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Honig – ein unnachahmliches Naturprodukt

Fleißige Bienchen sorgen dafür, dass wir ihn genießen können: Honig. Die köstliche süße, zähflüssige Masse wird dabei schon seit Jahrtausenden von den Menschen geschätzt. Bereits bei den Ägyptern war Honig ein wertvolles Gut. Für den Menschen besonders angenehm war lange Zeit, dass er selbst kaum etwas für die Leckerei tun musste – die Bienen nahmen ihm die mühevolle Arbeit ab.

Aber wie stellen Bienen Honig eigentlich her? Genauso wie Menschen wollen Bienen den von ihnen produzierten Honig verspeisen – hierfür legen sie große Vorräte an. Im Bienenstaat gibt es spezielle Bienen, welche die Aufgabe haben, Blütennektar zu sammeln. Dabei saugen sie mit ihren langen Rüsseln die süße Flüssigkeit der unterschiedlichsten Blüten in ihre Honigblase auf. Eine so „aufgetankte“ Sammelbiene fliegt schnell zu ihrem Stock zurück und reicht die Flüssigkeit – von Rüssel zu Rüssel – an ihre Kollegen, die Stockbienen weiter. Diese transportieren den Blütennektar ins Innere des Stockes, wobei er teilweise mehrfach von Biene zu Biene weitergegeben wird. Dieses Weitergeben ist sehr wichtig bei der Honigproduktion, hierbei wird der Masse einerseits Flüssigkeit entzogen und andererseits werden ihr spezielle Enzyme beigemengt, die sich in den Honigblasen der Bienen befinden. Eine weitere Verdickung der Flüssigkeit wird durch die Flügelschläge der Bienen im Stock erzeugt. Schließlich und endlich wird die nun dickflüssigere Masse in die Waben transportiert, welche mit einer Wachsschicht überzogen werden, damit weder Luft noch andere Einflüsse den Nahrungsvorrat gefährden können.

Leider haben die Bienen aber nicht mit dem Menschen gerechnet, dem dieses Naturprodukt ebenfalls sehr gut schmeckt. Heutzutage wird den Bienen allerdings nicht einfach der Vorrat weggenommen und dabei der ganze Stock unter Umständen zerstört, so wie es in Urzeiten wohl unsere Vorfahren gemacht haben müssen. Die Imker tauschen die mit Honig gefüllten Waben schlichtweg mit Waben aus, die mit einer Zuckerlösung versehen sind. Auf diese Weise haben beide Seiten etwas von dem Tausch: Der Mensch kommt in den Genuss eines Produktes, dessen einzigartigen natürlichen Geschmack er nicht selbst reproduzieren kann und die Bienen sind auch mit der zuckerhaltigen Lösung bestens bevorratet.

Honig

Honig @iStockphoto/matka_Wariatka

Die Honigarten können sich ganz wesentlich voneinander unterscheiden. Ausschlaggebend ist hier, welche Pflanzen im Umkreis des Stockes wachsen und welchen Nektar die Bienen somit sammeln können. Honig wird dabei nicht nur unmittelbar aus dem Blütennektar gewonnen, der sich in der Blüte befindet, sondern durchaus auch durch Nektar, der bereits von Läusen aufgenommen und ausgeschieden wurde. Die Bienen nehmen diesen als Honigtau bezeichneten Stoff auf und verarbeiten ihn zu Honig weiter.

Honig ist ein reines Naturprodukt, das vom Menschen nicht weiter verarbeitet wird. Dies spricht einerseits für einen unverfälschten Genuss, andererseits kann er aus diesem Grund auch Stoffe und Bakterien enthalten, die nicht erwünscht sind. Spuren von Pollen können zum Beispiel bei Allergikern Anfälle provozieren und auch Kinder, die unter einem Jahr alt sind, sollten keinen Honig essen, da sie anfällig für die Bakterien sind, die eventuell in diesem vorkommen können.

Für alle anderen Personen ist Honig allerdings ein großartiger Genuss – es schmeckt nicht nur auf einem Butterbrot, sondern gibt auch vielen Nachspeisen den besonderen und natürlichen Pfiff. Er lässt sich übrigens auch wunderbar mit eher pikanten Lebensmitteln kombinieren: Ein gebackener Ziegenkäse mit Honig ist zum Beispiel eine ganz besondere Leckerei.