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Intimrasur – So machen Sie es richtig

Seit Jahren ist ein Wildwuchs im Schambereich ein No-Go für Frauen geworden. Möglichkeiten, damit die lästigen Haare entfernt werden, gibt es zahlreiche. Dabei greifen Frauen zu gewöhnlichen Nassrasierern oder verwenden auch gerne einmal den Epilierer oder auch Wachs. In vielen Fällen ist die Rasur aber die schnellste und einfachste Möglichkeit, damit den Haaren ein Ende gesetzt werden kann.

Warum entscheiden sich immer mehr Menschen für die Intimrasur?

Die Gründe, warum sich Menschen für eine Intimrasur entscheiden, sind vielfältig. Viele sind der Meinung, dass es „hygienisch“ ist, andere empfinden die Schambehaarung – im Rahmen der Regelblutung – als unangenehm, störend oder gar unhygienisch. Sportlerinnen beklagen oftmals das „Reiben“ während der Ausübung ihrer körperlichen Betätigung, da durch das Schwitzen Hautreizungen entstehen. Dann gibt es natürlich auch Frauen, welche die Schambehaarung unästhetisch finden. Auch das Thema Oralsex spielt eine wesentliche Rolle. Denn viele Frauen sind der Meinung, dass es den Partner schon abschrecken kann, wenn die Haare seitlich aus dem Höschen blitzen. Würde jedoch der Intimbereich frei von Haaren sein, wären auch die Berührungen anders bzw. intensiver.
Doch die Entfernung der Schambehaarung ist schon lange nicht mehr reine Frauensache. Auch Männer befassen sich immer öfters mit dem Thema der Schamhaarentfernung. Während Männer noch vor Jahren belächelt wurden, die ihre Schambehaarung entfernten, sind heute ein Großteil haarlos“. In vielen Fällen wird die Intimrasur auch als „Vorspiel“ genutzt, sodass sich die Partner gegenseitig rasieren bzw. rasieren lassen.

Welche Vor- und Nachteile müssen berücksichtigt werden?

Doch bevor man sich für eine Intimrasur entscheidet, sollte man sich nicht nur mit den Vor-, sondern auch Nachteilen beschäftigen, die damit auftreten können. Natürlich sind Intimrasuren relativ schnell durchgeführt. Die Rasuren sind äußerst kostengünstig (in vielen Fällen benötigt man höchstens einen Wegwerfrasierer bzw. Einwegrasierer) und prinzipiell immer und überall möglich. Jedoch müssen, vor allem während den Sommermonaten, zwei- bis drei Mal pro Woche Rasuren durchgeführt werden. Jeder, der sich für eine Intimrasur entscheidet, wird relativ schnell bemerken, dass die Schambehaarung relativ schnell nachwächst und vor allem im Sommer „regelrechte Wachstumsschübe“ erlebt. Direkt nach der Rasur kann es auch durchaus zu Hautirritationen und Reizungen kommen. Zu beachten ist, dass auch eine gewisse Verletzungsgefahr möglich ist. Vor allem stumpfe Klingen, ein zu festes Pressen gegen den Intimbereich oder auch ein „zu schnelles“ bzw. „hektisches“ Rasieren kann zu Schnittverletzungen führen. Jene sind zwar ungefährlich, können aber das ästhetische Bild trügen bzw. sanfte Schmerzen (Brennen) verursachen.

Intimrasur

Intimrasur ©iStockphoto/VladimirFLoyd

Es gibt unterschiedliche Intimrasuren – ein Überblick:

