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Gleich und Gleich gesellt sich gern – Die Rolle der Attraktivität bei der Partnerwahl

Irgendwie hat man es ja immer schon geahnt: Gleich und Gleich gesellt sich gern und das auch, wenn es um die Attraktivität geht. Nicht häufig sieht man Paare, bei denen der eine Partner wesentlich unattraktiver ist als der andere. Die Wissenschaft hat nun diesen Umstand bestätigt und erklärt klar und deutlich, dass die eigene Attraktivität ganz maßgeblich bestimmt, wie attraktiv unser Partner sein wird.

Auch wenn immer wieder betont wird, dass innere Werte viel bedeutender für die Partnerwahl seien, achten die meisten Menschen bei der Partnerwahl im ersten Augenblick auf das Äußere des Gegenübers. Dies ist nicht etwa mit Oberflächlichkeit zu begründen: Unser erster Eindruck ist nun einmal ganz wesentlich davon abhängig wie jemand aussieht, sich bewegt und gibt.

Ganz natürlich ist dabei, dass sich Personen, die objektiv als attraktiv wahrgenommen werden, auch Partner für ein Date erwählen, die ebenfalls attraktiv sind. Interessant ist allerdings, dass Männer durchaus dazu tendieren zu versuchen ein Date mit einer – objektiv beurteilt – attraktiveren Frau zu bekommen. Frauen hingegen schätzen ihre Wirkung auf das andere Geschlecht offenbar realistischer ein und sprechen Personen an, die sich auf einem ähnlichen Attraktivitätslevel befinden wie sie selbst.

Was ist nun aber mit denjenigen Personen, die weniger attraktiv sind und sich dementsprechend auch Partner suchen, die nicht alle Schönheitsmerkmale erfüllen können? Sind sie sich dieses Umstands bewusst oder verleugnen sie die Tatsache, dass ihr Partner nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht? Studien haben gezeigt, dass diese kleinen Mankos beiden Partnern durchaus bewusst sind. Auch weniger attraktive Personen sind in ihrer Beurteilung, was Äußerlichkeiten angeht, von kulturellen Schönheitsnormen geprägt. In unserer westlichen Welt können dies zum Beispiel folgende Standards sein: Ein Mann wird allgemein als attraktiv wahrgenommen, wenn er groß und sportlich ist, markante Gesichtszüge aufweist und breite Schultern hat – Eine Frau hingegen sollte schlank und kleiner sein sowie weiche Gesichtszüge aufweisen.

Partnerwahl

Partnerwahl @iStockphoto/hammondovi

Die Bewertung, ob eine minder schöne Person, auf die diese Standards nicht komplett passen, dennoch als potenzieller Partner in Frage kommen kann, hängt bei weniger attraktiven Personen hingegen wesentlich mehr davon ab, ob andere Qualitäten vorhanden sind – etwa Humor, Spontanität, Vielseitigkeit, Lebensfreude und eine positive Ausstrahlung. Für Personen, die selbst allgemein als attraktiv wahrgenommen werden und sich diesem Umstand auch bewusst sind, spielen Äußerlichkeiten eine wichtigere Rolle.

Fazit ist und bleibt, dass Gleich und Gleich sich gerne finden. Dies muss für niemanden enttäuschend sein: Während die einen gut zueinander passen, da sie attraktiv sind, passen andere Paare wiederum gut zusammen, da sie Gemeinsamkeiten in anderen Bereichen aufweisen. Die abschließende Frage bleibt nur: Wovon hat man mehr und was hält eine Beziehung länger frisch und lebendig?

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