Skip to main content

Heilfasten nach Buchinger

Den Begriff „Heilfasten“ prägte Dr. Otto Buchinger im Jahre 1935. Mit dieser Methode hatte er seine akute Gelenkentzündung geheilt. Auch andere, zum Teil chronische Krankheiten wie Bluthochdruck, Haut-, Alterszuckerkrankheit, Gicht sowie Migräne können gelindert oder beseitigt werden. Die geringe Zuführung von Kohlenhydraten regt die Fettverbrennung. Natürlich lässt sich mit dem Heilfasten auch etwas gegen Übergewicht tun, weshalb der eine oder andere heutzutage möglicherweise zu diesem Strohhalm greift.

Apropos Strohhalm: Heilfasten nach Buchinger bedeutet, auf feste Nahrung weitest gehend zu verzichten. Der Anwender nimmt nach einem Entlastungstag (Obst-, Reis-, Gemüse, Saft-, Kartoffel- oder Apfel-Tag) zunächst ausschließlich flüssige Nahrung zu sich. Fünf Tage lang gibt es lediglich Fastentee (morgens), Gemüsebrühe oder Gemüsesaft (mittags), Obstsaft oder Gemüsesaft oder Gemüsebrühe, Fastentee (abends).

Es folgen zwei Aufbautage, an denen auf dem Speiseplan stehen: Neben dem Fastentee 1 Apfel oder Apfelkompott bzw. Sauerkrautsaft, Trinkmolke oder 2 Backpflaumen (morgens), Kartoffel-Suppe oder Gemüse-Suppe mit Nudeleinlage bzw. Salat, Kartoffeln, Möhrengemüse, Joghurt (mittags), Gemüsesuppe, Knäckebrot, Joghurt, Fastentee bzw. Knäckebrot, Kräuterquark, Tomate und Fastentee (abends). Zwei bis drei Liter Flüssigkeit müssen außerdem täglich zu sich genommen werden.

Heilfasten nach Buchinger

Heilfasten nach Buchinger ©iStockphoto/HeikeRau

Diese ganzheitliche Methode, bei welcher eine sehr regelmäßige Darmentleerung zwingend notwendig ist, dient, wie schon angedeutet, nicht vordergründig der Gewichtsreduzierung, sondern der körperlichen Reinigung sowie der Bewusstwerdung und der Selbstfindung. Darüber hinaus ergaben Untersuchungen eine verstärkte Ausschüttung des Glückshormons Serotonin bei gleichzeitiger Senkung von Stresshormonen. Voraussetzung dafür ist jedoch nicht nur das Fasten an sich sowie tägliche Bewegung, sondern insbesondere das Lösen aus dem Alltagsstress.

Hier findet sich sicher gleichzeitig auch eines mehrerer möglicher Probleme: Die Gabe, in der heutigen Zeit tatsächlich Gewinn bringend diesen Alltagsstress hinter sich lassen zu können. Oft wird empfohlen, das Heilfasten in der Urlaubszeit (eventuell sogar in einer Klinik) vorzunehmen, da auf Grund der „leichten“ Ernährung die Kräfte schwinden. So wie das Heilfasten bei Bluthochdruck hilft, kann es bei niedrigem Blutdruck schaden. Auf jedem Fall muss der Arzt vorab konsultiert werden. Kinder, Schwangere, Stillende, Essgestörte und Kranke sollten nicht fasten. Um dem Jojo-Effekt zu entgehen, ist dauerhaft auf eine gesunde Ernährung umzustellen.

Top Artikel in Diät