Der „Brazilian Cut“ ist der bekannte „schmale Streifen“, der übrig bleibt. Die restliche Schambehaarung wird entfernt. Mitunter kann der „Brazilian Cut“ auch als „Landing Strip“ bezeichnet werden. Entscheidet man sich für „Brazilian komplett“, wird auch der „Landing Strip“ entfernt. Ein neuer Trend: „Full Bush Brazilian“. Hier werden nur die Schamhaare auf den Schamlippen entfernt; der Rest darf bleiben. Die „Full Bush Brazilian“-Variante ist für all jene, die sich – so sagt man spaßhalber – nicht entscheiden können, ob sie nun eine Schambehaarung möchten oder nicht. Die angebliche Lieblings-„Rasur“ der Stars: Hollywood-Cut. Hier bleibt kein Haar bestehen. Der Intimbereich ist komplett frei von jeglichen Härchen. Der „Hollywood-Cut“ ist auch die einfachste Möglichkeit, den Intimbereich zu rasieren. Hier benötigt man weder irgendwelche Schablonen oder kreative Einfälle, sondern rasiert alle sichtbaren Haare, sodass der Intimbereich frei von Härchen ist. Natürlich wird auch im Rahmen des „Hollywood-Cuts“ die komplette Bikinizone enthaart. Eine weitere Möglichkeit ist durch die reine Bikinizonen-Rasur gegeben. Dabei rasiert man nur die „Ränder des Schamdreiecks“. Dies deshalb, damit – vor allem während den Sommermonaten – keine Härchen aus der Höschen blitzen. Mitunter können auch Muster und Symbole wie Herzchen oder auch Pfeile rasiert werden. Kreative Frisuren gab es schon immer; ob Gucci-G oder auch Herzchen. Erlaubt ist, was Spaß macht und gefällt. Natürlich sind jene „Frisuren“ äußerst aufwendig, sodass man auch mit Schablonen arbeiten muss. Wer ein Talent hat, kann natürlich auch ohne Hilfsmittel rasieren. Zu beachten ist, dass jene Formen und Frisuren prinzipiell nur dann möglich sind, wenn die Haare eine gewisse Länge und Dichte erreicht haben.

Die Nassrasur

Es ist mit Sicherheit die häufigste Methode, welche im Rahmen der Intimrasur angewandt wird: die Nassrasur. Dafür benötigt man einen Rasierer, einen Rasierschaum und mitunter einen Spiegel. Sind die Haare etwas länger, können sie im Vorfeld mittels Schere „gekürzt“ werden. Das hat den Vorteil, dass die Rasur mit dem Rasierer deutlich erleichtert wird. Wer die „Verletzungsgefahr“ (schlussendlich kann man sich mit Einweg- oder Wegwerfrasierern relativ schnell schneiden) reduzieren will, nimmt immer neue Rasierer mit frischen Klingen. Die Rasur dauert zwischen 10 Minuten und einer halben Stunde. Je nachdem, wie viel Übung man bereits hat bzw. wie „dicht“ die Behaarung ist. Mitunter kommt es auch darauf an, wie genau die Rasur ist und ob man sich für einen „Hollywood-Cut“ entscheidet oder vielmehr einen „Landing Strip“ rasieren möchte. Die Nassrasur wird auch immer wieder gerne vom Partner durchgeführt. In vielen Fällen können Partner „leichter“ an verschiedene Stellen hinkommen bzw. besteht die Möglichkeit, dass die Rasur der Intimzone bereits als Vorspiel gesehen werden kann. Wichtig ist, dass der Partner vorsichtig die Intimzone rasiert; zu festes Aufdrücken kann dazu führen, dass Schnittverletzungen entstehen.

Nach der Nassrasur können natürlich kleinere Pickel auftreten. Hautirritationen und Reizungen gehören, wenn man sich für diese Methode entscheidet, „dazu“. Vor allem treten intensive Hautirritationen auf, wenn alte Klingen benutzt werden bzw. man „zu fest“ rasiert bzw. mit der Klinge einen zu hohen Druck auf den Schambereich ausübt. Es gibt jedoch bereits ein „Rasur-Öl“, das die Hautirritationen lindert. Das „Rasur-Öl“ kann mit dem männlichen Rasierwasser verglichen werden.

Die Trockenrasur

Eine Möglichkeit ist die Trockenrasur; jene ist aber, wenn der Intimbereich komplett rasiert werden soll, eher ungeeignet. Dies deshalb, da auf Grund der Trockenrasur eine enorme Hautreizung auftritt. Wer aber seine Schambehaarung kürzen oder stutzen möchte oder spezielle „Frisuren“ zaubern will, kann mittels Trockenrasur unkompliziert ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Die Haare können, etwa mittels elektrischem Trimmer, gekürzt werden. So bleiben zwar Haarstoppeln vorhanden, was jedoch auch als „erotisch“ und „sexy“ angesehen werden kann. Viele genießen das Gefühl, über die „Stoppeln“ zu streicheln.

