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Kuren

Schon jahrhundertelang wussten die Menschen um die heilende Wirkung von verschiedenen Orten und Gewässern, genauso lange sind Kuren an ebendiesen Orten bekannt. Einer der ältesten Kurorte zum Beispiel ist das Tote Meer, dessen hoher Salzgehalt für bestimmte Krankheiten (zum Beispiel Hauterkrankungen) heilend wirkt, welches sich noch immer großer Beliebtheit erfreut.

Eine Kur im herkömmlichen Sinne, also ein Aufenthalt in einem Kurort der der körperlichen und geistigen Gesundheit oder Genesung dient, wird bei uns meistens vom Arzt verschrieben oder bei der Krankenkasse beantragt. Die Kosten dafür tragen meistens die Krankenkassen oder Pensionskassen, oder werden von diesen bezuschusst.

Das Spektrum an Kuren ist sehr groß. Am meisten bekannt sind durch entsprechende Artikel in der Regenbogenpresse die diversen Entziehungskuren, die bei der Heilung von Suchterkrankungen (zumeist Alkohol oder Drogen) unterstützend helfen. Gerade für Menschen, die körperlich und seelisch von einem Suchtmittel abhängig sind, sind Kuraufenthalte und die damit verbundene oft pausenlose Betreuung nötig, zumal besonders bei schwerwiegenden Abhängigkeiten der Entzug körperliche Beschwerden nach sich zieht.

Auch bei anderen psychischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Depressionen oder Burnout- Erscheinungen werden oft Kuren angeboten. Alleine die damit verbundene örtliche Veränderung, und die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen, die oft gleiche Probleme haben, auszutauschen, verbunden mit der Vielzahl an Therapien wie zum Beispiel Gesprächstherapie (einzeln oder in Gruppen), Maltherapie, oder auch Bewegungstherapien können einen entscheidenden Teil zur Genesung beitragen.

Sehr wichtig sind auch Kuren, die bei körperlichen Gebrechen verschrieben werden, wie zum Beispiel nach schwerwiegenden Operationen, nach schweren Unfällen und nach Schlaganfällen. Diese Kuren werden direkt nach einem Krankenhausaufenthalt absolviert. Diese Kuren dienen der Wiederherstellung der körperlichen Funktionen, welche durch oben genannte Umstände in Mitleidenschaft gezogen wurden, wie etwa die allbekannte halbseitige Lähmung nach einem Schlaganfall, oder Muskelschwäche nach einer langen Krankheit.

Kur

Kur @iStockphoto/BasieB

Ein weiterer Teilbereich sind die so genannten Mutter- Kind- Kuren, oder Eltern- Kind- Kuren. Diese werden vor allem bei schwerer Überforderung im Alltag (bedingt durch eine gravierende Veränderung im Leben) welche auf die Dauer gesundheitsschädigend wirken kann, verschrieben.

Viele Kuraufenthalte werden in Tourismusgebieten, also in meist schöner und naturnaher Lage absolviert. Alleine die Wirkung einer ansprechenden Umgebung, in der man sich gut entspannen kann, kann schon sehr zu einer Heilung beitragen. Oft ist auch die Atmosphäre besser, da in solchen Orten kein so großes Verkehrs- und Industrieaufkommen herrscht, wie im städtischen Bereich.

Auf keinen Fall aber sind Kuraufenthalte mit Urlaubsaufenthalten zu verwechseln. Kuraufenthalte dienen immer der Gesundheit und die verschiedenen Therapien sind oft verpflichtend für die Patienten.

Neben den nun oben beschriebenen Kuren gibt es in unserem Sprachgebrauch natürlich auch den Begriff Kur in der Kosmetik. So existieren zum Beispiel Haarkuren, Pflegekuren für die Gesichtshaut etc. Diese Anwendungen dienen der Körperpflege im kleinem und werden meistens im häuslichen Bereich durchgeführt.

Auch im Bereich Gesundheit und Wellness gibt es Kuren, man denke nur an die allseits bekannten Kneippkuren, oder verschiedene Fastenkuren. Diese werden ebenfalls meistens im häuslichen Bereich angewendet, und dienen der Verbesserung der körperlichen Funktionen, wie zum Beispiel des Immunsystems.

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