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Kräuter als Heilmittel

Seit Tausenden von Jahren werden Kräuter in der Heilkunde verwendet. Lange vor der Zeit der medikamentösen Behandlung wussten Heilkundige, Schamanen und Kräuterhexen vergleichbar viel über die Wirkungsweise von Kräutern. Durch die Weiterentwicklung der Medizin und der Entwicklung der Pharmazie verloren viele Kräuter jedoch ihre bisweilen schon „magisch“ anmutenden Wirkungen und wurden durch die Nutzung der heilwirksamen Inhaltsstoffe in modernen Medikamenten ersetzt.

Heute greifen jedoch viele wieder zurück auf die alten Heilkräuter, deren Kundige im Mittelalter bisweilen zusammen mit ihren Aufzeichnungen auf dem Scheiterhaufen landeten. Erhalten blieben die Kenntnisse über die Heilkräuter jedoch in zahlreichen Klosterbibliotheken und den Aufzeichnungen namhafter Kräuterheiler.

Alleskönner Kräuter

Grundlegend haben Kräuter nichts von ihrer Heilwirkung verloren, wenngleich die moderne Medizin zahlreiche Heilkräuter nicht mehr verwendet, weil man heute mehr über die Nebenwirkungen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffe weiß. Dennoch greifen im Zuge des Bewusstseins des Menschen nicht nur biologisch Bewusste und Chemie-Kritiker gerne zu Kräutern als Alternative zu herkömmlichen Arzneimitteln. Gegen fast jedes Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen und so wundert es nicht, dass sich heute immer mehr Menschen auf die natürliche Heilkraft der Kräuter zurückbesinnen. In Gärten, Wäldern und Wiesen finden sich zahlreiche Kräuter, deren Nutzung bereits in grauer Vorzeit dem Menschen Heilung und Linderung verschaffte.

Welches Kraut hilft wann?

Wenn man sich schlecht fühlt und Kummer auf die Seele drückt, gelten die Blüten des Jasmins als hilfreich. Als Tee, Gewürz oder auch als ätherisches Öl wird dem Jasmin stimmungsaufhellende und aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Kräuter

Kräuter @iStockphoto/Elena Elisseeva

Der Borretsch ist nicht nur in der Küche beliebt: Als Heilkraut kann das blühende Kraut zu Tee verarbeitet werden und bei Erschöpfung hilfreiche Dienste leisten. Natürlich kann man ihn auch einfach in den Salat geben, wo er ebenfalls seine Wirkung entfaltet. In der Wirkung gleicht er Ginseng und Hafer sowie Heublumen, die auch in zahlreichen Hustentees Verwendung finden. Als Entspannungshelfer kann Lavendel ein kleines Wunder vollbringen: Einige Tropfen des Öls reinigen und desinfizieren die Luft, wirken entspannend bis ausgleichend auf die Seele und verhelfen gleichzeitig zu einem erholsamen Schlaf. Frische Blüten in Weinessig eingelegt eignen sich als Gesichtswasser bei fettiger Haut, während ein Lavendel-Fußbad müde Füße belebt. Katzenminze kann ebenfalls der Entspannung dienen und bei Spannungskopfschmerz Linderung verschaffen. Als Tee oder Badezusatz eignet sich diese mentholfreie Minze ebenso wie für die Zubereitung von Brotaufstrichen, Mus und Kuchen.

Wenn die Schnupfenzeit naht, kann eine verstopfte Nase mit Dampfbädern behandelt werden. Zusätze mit Kamille wirken entzündungshemmend und desinfizierend, mit Salbei lässt sich zudem bei Halsschmerz gurgeln.

Dem müden Stoffwechsel kann mit frischem, grünen Gerstengrassaft geholfen werden. Mit vielen Enzymen sorgt die Gerste für eine Ankurbelung des Stoffwechsels und Entschlackung des Körpers. Brennnessel kann dies über eine Entwässerung unterstützen. Knoblauch hingegen ist nicht nur in der Küche heiß begehrt: Die aromatische Knolle unterstützt den Blutfluss, wirkt blutreinigend und desinfizierend. Gleichzeitig soll sie die Abwehrkräfte stärken – und das nicht nur durch den markanten Duft.

Schafgarbe wird in vielen Quellen bezüglich eines zu hohen Blutdrucks erwähnt, während Holunderblüten und Lindenblüten durch ihre schweißtreibende Wirkung bei Erkältungssymptomen hilfreich sind.
All diese und zahlreiche weitere Kräuter können bei richtiger Anwendung die Nutzung pharmazeutischer Arzneimittel deutlich reduzieren. Im Zweifelsfall sollte man jedoch auch in Bezug auf Kräuter das Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker suchen.

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