Tipps zur Trocken- und Nassrasur

Wichtig ist, dass der Rasierer, welcher für die Intimrasur benutzt wird, nur von einer Person genutzt wird. Denn etwaige kleinere Verletzungen können sogenannte Eintrittspforten für unterschiedliche Krankheitserreger darstellen. Vor allem dann, wenn die Erreger mit dem Blut in Kontakt kommen. Wer etwa einen Spiegel verwendet, kann auch schwer „einsehbare“ Stellen „problemlos“ rasieren. Wichtig ist, dass während der Rasur die Haut gespannt wird, sodass die Verletzungsgefahr einerseits reduziert und die Rasur andererseits noch genauer erfolgen kann. Wichtig ist, dass die Haare „mit dem Strich“ und nicht „gegen den Strich“ rasiert werden sollen. Nach der Rasur die Haut mit Babyöl oder diversen Cremes behandeln, damit etwaige Hautirritationen erst gar nicht auftreten können.

Natürlich spielen Hautirritationen immer eine Rolle, wobei diese – je nach Frau – unterschiedlich auftreten können.
Der Intimbereich sollte vor dem Schlafengehen rasiert werden. Die Haut kann sich, wenn nicht eng anliegende Unterwäsche getragen wird, besser erholen.

Der Enthaarungsschaum

Eine weitere Möglichkeit, die gerne angewandt wird, ist die Entfernung der Haare mittels des Enthaarungsschaums. Die Vorteile liegen auf der Hand: es gibt weder Pickel, sondern „jucken“ die Haare nicht, wenn sie nachwachsen. Jedoch muss beachtet werden, dass nicht jeder den speziellen Schaum verträgt. Aus diesem Grund sollte – etwa in der Armbeuge – ein sogenannter Hautverträglichkeitstest durchgeführt werden. So erhält man relativ schnell einen Aufschluss darüber, ob allergische Reaktionen möglichen sind. Wer sich für einen „Hollywood-Cut“ entscheidet, kann den Schaum auftragen, einwirken lassen und die Haare danach entfernen. Wer ein Muster in seine Schambehaarung zaubern möchte, sollte eine Schablone auflegen und danach den Schaum auftragen. Die Wartezeit, bis der Schaum mit den Haaren entfernt werden kann, liegt bei rund 10 bzw. 20 Minuten. Der Schaum wird danach abgewaschen. Da es sich um einen chemischen Stoff handelt, sollte im Vorfeld eine fette Creme aufgetragen werden. So können etwaige Reizungen verhindert werden. Wichtig ist, dass die fettende Creme nur vorsichtig auf den Schamlippen aufgetragen wird.

Das Waxing

Das Waxing bzw. die Behandlung mit Wachs ist eine Epilationstechnik. Das bedeutet, dass die Schambehaarung – mitsamt ihren Wurzeln – direkt aus der Haut entfernt wird. Natürlich ist jene Methode schmerzhaft, bringt aber auch den größten Erfolg mit sich. Des Weiteren handelt es sich um eine recht lang anhaltende Variante, damit die Schambehaarung nicht so schnell nachwächst. Vor allem Personen, die sich nicht ständig (in den Sommermonaten zwei- bis dreimal pro Woche) rasieren möchten oder deren Haut überaus empfindlich ist, sodass die Nass- oder Trockenrasur ständige Pickel mit sich bringt, entscheiden sich gerne für die Waxing-Methode. Dabei werden Warm- oder auch Kaltwachsstreifen verwendet, die auch in gewöhnlichen Drogeriemärkten gekauft werden können. Doch viele Personen, die sich schon mit dem Thema länger beschäftigen, schwören auf Behandlungen in sogenannten Waxing-Studios. Auch wenn jene Prozedur äußerst schmerzhaft ist, wird der Kunde vor Ort danach mit schonenden und guttuenden Pflegeprodukten verwöhnt.

