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Kombinierter Zahnersatz

Kombinierter Zahnersatz besteht immer aus zwei Teilen. Also aus Zähnen, die noch fest im Kiefer verankert sind und einem herausnehmbaren Zahnersatz. Manchmal ist es dem Zahnarzt einfach nicht mehr möglich, die Zahnlücke mit einer Brücke zu schließen. Die Lücken sind zu groß oder die Backenzähne fehlen ganz. Doch die herausnehmbare Lösung ist nicht weniger komfortabel, der herausnehmbare Teil der Zähne lässt in der Ästhetik keine Wünsche offen.

Die Teilprothese wird mit Hilfe von Häkchen oder einem Geschiebe befestigt und dient der Verankerung der „dritten“ Zähne. Von der Lösung mit den Häkchen ist allerdings abzuraten, sie greifen die verbleibenden „echten“ Zähne meist an und sorgen auch nicht für den nötigen Halt. Viel besser ist es, Sie lassen die Zähne mit einer Krone versehen und bringen daran ein sogenanntes Geschiebe an. Das hat enorme Vorteile, denn Klammern sind nicht zu sehen und der Optik wird somit genüge getan. Außerdem ist der kombinierte Zahnersatz leicht zu ergänzen, ohne viel Aufwand können weitere Zähne eingefügt werden.

Eine sorgfältige Planung

Der Zahnarzt wird Sie gut beraten und vorher natürlich eine exakte Versorgung sicherstellen. Selbst wenn die verbleibenden Zähne und der Kiefer einer Vorbehandlung bedürfen, kombinierter Zahnersatz ist immer möglich. Zunächst wird der Zahnarzt eine Röntgen-Untersuchung vornehmen, es muss ja sichergestellt sein, dass die Zähne an der Wurzel keine Schädigung haben. Dann geht es an die Planung, bei der Sie natürlich ein Wörtchen mitzureden haben. Denn Sie müssen später mit dem Zahnersatz zurechtkommen. Doch der Zahnarzt weiß was er tut und wird Sie immer bestens informieren. Der künstliche Zahnersatz wird dann in einem Labor hergestellt, vorher macht der Zahnarzt natürlich spezielle Abdrücke von Ihrem Kiefer. Schließlich soll alles passen und auch die Zahnfarbe wird vorher festgelegt. Die künstliche Prothese muss zu den restlichen Zähnen passen und das Gesicht darf keineswegs „entstellt“ aussehen. Auch hier berät Sie der Zahnarzt gerne, nicht jede Farbe ist möglich!

Die Einprobe

Sie müssen sich an die neuen Zähne gewöhnen und der Zahnarzt und das Labor müssen präzise arbeiten. Trotzdem können Druckstellen entstehen und der Zahnersatz muss mehrmals nachgebessert werden. Das ist ganz normal, lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern. Wenn alles passt werden die Zähne fest verankert und der herausnehmbare Zahnersatz kann eingesetzt werden. Sie werden am Anfang vielleicht das Gefühl haben, dass etwas „Fremdes“ in Ihrem Mund ist und dass Sie sich „nie“ daran gewöhnen. Keine Panik, schon nach wenigen Wochen werden Sie Ihre künstlichen Zähne nicht mehr missen wollen.

Der Zahnarzt übt mit Ihnen, wie die Teil-Prothese zu handhaben ist. Er hat wirklich hilfreiche Tipps für Sie, wie Sie den Zahnersatz einsetzen müssen und wie er herauszunehmen ist. Außerdem weist Sie der Zahnarzt darauf hin, mit welchen Mitteln Sie die Teilprothese am besten pflegen. Sie sind hier in besten Händen, stellen Sie ruhig Fragen!

Trotz der exakten Arbeit vom Labor und von Ihrem Zahnarzt, werden Sie wahrscheinlich Druckstellen bekommen. Es kann auch sein, dass die Prothese zu locker oder zu fest eingestellt ist, doch bei einem kurzen Zahnarztbesuch sind diese Probleme schnell gelöst.

