Skip to main content

Hausmittel und Tipps gegen Falten

Falten sind nicht immer nur unattraktiv, können einen Menschen sogar interessanter erscheinen lassen. Da Falten eine ganz natürliche Folge der Alterung der Haut sind, verbinden wir damit auch viel Lebenserfahrung. Dennoch sind die Falten nicht unbedingt die Freunde der Frauen. Wir wir sie loswerden oder zumindest eindämmen können, wird im Folgenden thematisiert.

Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Zellerneuerung, was besonders auf den eingeschränkten Abtransport von Abfall- und Schadstoffen aufgrund des Zellstoffwechsels zurückzuführen ist. In der Folge baut das Bindegewebe Kollagen ab und die immer dünner werdende Haut verliert zunehmend an Elastizität. Dabei speichert sie auch immer weniger Flüssigkeit. Besonders betroffen von den natürlichen Alterungsprozessen ist die Gesichtshaut, die ja dadurch mehr strapaziert wird, dass sie täglich den erodierenden Einwirkungen von Wind, Wetter und UV-Strahlung ausgesetzt ist. Aber auch die anderen exponierten Hautpartien am Hals, an den Handrücken und Unterarmen teilen dieses Schicksal.

Neben der Genetik sind es auch viele verschiedene Faktoren, die in der Lebensweise eines Menschen zu suchen sind, die eine frühzeitige oder eher verlangsamte Faltenbildung zur Folge haben. Gefördert wird die Entstehung von Falten zum Beispiel durch:
– zu viel Sonneneinstrahlung oder häufige Besuche des Solariums (UV-Licht)
– Rauchen
– Alkohol
– Drogen
– Luftverschmutzung
– chronischer Schlafmangel
– (negativer) Stress
– Medikamente
– Mangel an Vitaminen, Mineralstoffe oder Nährstoffe
– zu schnelles Abnehmen aufgrund einer Diät oder Krankheit
– die Neigung zum Grimassenschneiden, Lächeln und Lachen, Stirnrunzeln
– hormonelle Umstellung
An dieser Liste, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit, ist bereits zu erkennen, das ein gesunder Lebensstil offenbar einen nicht unerheblichen positiven Einfluss auf jugendliches Aussehen hat. Verhindern lässt sich das Älterwerden natürlich nicht.

Falten

Falten ©iStockphoto/ValuaVitaly

Tipps für eine gesunde Ernährung

Eine vitalstoffreiche Ernährungsweise kann „von innen“ die Faltenbildung mindern und verlangsamen. Besonders gut bewährt haben sich dabei grüne Gemüse wie Brokkoli, Spinat oder Grünkohl. Diese Produkte enthalten viel Vitamin B mit den Eigenschaften, Entzündungen zu lindern und für einen frischen Teint der Haut zu sorgen.

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist essenziell, das heißt, wir müssen es möglichst täglich von außen zuführen, unser Körper kann es nicht selbst synthetisieren. Das Vitamin behindert die Vermehrung von Viren und schützt uns so vor sehr vielen Krankheiten. Darüber hinaus ist es an der Kollagenbildung beteiligt, die für die Elastizität der Haut verantwortlich ist. Vitamin C haftet sich an die aggressiven Bindungsarme der sogenannten „freien Radikale“ an und macht diese Schadstoffe und Gifte damit unschädlich. Rote Paprikaschoten, Zitrusfrüchte, Beeren, Ananas, Kiwi, Hagebutten- und Sanddornsaft enthalten viel Vitamin C.

Die Ernährungsweisen in den modernen westlich geprägten Gesellschaften mit dem hohen Fleischkonsum und den vielen tierischen Fetten haben eine signifikante Übersäuerung unserer Körper zur Folge. Diese Situation befördert zum Beispiel ständige Entzündungsprozesse in allen Stellen des Organismus. Dabei können wir dem leicht entgegenwirken, indem wir bewusst vermehrt basische Produkte zu uns nehmen. Mit Obst und Gemüse liegen wir diesbezüglich immer richtig.

Vitamin E schützt die Haut unter anderem durch einen Ausgleich von Feuchtigkeitsverlust und die Anregung der Zellneubildung (Epithelisierung). Dieses wertvolle Vitamin befindet sich beispielsweise in vielen Körnern, Nüssen und pflanzlichen Ölen wie Leinsamen-, Weizenkeim- oder Sonnenblumenkernöl.

