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Krankenzusatzversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung streicht immer weitere Leistungen aus ihrem Katalog. Wer im Krankheitsfall dennoch gut versorgt und finanziell abgesichert sein will, der hat nur eine Alternative: ausgewogener Schutz mit privaten Zusatzversicherungen. Die privaten Krankenkassen bieten hier umfangreiche Leistungen.

– Zahnersatz / Inlays, die gesetzliche Krankenkasse bietet: Befundorientierte Festzuschüsse bei Zahnersatz Beteiligung in Höhe der Kosten bis maximal 65% des Rechnungsbetrages wie sie für eine plastische Füllung (i.d.R. Amalgam) entstanden währen.
– Die Zusatzversicherung bietet eine Aufstockung der GKV-Leistung auf 90% des Rechnungsbetrages. Hier werden auch plastische Füllungen und Implantate, Zahnkronen und Inlays bezahlt.

Ein Beispiel:

– Verlust von zwei nebeneinander liegenden Zähnen bei einem Fahrradunfall.
Die Regelleistung für den Zahnersatz sind: zwei Kronen und Brückenglieder mit Verblendung im sichtbaren Bereich, befestigt jeweils an den Zähnen neben der Lücke.
Die für die Nachbarzähne schonendere und optisch bessere Lösung, die jedoch nicht von der GKV berechnet wird, sind zwei Implantate.
– Der Rechnungsbetrag insgesamt für die Implantate beträgt 3203,- € wovon die GKV 406,22 € übernimmt, der Patient hat einen Eigenanteil von 2796,78 €
– Die Zusatzversicherung würde hier 2476,48 € übernehmen und der Eigenanteil des Patienten beträgt noch 320,30 €
– Sehhilfen, mit Ausnahme von Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr gibt es in der GKV grundsätzlich keine Leistungen mehr.
– Die Zusatzversicherung bietet eine Kostenerstattung von 150 Euro je Versicherungsfall.
– Krankenhaus, der Patient hat eine Zuzahlung von 10 Euro pro Tag für max. 28 Tage zu leisten, kein Anspruch auf ein- oder Zweibettzimmer, Einweisung in das nächstgelegene Krankenhaus, Zuzahlung bei Fahrten mit Rettungsdiensten.

Krankenzusatzversicherung

Krankenzusatzversicherung ©iStockphoto/AndreyPopov

– Die Zusatzversicherung bietet die Erstattung der Zuzahlung, Erstattung der Mehrkosten bei der Wahl eines anderen als in der Einweisung genannten Krankenhauses. (Spezialklinik)
– Erstattung der Mehrkosten für Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer zu 100%
– Übernahme von 80% der Kosten bei Unterbringung eines Elternteils im Krankenhaus.
– Erstattung der Zuzahlung sowie der eventuell verbleibenden Kosten für medizinisch notwendige Transporte bis zu 100 km.
– Pauschale von 150 € je Versicherungsfall, falls durch die ambulante Behandlung ein stationärer Eingriff vermieden wird.
– Auslandsurlaub, hier erfolgt nur in EU-Staaten eine teilweise Kostenerstattung bei ambulanter, stationärer oder zahnärztlicher Behandlung. Für Krankenrücktransporte werden keine Leistungen übernommen.
– Die Zusatzversicherung übernimmt 100% der nach GKV-Vorleistung verbleibenden Aufwendungen für ambulante und stationäre Heilbehandlungen, schmerzstillende Zahnbehandlungen sowie Rücktransporte/Bestattungen/Überführungen bis zu 10000 € bei Auslandsreisen bis zu 8 Wochen.
– Bei Behandlung durch Heilpraktiker werden generell durch die GKV keine Kosten erstattet.
– Die Zusatzversicherung erstattet bis zu 80% des Rechnungsbetrages, einschließlich der verordneten Arzneien.
– Bei einer stationären Kur hat der Kassenpatient eine Zuzahlung von 10 € pro Tag.
– Die Zusatzversicherung bietet ein Kurtagegeld von 12,50 € pro Tag.
– Das Krankengeld oder bei Unfällen, das Verletztengeld, erreicht nie die Höhe des gewohnten Nettoeinkommens.
– Die Krankentagegeldversicherung bietet eine Aufstockung des Krankengeldes auf 100 % des Nettoeinkommens. Besonders wichtig für Selbstständige.

Auch für den Fall eines schweren Unfalls oder gewünschter Chefarzt-Behandlung im Krankheitsfall ist es ratsam eine private Zusatzversicherung abzuschließen denn die GKV zahlt nur die Kosten für ein Mehrbettzimmer und die Behandlung durch den diensthabenden Arzt.

Die Beiträge für eine private Krankenzusatzversicherung richten sich nach dem Geschlecht und dem Eintrittsalter der zu versichernden Person. Weiterhin gilt es Risikozuschläge zu beachten. Hierbei werden Zuschläge für bereits vorhandene Sehhilfe und fehlende, nicht ersetzte Zähne erhoben.

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