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Hautpflege: Schönheit aus Kühlschrank und Vorratskammer

Die meisten Frauen geben heute jedes Jahr mehrere hundert Euro für teure und hochwertige Kosmetika aus. Wie könnte man heute auch ohne sie leben? Doch das Angebot an Kosmetik- und Pflegeprodukten war nicht immer so umfangreich. Da stellt sich einem die Frage, wie sich unsere Großmütter ihre Schönheit bewahrten.

Ganz einfach: Sie gingen in die Küche und bedienten sich an den Schätzen der Vorratskammer. Denn gerade in unseren Lebensmitteln finden sich genau die Nähr- und Vitalstoffe, welche die Haut von innen und außen zu pflegen vermögen.

Klassiker Gurkenmaske

Die Gurke ist wohl eines der bekanntesten Schönheitsmittel aus der Küche. Nicht umsonst hat sich in vielen Köpfen das Witzbild von der Hausfrau mit der Gurkenmaske gehalten. Doch tatsächlich bergen diese Witze viel Wahres: Bei fettiger und unreiner Haut verkleinern die Wirkstoffe der Gurke die Poren, während der hohe Wassergehalt gleichzeitig die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Hierfür werden die Gurkenscheiben einfach auf die Haut gelegt und mit einem feuchten Tuch bedeckt rund 20 Minuten wirken gelassen. Das Tuch verhindert das Verrutschen der Gurkenscheiben und der Rest der Gurke wird einfach als kalorienarmer Snack gereicht.

Avocado und Honig für die Winterhaut

Unter trockener Haut leiden im Winter deutlich mehr Menschen als im Sommer. Die trockene Heizungsluft sowie die Reizung der Haut durch Kälte und Nässe sorgen dabei schnell für ein fahles und müdes Aussehen der Gesichtshaut. Dem kann mit einer Avocado-Maske Abhilfe geschaffen werden. Ein Püree dieser Steinfrucht aus der Familie der Lorbeergewächse enthält viele essentielle Fettsäuren. Für eine Maske wird eine halbe Frucht mit je einem Teelöffel Honig und Quark zu einer Paste verarbeitet, die gleichmäßig auf der Haut verteilt nach 20 Minuten Einwirkzeit für einen rosigen Teint sorgt. Auch Honig alleine pflegt im Winter von innen und außen. Trockene und spröde Lippen können einfach mit etwas purem Honig behandelt werden, der direkt auf die Lippen aufgebracht wirkt. Die Lippen schmecken dann nicht nur süß, sondern bekommen ihre Zartheit zurück.

Gurkenmaske

Gurkenmaske @iStockphoto/Andrey Popov

Gut „gewürzt“ ist halb gepflegt – Olivenöl und Meersalz

Was die Damen der mediterranen Länder Europas längst wissen, findet sich inzwischen auch in vielen fertigen Kosmetika. Olivenöl ist ein wahrer Allrounder unter den Küchen-Schönheitsmitteln. Brüchige Fingernägel können mit etwas erwärmten Olivenöl und Zitronensaft gepflegt werden, mit Meersalz ergibt sich ein würziges Körperpeeling und für eine Haarpackung kann es mit einigen Tropfen ätherischem Öl und etwas Quark vermischt werden.

Wie auch die Avocado ist das Olivenöl sehr reichhaltig an Fettsäuren. Doch auch das Meersalz besitzt eine Wirkung über das Peelen hinaus. Die Wirkstoffe entfalten sich auf der Haut sowohl straffend als auch wohltuend bei trockener Haut, bisweilen auch förderlich bei diversen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis. Für letzteres sollte jedoch ein Gespräch mit einem Facharzt der Nutzung voran gehen.

Es muss nicht immer Eselsmilch sein

Cleopatra dürfte wohl bis heute die bekannteste Vertreterin sein, die Milch als Schönheitselexier nutzte. Doch es muss nicht zwangsläufig die Eselsmilch sein. Während Quark bei leicht fettender Haut ausgleichend wirkt, ist Naturjogurt optimal für eine erfrischende Maske geeignet. Kräftig aufgetragen und nach 20 Minuten Einwirkzeit mit lauwarmem Wasser abgewaschen fühlt sich die Haut bei beiden Milchprodukten hinterher zart und geschmeidig an. Als Badezusatz können diese milchigen Schönmacher jedoch noch mehr. Sie unterstützen wie Emulgatoren die Verbindung des Öles mit dem Badewasser. Ein kräftiger Schuss Honig oder ein ätherisches Öl entfaltet durch Sahne oder Milch erst seine volle Wirkungskraft.

Fruchtiges Pflegeerlebnis

Was Gemüse und Milch können, kann das Obst schon lange. Auch im Obstkorb finden sich eine Vielzahl von Schönmachern für günstiges Geld. Eine Pfirsich-Quark-Maske bringt glatte und rosige Haut wieder zum Vorschein. Hierfür wird ein Pfirsich geschält, püriert und mit je einem Teelöffel Quark und Mehl vermischt. Während Pfirsich und Quark für die Nährung der Haut sorgen, entfernen die Mehlkörnchen sanft überschüssige Hautschuppen.

Zitronen können darüber hinaus leichte Verhornungen lösen. Die betroffenen Stellen wie Ellenbogen, Ferse oder Knien mit einer halbierten Zitrone abreiben. Es entsteht ein leichter Peelingeffekt, der auch Verfärbungen verschwinden lassen kann. Der Saft der Zitrone verhilft auch stumpfem Haar wieder zu seinem Glanz, indem er mit Wasser verdünnt 20 Minuten als Haarpackung verwendet wird. Doch sollte man danach die direkte Sonneneinstrahlung meiden, wenn man sein Haar nicht gleich wieder strapazieren möchte. Man kann also wirklich sagen: In unseren modernen Küchen findet sich eine Vielzahl von Schönheitselixieren, die obendrein gegenüber teuerer Kosmetik noch Geld sparen hilft.

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