Vitamin A regt die Zellteilung an und es fördert die Bildung von elastischen Fasern. Dadurch wird die Haut etwas dicker und auch in ihrer Struktur stabilisiert, was sich sehr positiv bei trockener Haut auswirkt. Da es sich hierbei um ein fettlösliches Vitamin handelt, kommt es fast ausschließlich in tierischen Produkten wie Fleisch und Fisch, Milchprodukte und natürlich in Innereien vor. Dagegen enthalten Obst und Gemüse zumindest Vorstufen des Vitamins, die sogenannten Carotinoide. Diese werden im Darm mithilfe bestimmter Enzyme zu Vitamin A umgewandelt.

Ohne Wasser geht gar nichts

Wasser entschlackt und füllt die Polster in der Haut auf, was die Haut glättet. Ernährungswissenschaftler raten ohnehin dazu, morgens, nachdem man während der Nacht durch Schwitzen viel Wasser verloren hat, auf nüchternen Magen erst einmal ein großes Glas Wasser (nicht zu kalt) zu trinken. Während des ganzen Tages darf man dann auf drei Liter Flüssigkeit kommen. Alkoholische Getränke sind damit aber nicht gemeint, denn sie bewirken das Gegenteil, nämlich einen Wasserentzug, da Alkohol Wasser bindend (hydrophil) ist.

Sauna ist gut für die Haut

Langes und intensives Ausschwitzen von Schadstoffen bedeutet porentiefe Reinigung gefolgt von einem Neuaufbau des natürlichen Säureschutzmantels der Haut.

Das Wundermittel Aloe vera

Natürlich kann man sich teure Hautcremes mit Aloe vera, die wirklich nicht schlecht sind, in der Apotheke kaufen. Aber man kann sich auch ein paar dieser anspruchslosen Heilpflanzen zu Hause auf die Fensterbank stellen. Schneiden Sie ein größeres Blatt ab und trennen Sie es in der Mitte der Länge nach mit dem Messer auf, bis Sie das nasse, weiße „Fleisch“ sehen können. Streichen Sie damit über Ihre Haut, es ist ein sehr angenehmes Gefühl. In jedem Moment füllt Aloe vera dort, wo sie vorbeikommt, die Feuchtigkeitsspeicher der Haut. Diese Wüstenpflanze ist ein Experte beim nachhaltigen Speichern von Feuchtigkeit.

Auch Öle beliefern die Haut mit Jugend

Kokosöl beinhaltet viele Antioxidantien, die die freien Radikale, die unter anderem auch unsere Haut schädigen, „neutralisieren“. Der hohe Fettgehalt versorgt die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit und macht die Haut weicher. Dazu massieren wir die Haut einfach nur mit Kokosöl ein. So kann das Öl tief eindringen und leistet dort seinen Dienst, wo Zellen repariert und regeneriert werden müssen. Ähnlich positiv wirken auch Oliven- und Mandelöl gegen Falten. Rosenöl hat übrigens einen angenehm zarten Duft, während Zitronen- und Limettenöl sehr erfrischend daherkommen.

Mit Gesichtsmuskeltraining die Durchblutung verbessern

Zur Verbesserung der Elastizität der besonders strapazierten Gesichtshaut wurde extra ein „Anti-Falten-Gesichtsmuskeltraining“ entwickelt. Die Übungen dazu werden von Benita Cantieni eingehend in dem Buch „Faceforming“ beschrieben.

Auch durch eine sanfte Klopfmassage, die die Durchblutung und Nährstoffversorgung anregt, lockern sich die Gesichtsmuskeln mit der Folge eines deutlich entspannteren Gesichtsausdrucks.

Gesichtsmasken

Der klassische Faltenkiller ist und bleibt die Gurkenmaske, die der Haut sehr viel Feuchtigkeit spendet im Verein mit einem straffenden Effekt. Zu diesem Zweck wird die Gurke geschält und dann fein gehackt. Dem werden zwei bis vier Esslöffel naturbelassener Quark hinzugemischt, um die homogene Paste gleichmäßig auf das gereinigte Gesicht aufzutragen. Die Gurkenscheiben, die so oft direkt auf die Augen gelegt werden, dienen dem Zweck, gegebenenfalls leicht geschwollene Augenlider wieder zu beruhigen.

