Skip to main content

Honig – Heilmittel, Schönheitselexier und Seelenbalsam

Bereits Kleopatra machte sich die Kraft des flüssigen Goldes zunutze: Um ihre Schönheit zu pflegen und zu mehren, setzte sie ihren Bädern Honig zu und forderte ihn auch regelmäßig auf ihren Speiseplan. In unseren Tagen erfreut sich die klebrige Leckerei immer noch großer Beliebtheit.

Von fleißigen Produzenten und magischen Kräften…

Honig haben wir den Bienen zu verdanken – natürlich. Aber wer weiß schon, dass für einen Liter Nektar rund 20.000 Flugeinsätze gestartet werden müssen?! Nicht zuletzt wegen dieser enormen Fleißleistung sind Imker stets darauf bedacht, auch nur den tatsächlichen Überschuss an Honig aus den Waben zu entfernen. Der Eigenverbrauch der Bienen muss unbedingt gesichert bleiben, da sonst die Existenz eines gesamten (Bienen)Volkes bedroht ist. Seit tausenden von Jahren wird Honig als Heilmittel, Schönheitsserum und Konservierungsstoff geschätzt, aber auch als Zahlungsmittel und Glaubensgegenstand kam ihm große Bedeutung bei. Honig galt als Speise der Götter, in Ägypten sah man in Honigtropfen die „lebendigen Tränen“ des Sonnengottes Ra.

Medizin, Kosmetik, Nervennahrung

Tatsächlich wirkt Honig antiseptisch und entzündungshemmend, und nicht nur die Indianer versorgen damit Hautverletzungen und Schleimhautreizungen. Die Kosmetikindustrie hat ebenfalls die verblüffenden Wirkungen von Honiganwendungen entdeckt: Besonders Haut und Haar profitieren vom feuchtigkeitsbindenden Effekt. Die Nährstoffe des Honigs dringen durch die Poren und sorgen für ein glattes und frisches Erscheinungsbild.

Hautunreinheiten lassen sich dank der milden Säuren im Honig gut bekämpfen, der Schutzmantel der Haut stabilisiert sich. Nicht zuletzt streichelt ein Löffel des süßen Saftes auch die Seele. Der im Honig enthaltene Traubenzucker kurbelt die Serotoninproduktion an, gute Laune stellt sich ein. Abgesehen davon ist jede Honigsorte ein Geschmackserlebnis für sich, und bei soviel süßer und würziger Vielfalt stellt sich das Lächeln ganz von selbst ein.

Honig

Honig @iStockphoto/matka_Wariatka

Honig-Anwendungen hausgemacht

Es braucht keine teuren Kunstprodukte, für die sinnliche Erfahrung am eigenen Leib reicht ein Glas ganz normalen Honigs – am besten natürlich vom Imker des Vertrauens – vollkommen aus. Für ein Schönheitsbad im ägyptischen Stil fügt man dem Badewasser einfach eine Mischung aus einem Liter Milch, einer Tasse Honig und einer Prise Meersalz zu. Der Reinigungseffekt stellt sich durch die Milch ein, und das Abduschen kann auch entfallen, da alle Wirkstoffe restlos in die Haut einziehen.

Ein Honig-Peeling sorgt für seidenglatte, pralle Haut und ist schnell gemacht. Honig und Quark werden zu gleichen Teilen vermengt, nach Belieben Zucker hinzufügen. (Je mehr Zucker, desto stärker der Peel-Effekt) Alles einmassieren, 10 Minuten einwirken lassen, lauwarm abspülen – fertig!

Besonders wirksam ist eine Glanz-Spülung gegen stumpfes Haar.75 g Weizenkeimöl, 50 g Honig und 2 Esslöffel werden vermengt und in das trockene Haar massiert. Nach 30 Minuten Einwirkzeit wird alles gründlich ausgespült und das Haar wie gewohnt gewaschen.

Top Artikel in Ernährung