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Leinen macht alles mit – Natürliche Lässigkeit

Kaum ein Gewebe ist so perfekt für heiße Tage wie Leinen. Es kühlt und sieht zudem auch noch im angeknautschten Zustand richtig edel aus, ohne seinen lässigen Charme zu verlieren. Auch in diesem Sommer sind Leinentextilien nicht aus der Garderobe wegzudenken.

Vom Feld bis in den Kleiderschrank

Leinen ist ein reines Naturprodukt, es wird aus den Stengeln der Lein- bzw. Flachspflanze gewonnen. Die Pflanzen werden zunächst ausgerauft, da maschinelles Mähen bereits die Fasern zerstören würde. Im Trocknungsprozess und der anschließenden Wasserröste verschwinden Samenkapseln, Pilze und Bakterien; später wird der Flachs in der Schwingerei gebrochen, gehechelt und weiter gereinigt. Zu Zöpfen gedreht gelangt er in die Spinnerei, wo im Nassverfahren die Leinenfäden gesponnen und schließlich getrocknet werden. Schließlich wird daraus das Material gewebt, aus dem all die atmungsaktiven, legeren Kleidungsstücke entstehen.

Die perfekte Sommertextilie
Neben der hohen Luftdurchlässigkeit machen noch viele andere Eigenschaften Leinen als Bekleidungsstoff besonders attraktiv. Es fusselt nicht, ist sehr glatt, schmutzabweisen, antistatisch und bakterienabweisen. Gerade Allergiker und Menschen mit sensibler Haut wissen das zu schätzen. Leinengewebe kann sehr viel Feuchtigkeit speichern und kühlend wieder abgeben, ohne nass zu wirken. Die hohe Reißfestigkeit und geringe Elastizität sind zwar ursächlich für den nicht bei allen beliebten Knitterlook, sorgen aber gleichzeitig für eine lange Lebensdauer und ausgeprägte Strapazierfähigkeit. Wer Leinen trägt, vermittelt ökologisches und körperliches Bewusstsein und setzt damit ein ganz persönliches Statement in Sachen Kleidungstil.

Baumwolle

Baumwolle @iStockphoto/Jim David

Die reine Vielfalt

Die meisten Leinentextilien präsentieren sich im klassischen Design – entsprechend der natürlichen Ausstrahlung – vorzugsweise in schlichtem Schwarz, Weiß, zarten Pastelltönen oder aber auch kräftigen, lebensbejahenden Farben, selten jedoch auffällig gemustert. Dezente Streifen oder zarte Stickereien setzen gelegentlich zurückhaltende Akzente. Daher sind Kleidungsstücke aus Leinen auch besonders vielfältig kombinier- und einsetzbar. Legere, gerade geschnittene Hosen für „sie“ und „ihn“ sind die perfekte Urlaubsbegleitung zu Poloshirts, sportlichen Hemden und Blusen. Knielange Röcke und schmale ¾-Hosen passen gut zu Blusen mit Lochstickerei, Strickjacken oder leichten Pullis – ideal für Shoppingtouren oder Nachmittage mit Freundinnen. Etuikleider mit Bolero sowie Ensembles aus Blazer und Hose eignen sich für den Businessalltag ebenso wie für Empfänge und festliche Anlässe. Männer haben im Freizeitbereich die Wahl zwischen leichten Jacken im Jeans- bzw. Military-Schnitt und gerade fallenden Sakkos. Der helle Leinenanzug gehört mittlerweile zu den sommerlichen Klassikern. Hemden mit langem oder kurzem Arm werden auch gern einmal über der Hose getragen. Am schönsten ergänzen wohl natürliche Stoffe wie Seide und Baumwolle ein Leinenoutfit.

Ein Wort zur Pflege

Obwohl Leinenstoff recht robust ist, verträgt er keine heißen Wäschen. Im Schonwaschgang bei 30 Grad ist man auf der sicheren Seite, der Trockner ist tabu. Prinzipiell kann Leinen warm gebügelt werden, ob sich der Aufwand lohnt, muss jeder für sich entscheiden.

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