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Grillen – ein leckeres Vergnügen

Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Natur wieder zum Leben erwecken, beginnt für viele Verbraucher die Grillsaison. Neben Fleisch machen inzwischen auch Gemüse und Fisch Bekanntschaft mit der Grillleidenschaft der Deutschen. Dabei sind längst nicht nur Freiluftfeeling und der Duft nach frisch gegartem Fleisch der eigentliche Magnet einer Grillfeier, sondern auch die Aussicht auf eine kleine Gartenparty. Schließlich grillt Deutschland nur ungern allein, in der Regel sorgen Verwandte, Freunde und Nachbarn für eine angenehme Stimmung, während sich der Grillbesitzer um Würste, Steaks, gefüllte Tomaten und manch andere Leckerei kümmert.

Die Qual der Wahl: Der passende Grill

Vor dem Start in die Grillsaison steht die Auswahl des passenden Grills. Dabei ist es längst nicht mehr damit getan, einfach zu einem günstigen Modell zu greifen, der Handel bietet die unterschiedlichsten Varianten und Ausführungen an. Die Palette reicht von der einfachen Campingvariante bis hin zu einem gemauerten Grillofen. Schließlich geht es beim Grillen nicht einfach nur darum, Fleisch auf einem Metallrost zu braten, sondern das Grillgut entsprechend den unterschiedlichen Wünschen der Gäste auf den Punkt genau zu garen. Um später mit einem Fehlkauf nicht eine böse Überraschung zu erleben, lohnt es sich mitunter, die Anschaffung eines neuen Grills gedanklich zu planen.

Für wieviel Personen sollte ein Grill ausgelegt sein? Ist der klassische Holzkohle-Grill die richtige Wahl, oder eignen sich eher Holz- und Gasgrills. Speziell die Antwort der letzten Frage sollte auf die Kaufentscheidung wesentlichen Einfluss haben. Für Gartenbesitzer, die ausgebrannte Holzkohlereste ohne Probleme entsorgen können, bietet sich natürlich die Anschaffung eines Kohlegrills an. Leider muss für die Vorbereitungen eine etwas längere Zeitspanne eingeplant werden, da Holzkohle die notwendige Grilltemperatur erst nach einigen Minuten zur Verfügung stellt. Wesentlich einfacher ist dagegen ein Gasgrill zu handhaben. Diese Variante wird mit Propangas betrieben und erreicht nach wenigen Augenblicken die notwendige Temperatur. Eine weitere Möglichkeit ist die Anschaffung eines Elektrogrills. Hier ist zwar immer eine Stromquelle unbedingte Voraussetzung, dafür kann bei schlechtem Wetter die Gartenparty auch ins Trockene verlegt werden.

Was kann man eigentlich grillen?

Bei der Frage, was alles als Grillgut dienen kann, zählt vor allem der persönliche Geschmack. War bis vor wenigen Jahren der Grillrost vorwiegend für Fleisch und Bratwürste reserviert, tauchen immer häufiger Gemüsekreationen und Fischgerichte auf. Und selbst wenn eher die klassische Variante mit Würstchen bevorzugt wird, bietet sich heute eine große Palette verschiedener Variationen, neben einer Käse- oder Chilifüllung lässt sich auch die eine oder andere Bratwurst mit Knoblauch auf einem Grill platzieren. Ein weiteres Muss auf jeder Grillparty ist mariniertes Grillfleisch. Im Gegensatz zu vergangenen Tagen, die eher durch deftige und sehr würzige Marinaden gekennzeichnet waren, setzen immer mehr Grillbesitzer auf exotische Aromen.

Grillen

Grillen @iStockphoto/BlueMoonStudioInc

Ein gutes Beispiel sind Limettensaft und Ingwer, welche dem Fleisch nicht nur einen ausgesprochen angenehmen Geschmack verleihen, sondern zugleich das Fleisch weich und zart machen. Einfach das Grillgut für eine gute halbe Stunde in der Marinade ziehen lassen und anschließend in gewohnter Art und Weise weiterverarbeiten. Mit dem Marinieren sollte man aber nicht zu spät beginnen, da gerade dickere Fleischstücke mehr Zeit zum Durchziehen benötigen.

Ein weiterer Tipp sorgt dafür, dass auch Gegrilltes schön saftig bleibt: Einfach nach dem Anbraten das Fleisch in ein Stück Alufolie einwickeln. Damit geht weniger Fleischsaft verloren und das Steak schmeckt immer noch saftig. Wer einen besonders sanften Umgang mit seinem Grillgut pflegt, gart nach dem ersten Anbraten das Fleisch bei geringer Hitze am Rand des Grillrostes durch. Damit auch kleine Fleischstücke ihre Form behalten und sich nicht verziehen, raten Grillexperten zum Einschneiden der Fettränder.

Beim Grillen von Obst und Gemüse empfiehlt sich eine Aluschale, um damit lose Stücke zu garen. Eine mögliche Alternative wäre die Vorbereitung einfacher Grillspieße wie etwa Ananas-Hähnchen-Spieße oder Zucchini-Spieße mit kleinen Schweinefleisch- und Zwiebelstücken. Durch die Verwendung einer Aluschale können die einzelnen Gemüsestücke in ihrem eigenen Saft schmoren, was sie bedeutend saftiger und aromatischer macht.

Immer wieder ein Renner jeder Grillparty sind Folienkartoffeln, die sich schnell und einfach zubereiten lassen. Mit einem leckeren Dip serviert sind diese eine gern gesehene Beilage. Werden Dips noch durch selbst gemachte Soßen ergänzt, sorgt dies natürlich für anerkennende Blicke durch die Gäste. Eine einfache Variante, die auch selbst zubereitet werden kann, ist eine Zigeunersauce mit Senf, Schnittlauch, fein gehackter Zwiebel, Zitronensaft und Ketchup.

Zu jedem Grillgut das passende Getränk

Neben leckeren Salaten und gerösteten Brotscheiben mit Knoblauch- oder Kräuterbutter runden natürlich die Getränke eine echte Grillparty ab. Neben Bier, fruchtigen Weiss- oder würzigen Rotweinen muss jeder Gastgeber natürlich auch an die Nicht-Alkoholiker denken. An dieser Stelle stehen Säfte auf der Hitliste natürlich ganz oben. Wer aber seine Gäste mit besonderen Highlights beeindrucken möchte, sollte einmal die Zubereitung einer Bowle ausprobieren. Dazu werden einfach Cocktailfrüchte in einer großen Schale zusammen mit frischem Obst und Saft gemischt. Um diesem Getränk ein Teil der kräftigen Süße zu nehmen, reicht die Zugabe von etwas Mineralwasser aus. Auf diese Weise wird aus der Bowle ein leichtes und prickelndes Getränk – und mit ein paar Eiswürfeln steigt auch der Erfrischungsfaktor.

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