Ebenso wohltuend ist die selbst gemachte Avocadomaske. Dazu zerdrücken Sie das Fruchtfleisch einer halben Avocado mit einer Gabel und vermischen dies mit zwei bis drei Esslöffeln (kalt gepresstem) qualitativ hochwertigem Olivenöl. Dabei entsteht dann eine glatte, grünliche Masse, die Sie mit den Fingern behutsam in die Haut einmassieren. Nach circa 20 Minuten lässt sich das Gesicht einfach kalt abwaschen.

Eine Gesichtsmaske aus Mandelöl und Honig hat sich als besonders effektive Pflege von trockener und faltiger Haut bewährt. Sie enthält unter anderem gesättigte und einfach ungesättigte Omega-9-Fettsäuren sowie Öl- und Linolsäure (Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren). Dies ermöglicht ein tiefes Eindringen in die Haut und dadurch eine gute Versorgung mit Feuchtigkeit. Die Öle transportieren darüber hinaus die Vitamine A, E und D sowie die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium in die Haut, sodass neben dem Schutz vor freien Radikalen auch die Zellneubildung angeregt wird. Die Zubereitung der Maske basiert auf einem Esslöffel Mandelöl und einem halben Esslöffel Honig, die gut vermischt sanft auf das Gesicht aufgetragen werden. Die Einwirkzeit sollte in etwas 20 Minuten betragen, danach kann die Maske mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden.

Auch die einfache Maske aus naturbelassenem Joghurt mit einem Teelöffel Honig ist wohltuend und zugleich verjüngend. Sie spendet der Haut ebenfalls Feuchtigkeit und wirkt Entzündungen entgegen. Gleiches gilt auch für die Maske aus Eiweiß, Zitronensaft und Honig. Dafür reicht nur ein aufgeschlagenes Eiweiß völlig aus. Nach 20 Minuten Abspülen und das Gesicht sanft abtupfen. Danach darf noch eine feuchtigkeitshaltige Creme dünn aufgetragen werden, um den Pflegeeffekt zeitlich zu strecken.

Sogar aus Weizen lässt sich ein Jungbrunnen zaubern. Diese Paste besteht aus zwei Esslöffeln (Bio)Weizenvollkornmehl, die mit einem Teelöffel Weizenkeimöl gut vermischt werden. Hinzu kommen noch ein Teelöffel Honig und circa hundert Milliliter Milch. Nach gut 15 Minuten sollte die Maske dann vorsichtig abgespült werden, um danach ebenfalls eine feuchtigkeitsspendende Creme aufzutragen.

Den berühmten Lachfalten können Sie mit Erdbeeren zu Leibe rücken. Dazu pürieren Sie ein paar Früchte und vermischen das Mus mit aufgeschlagenem Eiweiß. Das Ganze wird abschließend mit ein paar Tropfen Rosenwasser veredelt. Auch diese Masse wird gleichmäßig im Bereich der Fältchen verteilt, um sie dort einwirken zu lassen.

Ingweröl können Sie fertig kaufen oder Sie setzen Ingwer mit hochwertigem Olivenöl selbst an. Das Öl klopfen Sie dann am besten mit dem Ringfinger sanft auf der Haut um die Augenpartie ein. (Unsere Ringfinger sind nicht besonders kräftig und können daher beim Klopfen keinen Schaden anrichten).

Wenn Sie sich entwickelnde Falten am Hals abmildern möchten, nehmen Sie ein Stofftuch, das Sie mit Speiseöl (Weizenkeimöl oder Olivenöl) beträufeln. Dieses Tuch können Sie dann bis zu einer Stunde um den Hals gewickelt auf die Haut einwirken lassen. Übrigens lässt auch ein Kältereiz Ihre Haut etwas straffer werden. Reiben Sie mal mit einem Eiswürfel mehrfach über die betroffenen Hautpartien und sehen Sie dem Effekt im Spiegel zu.

Wir raten dazu, der Entwicklung und Entstehung von Falten so früh wie möglich vorzubeugen, am besten schon mit Anfang 20, wenn davon noch gar nichts zu sehen ist. Dieses Vorgehen ist deutlich effizienter als mit den Gegenmaßnahmen erst dann zu beginnen, wenn die Haut bereits von tiefen Furchen durchzogen ist.