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Koffein – der große Muntermacher

Der Grund, wieso uns Kaffee, Cola, Red Bull und Co so wunderbar gut wach halten, ist in einem ganz besonderen Stoff zu finden: Im Koffein. Dieser Stoff kommt nicht nur in den genannten Getränken vor, sondern – was manch einer gar nicht weiß – auch in Tee. Koffein ist dabei ein natürlicher Stoff, der noch in zahlreichen anderen Pflanzen vorkommt, beispielsweise auch in Kakaobohnen. Das bedeutet: Auch Schokolade hat einen gewissen Anteil Koffein. Aber keine Sorge, der Anteil ist sehr gering und schwindet noch mehr, je geringer der Kakaoanteil an der Schokolade ist.

Gerade Kaffee trägt dazu bei, dass wir oftmals noch bzw. schon zu Uhrzeiten aktiv und wach sind, welche nicht unserem natürlichen Wach- und Schlaf-Rhythmus entsprechen. Auch zwischendurch steht uns jeder Zeit das köstliche Getränk in den unterschiedlichsten Varianten zur Verfügung und ein Starbucks nach dem anderen sprießt aus den Boden – mittlerweile auch in kleineren Städten. Kaffee ist aus unserem alltäglichen Leben einfach nicht mehr wegzudenken.

Dennoch steht Koffein immer wieder in der öffentlichen Kritik. Dass wir alltäglich so freizügig mit dem braunen Getränk und anderen koffeinhaltigen Speisen und Getränken umgehen, ist nicht selbstverständlich. Während der Kaffee am Morgen und am Nachmittag mittlerweile fest in unserer Kultur verankert ist, wird der Kaffee in anderen Kulturen und auch in Glaubensgemeinschaften – zum Beispiel bei den Mormonen – als Droge angesehen. Diese Unterscheidung zwischen Droge einerseits und Genussmittel andererseits ist oftmals willkürlich. Fest steht, dass auch ein Zuviel an Koffein für unsere Gesundheit schädlich sein kann.

Koffein

Koffein @iStockphoto/marco palazzi

Andererseits jedoch treffen andere Vorurteile über Kaffee nicht zu. Dazu gehört zum Beispiel die landläufige Meinung, dass Kaffee stark zur Dehydrierung des menschlichen Körpers beiträgt. Dies stimmt nur bedingt: Zwar fördert der Genuss von Kaffee die Harnbildung, allerdings nicht mehr als es auch die Aufnahme von Wasser tut.
Anderen negativen Nebeneffekten des Kaffeegenusses kann man wirksam entgegenwirken. Die Feststellung, dass Kaffee unserem Körper Kalzium entzieht, kann zwar nicht geleugnet werden. Auch ist wahr, dass ein Mangel an Kalzium Osteoporose verursachen kann, allerdings kann man dieser Gefahr gut entgegensteuern. Nimmt man nur ein paar Schlucke Milch oder geringe Mengen von Milchprodukten zu sich, ist der durch den Kaffeegenuss erzeugte Kalziummangel bereits wieder aufgehoben.

Kaffee hat aufgrund seines Koffeingehalts eine ausgesprochen anregende Wirkung auf uns: Er macht uns wach und aufmerksam. Die anregende Wirkung des Kaffees hat aber auch Nebeneffekte, die weniger erwünscht sind: Der Blutdruck kann sich – gerade nach übermäßigem Genuss – durch die Aufnahme erhöhen. Dieser Anstieg ist aber nur von geringer Dauer.

Generell ist ein Zuviel an Kaffee und auch an anderen koffeinhaltigen Getränken zu vermeiden. Unser Körper gewöhnt sich schnell an die Wirkung der anregenden Getränke. Hart gesottene Kaffeetrinker müssen daher immer mehr Kaffeemengen zu sich nehmen, um den gleichen Effekt zu erzielen, der bei einer Person eintritt, die nur gelegentlich eine Tasse des Heißgetränkes zu sich nimmt. Auch ist ein passionierter Kaffee-Viel-Trinker erst dann wirklich leistungsfähig, wenn er seine persönliche tägliche Dosis bekommen hat. Ein Tag ohne wird schnell zum absoluten Formtief. Hier sind also tatsächlich Effekte wie bei Drogenabhängigen zu beobachten.

Kaffeeliebhaber müssen aber nicht verzweifeln: Täglich zwei Tassen Kaffee können ohne Weiteres bei gesunden Personen als unschädlich eingestuft werden. Man muss also nicht komplett auf koffeinhaltige Getränke und Speisen verzichten. Wie auch bei so vielen anderen Dingen im Leben ist auch hier das Mittelmaß der Königsweg.

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