirnaktivität ab, der Körper entspannt und gleitet den größten Teil der Nacht vom seichten Schlummer in den Tiefschlaf. Der Körper schaltet auf Sparflamme, der Blutdruck sinkt, Puls und Atmung werden langsamer, um folgend in die REM-Phase (REM=Rapid-Eye-Movement) zu gleiten: Der Traumschlaf beginnt. Augenzucken, gesteigerte Atemfrequenz, schnellerer Herzschlag, die Phase des Träumens. Immer wieder beginnt ein neuer Schlafzyklus und all diese Phasen werden in unterschiedlicher Länge durchlaufen. Sind in der ersten Nachthälfte noch längere Tiefschlafphasen, so nimmt in der zweiten Nachthälfte die Länge der REM-Phasen zu; der Schlaf wird wieder seichter. Die erste Hälfte des Nachtschlafes ist aufgrund der vielen Tiefschlafanteile für die körperliche Erholung am wichtigsten, allerdings ob vor oder nach Mitternacht ist weniger von Bedeutung.

Schlaf

Schlaf @iStockphoto/Alex Bramwell

Warum es so wichtig ist, gesund zu schlafen – Wirkung und Bedeutung

Schlafmangel führt zu geringerer Aufmerksamkeit, lernen und denken wird erschwert, Wahrnehmungen werden negativ beeinflusst, zudem bewirkt es ein höheres Risiko an Herzerkrankungen; Schlafentzug wirkt sogar wie Alkohol! Brauchen Neugeborene rund 16 Stunden Schlaf so liegt das Optimum bei Erwachsenen im Durchschnitt bei 7-8 Stunden. Bei älteren Menschen nimmt das Schlafbedürfnis allerdings wieder ab.
Lebenswichtige Aufgaben werden im Schlaf erledigt. Das Immunsystem wird aktiviert und gestärkt, Zellen erneuern sich. Schlaf fördert Konzentration und Gelassenheit, verarbeitet Erlebtes, speichert Erlerntes und sorgt so für ein funktionierendes Gedächtnis. Weiters hilft er, Anspannungen abzubauen und verbrauchte Energien wiederzugewinnen.

Richtige Schlafhygiene

Man sollte nur zu Bett gehen, wenn man wirklich müde ist und den Tag langsam ausklingen lassen. Deshalb kein Sport oder Bewegung direkt vor dem Schlafengehen. Ein Abendspaziergang ist allerdings empfehlenswert. Auch 2-3 Stunden vor dem zu Bett gehen sollte man keine größeren Mengen mehr essen. Weiters ist ein Einschlafen auf der Couch oder vor dem Fernseher besser zu vermeiden. Die Schlafumgebung und ein Bettsystem mit einer guten, bequemen Matratze sind genau so wichtig wie ein angenehmes Raumklima. Da Helligkeit und auch Lärm störend wirken, soll für eine ruhige Umgebung und ausreichend Verdunkelungsmöglichkeit im nicht überhitzten Schlafraum gesorgt werden. 17°C reichen für ein Schlafzimmer völlig aus. Kurzes Lüften vorher ist sogar von Vorteil. Wenn dann noch ein gewisser täglicher Rhythmus eingehalten wird, gibt es nichts besseres als nach einem erholsamen Schlaf gut gelaunt in den Tag zu starten. Denn, ein guter Tag beginnt mit einer guten Nacht!

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