Doch das Waxing hat auch seine Nachteile. So müssen die Haare mindestens 0,5 Zentimeter lang sein, damit das Wachs überhaupt haften bleibt und in weiterer Folge auch entfernt werden kann. Das Problem ist, dass das Wachstum erst nach zwei bzw. drei Wochen beginnt; erst wenn die Haare die „Mindestlänge“ erreicht haben, können sie erfolgreich entfernt werden. Auch wenn die nachwachsenden Haare „feiner“ und „dünner“ sind, empfinden sie viele Personen dennoch als störend, sodass sie auf das Waxing verzichten und vielmehr mit anderen Methoden die Schambehaarung entfernen.

Das Sugaring

Neben dem Waxing hat sich auch das Sugaring etabliert. Dabei verwendet man jedoch keine Warm- oder Kaltwachsstreifen, sondern Zuckerpaste, welche die Haare – entgegen ihrer Wuchsrichtung – entfernt. Sugaring ist weniger schmerzhaft als Waxing; auch verbindet sich die Paste nicht mit dem Intimberiech, sodass auch die Hautirritationen reduziert werden können. Nach der Behandlung fühlt sich die Haut weich an. Derartige Behandlung erfolgt im Enthaarungsstudio durch geschulte Mitarbeiter; nach dem Sugaring wird ein spezielles Pflegeprogramm angewandt, welches einen nicht zu vernachlässigenden Teil des Sugarings darstellt.

Das Epilieren

Mittels Epilieren entstehen zahlreiche Vorteile: die Haare werden mitsamt ihrer Wurzel entfernt, was in weiterer Folge nicht nur ein lang anhaltendes Ergebnis präsentiert, sondern auch für ein glattes Gefühl sorgt. Doch die Nachteile dürfen im Rahmen des Epiliervorganges nicht vergessen werden. Denn während die Epilierer gerne für die Beine oder Arme verwendet werden, nutzen nur wenige Personen das Gerät für die Schambehaarung. Dies deshalb, da die Schamhaare robuster, dicker und auch dichter sind. Des Weiteren sind auch die Haarwurzel der Schamhaare deutlich länger, sodass das Rausreißen der Haare – mitsamt den Wurzeln – deutlich schmerzhafter ist. Wer dennoch das Epiliergerät im Intimbereich ausprobieren möchte, sollte die Haare auf mindestens 0,5 Zentimeter kürzen. Haare, welche länger sind, werden „unsanft“ aus der Haut gerissen.

Tipps für den Mann

Männer sollten vor allem vorsichtig sein, wenn sie ihre Hodensäcke rasieren. Die Haut ist in diesem Bereich nicht nur extrem faltig, sondern auch sehr weich und daher enorm empfindlich. Wichtig ist, dass die Haut gespannt wird, sodass die Falten beim Rasieren nicht stören und die Verletzungsgefahr reduziert werden kann. Viele Männer rasieren sich auch jenen Bereich, der zum Anus führt. Auch hier sollte man sanft und vorsichtig rasieren, da auch hier die Gefahr für Schnittverletzungen relativ hoch ist. Elektrische Rasierer, die auch gerne für die normale Rasur verwendet werden, eignen sich nicht für den Intimbereich; dies deshalb, da man – auf Grund der Größe des Geräts – nicht jede Stelle erreichen kann.

Das Fazit

Die Intimrasur ist heutzutage keine außergewöhnliche hygienische Behandlung, sondern zählt in vielen Badezimmern schon zur Routine. Während vor Jahren die Intimrasur ausschließlich von Frauen praktiziert wurde, sind es heute auch zahlreiche Männer, die sich untenrum von den lästigen Schamhaaren befreien. Während Frauen jedoch vorwiegend die hygienischen und ästhetischen Merkmale in den Vordergrund stellen, sind Männer vorwiegend der Meinung, dass der haarlose Intimbereich angenehmer in Sachen Oralsex ist. Wichtig ist, dass eine Methode gefunden wird, mit der man schlussendlich auch zufrieden ist. Neben der Möglichkeit, den Intimbereich mittels Rasierer zu rasieren, bestehen auch Waxing-, Sugaring- oder auch Epiliermöglichkeiten zur Verfügung. Ausprobieren kann man alles, jedoch sollte man sich für jene Variante entscheiden, die nicht nur die Haare effektiv entfernt, sondern auch die Haut schont bzw. die Schmerzen im erträglichen Bereich bleiben.