Die Teleskop-Krone

Diese Kronen bietet Ihnen ein besonders sicheres Befestigungssystem. Zunächst werden die Zähne beschliffen und mit Primärkronen ausgestattet. Dann wird der Zahnersatz einfach aufgesteckt, natürlich erst dann, wenn die Außenteleskope passen. Aber keine Angst, das Labor arbeitet sehr gewissenhaft und kann bis auf den hunderstel Millimeter genau den Zahnersatz herstellen. Früher wurden die Kronen paralellwandig gearbeitet, doch heute werden die Passflächen kegelförmig bearbeitet. Das hat den Vorteil, dass die Haftreibung genau festgelegt werden kann und dass Ihre Prothese wirklich jahrelang fest sitzt. Durch die Konusform wird das Herausnehmen und Einsetzen der künstlichen Zähne wesentlich erleichtert, die Teilprothese rutscht wie von allein in die gewünschte Position. Gerade ältere Menschen werden das zu schätzen wissen!

Kombinierter Zahnersatz

Kombinierter Zahnersatz @iStockphoto/Frank Pali

Der Druckknopfanker

Der „Druckknopf“ ist ein gutes Befestigungssystem für Ihre Prothese. Er arbeitet praktisch nach dem gleichen Prinzip, nur dass halt Ihre Prothese von einem „Druckknopf“ festgehalten wird. Das Unterteil ist also an Ihrer Krone befestigt und an dem Zahnersatz ist das Gegenstück angebracht.

Die Steg-Prothese

Wenn im Unterkiefer die Eckzähne noch gut erhalten sind, hat sich die Steg-Prothese sehr bewährt. Beide Zähne werden überkront und mit einem Steg versehen. An der Unterseite der Prothese wird dann eine Hülse angebracht, die haargenau auf diesen Steg passt. Beim Einsetzen der künstlichen Zähne dienst diese Steg-Halterung praktisch als Bindeglied zwischen Prothese und festsitzenden Zähnen. So wird ein fester Halt erreicht.

Es gibt natürlich noch viele Systeme, die Ihren Zahnersatz festhalten können. Was für Sie das Richtige ist besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt. Er weiß, was in Ihren Kiefer eingebracht werden kann und wie es am besten hält.

Die Kosten

Lassen Sie sich vorher aufklären, welche Kosten auf Sie zukommen. Zahnersatz ist nicht ganz billig und die Krankenkasse zahlt praktisch nur den Bedarf, der unbedingt nötig ist. Von dieser Summe erhalten Sie auch nur 50%. Wenn Sie ein Bonusheft führen, kann sich der Betrag erhöhen, aber nie mehr als 70%. Sind Sie finanziell gar nicht in der Lage, Ihren Zahnersatz zu finanzieren, gibt es immer noch die Härtefallregelung, unter Umständen können Sie auch die volle Kostenübernahme beanspruchen. Aber auch das weiß Ihr Zahnarzt, Sie müssen nur ganz ehrlich Ihre Einkommensverhältnisse darlegen.

Allerdings zahlt die Krankenkasse immer nur die Standard-Versorgung, es werden also auch bei Teil-Prothesen Häkchen angebracht und das günstigste Material wird verwendet. Alles was darüber hinausgeht müssen Sie selbst zahlen, also kostet jedes bessere Material und jede gute Versorgung Ihr eigenes Geld. Aber es lohnt sich, schließlich tragen Sie Ihre Teil-Prothese wahrscheinlich jahrelang im Mund und wollen nicht, dass Häkchen abbrechen oder dass sich das Material verfärbt. Greifen Sie also lieber etwas tiefer in die Tasche, Sie erhalten ein „Gebiss“, das wirklich lange hält und von „echten“ Zähnen gar nicht zu unterscheiden ist. Vielleicht haben Sie auch eine Zahnzusatz-Versicherung, diese zahlt die Differenz zwischen dem Zuschuss der Krankenkasse und den tatsächlichen Kosten. Aber auch hier müssen Sie noch Ihren Beitrag leisten, die private Kasse zahlt nur einen gewissen Prozentsatz. Also lesen Sie Ihre Police noch einmal durch!

Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt gut beraten, es gibt viele Möglichkeiten. Eine Teil-Prothese ist auf jeden Fall eine kostengünstige Lösung und erfordert auch keine besondere Pflege. Idealerweise nehmen Sie die künstlichen Zähne einfach nach jeder Mahlzeit heraus und reinigen Sie unter frischen Wasser.

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