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Kopfschmerzen – Das Volksleiden

Rund 165 verschiedene Erkrankungen werden im Volksmund bei ihrem ersten Auftreten unter einem einzigen Begriff zusammengefasst: Kopfschmerzen. Die Schmerzen an sich sind dabei ebenso vielfältig wie die möglichen Ursachen: Zu wenig geschlafen, zu viel Stress, am Vorabend lange gefeiert oder ein bereits chronisches Leiden. Während mehr als 70 Prozent der Deutschen regelmäßig unter Kopfschmerzen leiden, werden die Beschwerden von den meisten mit einem Abwinken kommentiert und ein Besuch beim Arzt nicht als notwendig erachtet. Dabei sollte jeder Kopfschmerz, der länger als drei Tage oder öfter als viermal im Monat auftritt, ausgiebig auf seine Ursache hin untersucht werden.

Die häufigste Kopfschmerzen: Spannungskopfschmerzen

Eine der häufigsten Kopfschmerzarten ist der Spannungskopfschmerz. Ursächlich für sein Auftreten sind Stress, psychische Probleme und Druck, Ängste gepaart mit wenig Schlaf. Auch unregelmäßige Essgewohnheiten, eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Muskelverspannungen im Hals-Nacken- und Schulterbereich sowie unregelmäßige Ruhephasen können diese Art des Kopfschmerzes begünstigen.

Häufig kann beim Spannungskopfschmerz bereits die Einführung einer regelmäßigen Ruhepause oder das Erlernen von Entspannungstechniken gelindert und der Umschwung zu einer chronischen Kopfschmerzerkrankung somit vermieden werden. Nur im Notfall sollte man hierbei zu Medikamenten greifen.

Auslöser erkannt, Auslöser gebannt?

Generell sollte man bei häufiger auftretenden Kopfschmerzen dessen Ursprungsmöglichkeiten mit dem eigenen Lebenswandel vergleichen. Kommen Stress, zu wenig Schlaf oder Muskelverspannungen als Auslöser in Betracht, sollte man sich um einen entsprechenden Ausgleich bemühen, der beispielsweise in Form eines Ruhetages am Wochenende, einem ausgleichenden Sport oder Entspannungstechniken (beispielsweise Yoga, Qi Gong, autogenes Training) sowie viel Bewegung an frischer Luft erfolgen kann. Die Flüssigkeitszufuhr sollte ebenfalls überprüft werden: Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse sowie ausreichenden Trinkmengen kann Nährstoff- und Flüssigkeitsdefizite ausgleichen und den Körper weniger anfällig für Reize machen. Wer viel am Computer sitzt sollte sich dabei auch einen Ausgleich für die Augen überlegen und gegebenenfalls regelmäßige Pausen einlegen, da auch überanstrengte Augen zu Kopfschmerzen führen können.

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen @iStockphoto/Mariusz Szachowski

Hilfe bei akuten Kopfschmerzen

Ist der Fall von Kopfschmerzen bereits eingetreten, können Schmerzen im Bereich von Stirn und Schläfen mittels kalten Kompressen gelindert werden. Im Nackenbereich stammen die Schmerzen vielfach von Verspannungen, wo warme bis heiße Kompressen den gleichen Effekt erzielen und entspannend auf die verkrampfte Muskulatur einwirken.

Massagen im Bereich von Stirn, Schläfen und Nacken können ebenfalls hilfreich sein. Hierfür wird mit Daumen und Zeigefinger in kreisenden Bewegungen leicht massiert. Ätherische Öle wie Mandarine, Lavendel oder Krauseminze bieten zusätzlich Entspannung, sollten jedoch nicht pur auf die Haut aufgetragen werden, sondern entweder in der Duftlampe oder stark verdünnt zum Massieren genutzt werden.
Natürlich gibt es darüber hinaus auch die Möglichkeit, mittels passender Medikation die Schmerzen zu beseitigen. Bewährt haben sich je nach Schmerztyp unterschiedliche Präparate mit Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol. Diese sollten jedoch höchsten an drei aufeinander folgenden Tagen bzw. bis zu sieben Tagen im Monat verwendet werden. Sollten die Schmerzen größeren Umfang annehmen, sollte man sich nicht scheuen, mit der „Bagatelle Kopfschmerz“ bei einem Arzt des Vertrauens vorzusprechen.

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