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Kondome

Kondome gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert. Die ersten Kondome wurden noch aus gewebten Stoff hergestellt. Diese Kondome waren allerdings nicht sehr wirksam, boten also nur einen geringen Schutz und eigneten sich nur bedingt zur Empfängnisverhütung.

Im Laufe der Zeit wurden Kondome dann aus Schafsdärmen gefertigt, die einen wirkungsvolleren Schutz boten. Solche Kondome sind sogar heute noch erhältlich, da sie als sinnlicher gelten und die Körperwärme besser übertragen. Dennoch sind sie nicht so wirkungsvoll wie künstliche Kondome, die vor allem bei der Verhütung und bei der Übertragung von sexuellen Krankheiten besseren Schutz bieten. So haben sich die künstlichen Kondome heute auch weltweit durchgesetzt und werden in unzähligen Varianten, Formen und Farben hergestellt. Es gibt mittlerweile auch Kondome, welche mit Spermiziden behandelt wurden, um eine zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten.

Eine unabhängige Studie im Jahre 2004 ergab, dass 19 % der Frauen und 22 % der Männern beim Geschlechtsverkehr mit unbekannten Menschen keine Kondome zur Verhütung einsetzen. Damit steigt natürlich die Gefahr, sich mit gefährlichen Krankheiten wie bspw. Hepatitis C oder Aids anzustecken. Im Jahre 2005 wurde die Statistik dann nochmals nach oben korrigiert, worauf man schließen kann, dass immer mehr Menschen in Deutschland auf Kondome verzichten. Die Gründe für den Verzicht auf Kondome seitens der Männer waren die stark verminderte Stimulation beim geschützten Verkehr.

Das Material welches bevorzugt für Kondome verarbeitet wird ist Naturkautschuk. Aber es gibt auch Kondome bestehend aus Polyurethan und Polyethylen, die eine ähnliche Wirksamkeit wie Latexkondome haben sollen. Diese Materialien sind vor allem für jene Menschen gedacht, die eine Latexallergie haben. Aber auch der Einsatz von fetthaltigen Substanzen wie Massageöl, ist bei diesem Material möglich. Bei Latexkondomen dagegen fetthaltige Substanzen dazu führen, dass das Kondom porös wird und dadurch in seiner Wirkung nachlässt. In diesem Fall sollte man auf Silikonöl oder Gele auf Wasserbasis zurückgreifen, da diese bei Latexkondomen bedenkenlos eingesetzt werden können.

Kondom

Kondom @iStockphoto/Michael Macsuga

Kondome unterliegen seit geraumer Zeit einer entsprechenden Norm. Bis zum Jahre 1996 waren Kondome in Europa nach der DIN 600 normiert. In dieser Norm war die Größe eines Kondoms mit mindestens 17 cm Länge und einer Breite zwischen 4,4 und 5,6 cm festgelegt. Außerdem sah die Norm diverse Testverfahren vor, welche die Festigkeit, die Haltbarkeit und die Dichtigkeit prüfen sollte.

Seit dem Jahre 2002 ist eine neue Norm in Kraft getreten, die EN ISO 4074, die vor allem einen Spielraum bei der Größe des Kondoms einräumt. Hiernach muss ein Kondom nun mindestens 16 cm lang sein und die Breite muss ein bestimmtes Volumen garantieren. Die Breite als solches ist danach aber nicht mehr mit einem Maß geregelt, sondern vielmehr darf die Breite die auf der Verpackung angegeben ist, nur noch um maximal 2mm abweichen.

Kondome haben sehr viele Vorteile, aber bringen auch Nachteile mit sich. Ein Vorteil ist, dass bei der richtigen Handhabung ein sehr hohes Maß an Sicherheit besteht. Ein Kondom ist das einzige Verhütungsmittel auf dem Markt, welches zuverlässig vor einer Schwangerschaft schützt und gleichzeitig das Risiko einer Ansteckung durch übertragbare Krankheiten wie bspw. HIV oder Hepatitis C erheblich senken kann.

Als Nachteil wird oft das unangenehme Gefühl, welches ein Kondom verursachen kann, empfunden, da das Kondom natürlich den direkten Hautkontakt verhindert. Auch wird von Männern berichtet, die Kondome als Lustkiller bezeichnen und die Empfindung herabsetzen. Die schwächere Empfindung durch ein Kondom konnte bislang aber nicht nachgewiesen werden, und oft ist diese Empfindung sicher auch die Psyche zurückzuführen. Vereinzelt tritt auch eine Allergie gegen Latex auf, die eine allergische Reaktion auslösen kann. Auch der Geruch von Latex kann von einigen Menschen als unangenehm empfunden werden.

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