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Lecker Löwenzahn: Wilde Kräuter für die Frühjahrsküche

Der Frühling bringt nicht nur neuen frischen Wind in unser Gefühlsleben, sondern auch in die Küche. Unser Appetit verändert sich, sobald sich die ersten Frühlingsboten zeigen. Schwere wärmende Gerichte sind jetzt nicht mehr angebracht – alles muss frisch, leicht und knackig sein.

Gerade im Frühling bieten sich hierbei besonders viele wilde Kräuter an, die nun Saison haben und manch einem Gericht erst den rechten Pfiff verleihen. Wilde Kräuter haben dabei einen vielfach intensiveren Geschmack als Kräuter, die wir in kleinen Töpfchen im Garten Center oder gar abgeschnitten und zu Bündeln geschnürt im Supermarkt finden können.

Ganz besondere Geschmackserlebnisse versprechen dabei Kräuter wie Bärlauch, Gänsefingerkraut, Gundermann, Wiesenknöterich, Knoblauchrauke und Wegwarte. Aber auch Pflänzchen, die gemeinhin als Unkraut gelten, können Eingang in unsere Küche finden und ihren einzigartigen Geschmack in verschiedenen Speisen verbreiten – etwa Löwenzahn, Brennnessel, Spitzwegerich, Giersch und sogar Gänseblümchen. Apropos Blümchen – diese zaubern eine unnachahmliche und natürliche Dekoration zu jedem Frühlingsgericht: Überraschen Sie doch einmal Ihre Gäste, indem Sie die Teller mit wilden Stiefmütterchen, Märzveilchen oder Wiesenklee dekorieren.

Bei der enormen Auswahl, die uns die Natur an Pflänzchen bereithält, ist natürlich einiges zu beachten, damit nur genießbare Zutaten auf dem Teller landen. Es ist also dringend empfohlen, sich bevor man mit einem Körbchen loszieht und die unterschiedlichsten Blüten und Kräuter sammelt genau über das zu erkundigen, was man eigentlich essen kann. Nur auf diese Weise können Sie sicher sein, dass nicht schädliche oder gar giftige Pflänzchen Eingang in Ihr Essen finden. Zu diesem Zweck gibt es zahlreiche Fachbücher, welche die genießbaren und häufig zu findenden Kräuter und Blumen vorstellen, anhand von unverwechselbaren Charakteristika beschreiben und vor nicht genießbaren und giftigen Pflanzen warnen. Auch im Internet kann man sich auf professionellen Seiten schlaumachen, so dass einer größeren Sammelaktion nichts mehr im Wege steht.

Löwenzahn

Löwenzahn @iStockphoto/Elena Schweitzer

Zudem ist darauf zu achten, wo Sie Wildkräuter sammeln: Meiden sie dabei die Nähe zu viel befahrenen Straßen, hier sind die Pflanzen zu sehr mit Schadstoffen belastet. Auch Waldgebiete sind nicht immer geeignet, da zum Beispiel durch den Urin von Füchsen der gefährliche Fuchsbandwurm auf die Blätter übertragen werden kann. Am besten ist es daher, wenn man ein wahrer Kräuterfreund ist oder werden will, sich einen naturnahen Garten anzulegen, in dem auch Wildpflanzen gut gedeihen können. Das ausgiebige Waschen der Pflänzchen und Blüten sollte dennoch nie vergessen werden.

Nun aber noch eine kleine Rezeptidee, die Sie ganz einfach nachmachen können: Versuchen Sie doch einmal einen Gurkensalat mit Gundermann und Giersch. Hierfür schneiden Sie eine Salatgurke in Stücke, hacken Gundermann, Giersch und eine Zwiebel klein und vermischen alles mit Joghurt und Zitronensaft. Abgeschmeckt wird mit Salz und Pfeffer. Je nach Geschmack können sie auch einen fein geriebenen Apfel untermengen. Guten Appetit!

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