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Kreative Gartengestaltung mit wenig Aufwand

Der eigene Garten – ein Ort der Entspannung, Produktivität, körperlicher Betätigung und Kreativität. Manchmal jedoch beschleicht den Gartenfreund ein stiller Zweifel: Ist das hier wirklich schon optimal genutzt? Könnte man da denn nicht auch noch mehr draus machen? Man kann!

Was haben wir denn da?

Je nach Alter und Lage findet man in vielen Gärten alte Mauerteile, verfallene Brunnen, verwitterte Treppen oder urige Gartentore. Mangels eingeschränkter Nutzbarkeit fristen sie meist ein Schattendasein, dabei kann man hier tolle Blickfänge zaubern. Sie mögen ihre Gartenmauer nicht und hätten lieber eine Hecke? Sattgrüne Efeuranken verwandeln die Steinwand in ein verwunschenes Gemäuer, oben aufgestellte oder angehängte Lavendeltöpfe zaubern eine „heckige“ Ausstrahlung. Das alte, schiefe Tor an der Rückseite zum Nachbargrundstück muss gar nicht weg – Rank- und Kletterpflanzen wie Winde und Wicke freuen sich darüber als alternatives Spalier. Reste eines Brunnens gewinnen, wenn Kübelpflanzen in deren Schutz gedeihen – notfalls trägt man die Steine ab und stellt sie an anderem Ort zur Trockenmauer zusammen. Der Trick liegt einfach darin, aus der Not eine Tugend zu machen. Warum soll aus einer „Rumpel-Ecke“ kein optisches Highlight werden?

Gartengestaltung

Gartengestaltung @iStockphoto/YinYang

Alte Idee in neuem Gewand

Eine sattgrüne Rasenfläche ist tatsächlich ein schöner Anblick, manchmal aber eben etwas schlicht. Buchsbaumhecken sind eine beliebte Form der Einfassung und Dekoration, sorgen in der Gesamtwirkung allerdings für einen etwas strengen Chic. Setzt man mehrere Buchskugeln verschiedener Größe in zufälliger Anordnung (so, wie aus dem Handgelenk hingestreut) in die Rasenfläche ein, entsteht ein schön aufgelockertes und dennoch spannungsreiches Bild. Sichtschutz-Zäune sind gelegentlich einfach nötig, aber die handelsüblichen Lattenfelder wirken oft wie eine Wand. Weidenflechtzäune sind hier eine gelungene, lichtdurchlässige Alternative. Mit etwas Geschick kann sich jeder Hobbygärtner als Zaunflechter betätigen: halbwegs gerade, starke Hölzer werden senkrecht als Pfosten im Boden befestigt, und zwischen diese kann man ausreichend lange Weidenruten waagerecht einziehen. Diese Art des Zaunes treibt zwar nicht neu aus, bringt aber so auch keinen Laubabwurf mit sich. Pergolen und Laubenvordächer sind geradezu prädestiniert für Rankgewächse. Es dauert jedoch einige Zeit, bis der allseits beliebte Efeu alles begrünt hat. Schneller geht es mit der Großlaubigen Pfeifenwinde, die in ihrer Wuchsform auch nicht so kompakt, sondern heller und lockerer erscheint. Beeteinfassungen sind praktisch und zumeist – eckig. Es gibt aber auch aufgerollte, flexible Palisadenzäunchen, die gerundete Ecken und geschwungene Grundformen möglich machen – perfekt für einen parkähnlichen Look.

Wie grünt es denn nebenan?

Manchmal fehlt es einfach an Inspiration, man sieht den Garten vor lauter Routine gar nicht mehr richtig. Ein Blick über den Gartenzaun oder der Besuch einer Gartenausstellung reichen vielleicht schon aus, um die eigene Kreativität wieder anzuschubsen.

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