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Kampf der Frühjahrsmüdigkeit

Jedes Jahr hört man es aufs Neue: Jemand gähnt und ein anderer sagt ohne Zögern „Das muss die Frühjahrsmüdigkeit sein – so müde bist du doch sonst nie!“. Irgendwie widersprechen solche schnellen Aussagen doch unserem eigentlichen Bild vom Frühling, der Jahreszeit, in der die Natur wieder zu neuem Leben erwacht und auch bei uns Frühlingsgefühle aufkommen, die uns unternehmungslustig und gespannt auf das neue Jahr machen.

Manch einer weiß nicht so recht, ob ihm noch der Winter in den Knochen steckt und er deshalb energie- und antrieblos ist oder ob er schon „frühjahrsmüde“ ist. Aber Spaß bei Seite. Stellen wir uns lieber die folgende Frage: Was ist wirklich dran an der allseits bekannten Frühjahrsmüdigkeit?

Alles Einbildung?

Es gibt tatsächlich einen wissenschaftlich nachvollziehbaren Grund, wieso wir uns oftmals gerade im Frühling müde, energielos, schlapp und unausgeschlafen fühlen. Das alles entscheidende Stichwort lautet hier: Serotonin, auch unter dem umgangssprachlichen Begriff Glückshormon bekannt. Die Produktion dieses Stoffes ist stark abhängig davon, wie viel Sonnenlicht wir tanken können. Jetzt kann man sich natürlich die begründete Frage stellen, warum man dann von Frühjahrs- und nicht von Wintermüdigkeit spricht. Die Antwort auf diese Frage ist leicht: Zu Beginn des Winters ist unser Serotonin-Akku voll aufgeladen. Wir zehren während der gesamten dunklen Jahreszeit davon. Wird es dann endlich Frühling, ist nicht nur unser Akku so gut wie leer, hinzu kommt auch eine Hormonumstellung, die an unseren Kräften zehrt. Nun werden zum Beispiel unter anderem vermehrt Östrogen und Testosteron produziert – daher auch die sogenannten Frühlingsgefühle. Beides, aber auch die oftmals nun länger werdenden Aufenthalte an der frischen Luft tragen dazu bei, dass man im Frühling öfters mal müde ist. Natürlich ist das nicht bei jedem Menschen im gleichen Maße der Fall – schließlich handelt es sich bei der Frühjahrsmüdigkeit nicht um eine Krankheit. Jeder wird aber schon einmal einen Frühling erlebt haben, in dem er sich nicht so richtig fit gefühlt hat.Übrigens: Auch Kopf- und Gliederschmerzen können eine Folge der Frühjahrsmüdigkeit sein und müssen nicht immer eine Grippe oder eine schwere Erkältung ankündigen.

Müdigkeit

Müdigkeit @iStockphoto/Otmar Winterleitner

Wachen Sie auf!

Die wichtigste Frage in puncto Frühjahrsmüdigkeit ist: Was können wir dagegen tun? Die Antwort: Raus an die frische Frühlingsluft. Das wird manch einen zwar überraschen, da gerade ein Aufenthalt an der frischen Luft ganz schön müde machen kann. Das ist aber zumeist nur ein anfänglicher Effekt. Bereits nach einer kurzen Zeit und mehreren kleinen Ausflügen in den Frühling, werden Sie merken, dass Sie sich wohler fühlen. Der Grund hierfür ist, dass Sie durch regelmäßige Spaziergänge und sportliche Betätigung an der frischen Luft wieder Ihren Serotonin-Akku aufladen können.
Achten Sie auch auf Ihre Ernährung: Lassen sie ab sofort von den winterlichen schweren Speisen ab und konzentrieren Sie sich auf eine vitaminreiche und ausgewogene leichte Ernährung. Auch das regelmäßige und ausgiebige Trinken von Mineralwasser und Tees ist nicht nur für ältere Menschen wichtig. Es hilft uns allen, frühlingsfit zu werden.

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